Brustvergrößerung, Brustimplantate

Brustvergrößerung in Stuttgart

von Dr. med. Christian Fitz

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Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) 

Eine als zu klein empfundene Brust bringt häufig nicht nur ästhetische Probleme mit sich, sondern kann auch zu einer psychischen Belastung werden. Frauen, die den Wunsch nach einer größeren Brust hegen, können sich diesen dank moderner Operationsmethoden der plastisch-ästhetischen Chirurgie erfüllen.

Dr. med. Christian Fitz, Facharzt für Chirurgie, Plastische Chirurgie und Leiter der Privatklinik auf der Karlshöhe in Stuttgart, kann bereits auf eine über 10jährige Erfahrung und auf mehrere tausend durchgeführte Brustvergrößerungen zurückblicken.


Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zur Brustvergrößerung zusammengefasst. Ausführliche Informationen zum Ablauf, den Techniken und zum Thema Brustkrebsrisiko erfahren Sie im exklusiven Experteninterview mit Dr. Fitz.

Arten und Techniken der Brustvergrößerung

In der Regel verwendet Dr. Fitz zur Vergrößerung der Brust Silikonimplantate. Je nach Beschaffenheit des Brustdrüsengewebes, wird das Implantat entweder über den Brustmuskel oder darunter eingesetzt. Auch bei der Schnittführung stehen mehrere Techniken zur Verfügung: entweder erfolgt der Schnitt in der natürlichen Brustumschlagsfalte, in der Achselhöhle oder entlang der Grenze des Brustwarzenvorhofs. Bei allen Techniken verfolgt Dr. Fitz stets das Ziel eines besonders narbensparenden und somit äußerst ästhetischen Resultats.

Eine weitere Möglichkeit der Brustvergrößerung besteht in der Verwendung von Eigenfett. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn eine moderate Steigerung des Volumens erwünscht ist oder kleine Asymmetrien ausgeglichen werden sollen.

Ablauf der Brustvergrößerung

Dr. Fitz und seinem Klinik-Team in Stuttgart ist die persönliche Betreuung, vom ersten Beratungsgespräch bis hin zur Nachbehandlung, stets ein wichtiges Anliegen. Die Brustvergrößerung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa eine Stunde. Nach dem erfolgten Eingriff können sich die Patientinnen in den Klinikräumlichkeiten über eine Nacht ausreichend erholen und sich vom kompetenten Team umsorgen lassen. Um ein optimales Ergebnis der Brustvergrößerung zu erzielen, wird empfohlen schweres Heben, Überkopf-Arbeiten und Sport für 4-6 Wochen zu vermeiden. Je nach Befund kann auch das Tragen eines stützenden BH´s sinnvoll sein.

Risiken der Brustvergrößerung

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen, können auch bei einer Brustvergrößerung Risiken nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Doch dank dem Einsatz modernster Verfahren und Techniken sowie der langjährigen Expertise von Dr. Fitz und seinem Klinik-Team kann die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen, wie etwa Wundheilungsstörungen oder die Bildung einer Kapselfibrose, auf ein Minimum reduziert werden. Im Rahmen der Beratung werden Sie darüber umfassend informiert.

Kosten und Finanzierung einer Brustvergrößerung

Je nach Umfang und Art der Brustvergrößerung, können die anfallenden Kosten variieren und werden daher stets im persönlichen Beratungsgespräch mit Dr. Fitz ermittelt.


Experteninterview mit Dr. Christian Fitz zum Thema Brustvergrößerung

Auswahl des Arztes - Wie Sie den richtigen Arzt finden

Die Brüste zählen für Frauen zu einem wichtigen Sinnbild Ihrer Weiblichkeit. Wer sich nach einer Brustvergrößerung sehnt, möchte am Ende auch das bestmögliche Ergebnis erhalten. Leider ruft genau dieser Wunsch nach der Optimierung weiblicher Kurven auch fachfremde Operateure auf den Plan, solch eine Behandlung trotz fehlender Qualifikation und Erfahrung anzubieten. Denn auch die plastisch-ästhetische Medizin ist ein Handwerk, dass erlernt sein muss.

Worauf man bei der richtigen Auswahl des Arztes bei der Brustvergrößerung achten sollte, weiß Dr. med. Christian Fitz, Leiter der renommierten KLINIK AUF DER KARLSHÖHE in Stuttgart. Als Facharzt für Chirurgie - mit einer Spezialisierung auf Ästhetisch-Plastische Chirurgie ist er Experte für alle Eingriffe im Bereich der weiblichen Brust.

Jedoch kommen zu Dr. Fitz kommen nicht nur Frauen mit dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung in die Sprechstunde, sondern auch Frauen mit der Bitte um eine Korrektur nach missglückter Operation. Eine fachlich nicht korrekt durchgeführt Operation zieht nicht nur ästhetische, sondern auch gesundheitliche Probleme nach sich. Um dies zu vermeiden, gibt Dr. Fitz Tipps in Bezug auf die richtige Arztwahl.

Herr Dr. Fitz, woran erkennen Patientinnen denn den richtigen Arzt für ihre Brustvergrößerung?

Für die Suche nach dem richtigen Arzt können sich Patientinnen im Vorfeld sehr gut im Internet informieren. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, dass der Arzt auf verschiedenen Portalen präsent ist und mit guten Bewertungen punkten kann. Auch über die eigene Website des Arztes sollte Qualität kommuniziert werden. Dort kann man meistens schon herausfinden, ob die Praxis- oder Klinikräume geeignet sind. Meiner Meinung nach sollten die Räumlichkeiten denen einer kleinen Klinik entsprechen, also zum Beispiel ausreichend Betten für einen stationären Aufenthalt vorweisen. Auch Mitgliedschaften in entsprechenden Ärztevereinigungen und Gesellschaften sind ein Anzeichen für die Qualifizierung des Arztes.

Beim Beratungstermin selbst sollte natürlich darauf geachtet werden, dass alles sauber und ordentlich ist. Die Atmosphäre muss passen und auch das Team sowie der behandelnde Arzt sollten einen vertrauensvollen Eindruck erwecken. Wenn Sie das Gefühl haben, dem Arzt nicht vertrauen zu können, ist dieser auch nicht der Richtige, besonders bei einem so intimen Körperbereich wie den Brüsten.

Denken Sie, dass ein plastischer Chirurg jedem Wunsch seiner Patientinnen nachgehen sollte oder gibt es Ihrer Meinung nach auch Grenzen des Machbaren?

Ich erfülle meinen Patientinnen gerne ihre Wünsche, gleichzeitig bin ich aber auch absolut ehrlich, wenn ein Wunsch unrealistisch oder gar nicht notwendig ist. Am Ende wird schließlich ein Ergebnis erwartet, welches besser aussieht als davor. Meine Patienten sind mir für meine Ehrlichkeit dankbar. Denn letztendlich kommen diese Patienten wieder, wenn sie etwas haben, wobei ich ihnen wirklich helfen kann.

Woran können Patientinnen erkennen, dass ihr Arzt qualitativ hochwertige Implantate für die Brustvergrößerung verwendet? Gibt es für sie eine Möglichkeit sich darüber zu informieren?

Seit dem Skandal um die PIP-Implantate aus Frankreich sind die Patientinnen natürlich besorgter und fragen mich auch regelmäßig nach Qualität und Sicherheit. Ich persönlich verwende Implantate vom weltweit führenden Hersteller Allergan, der eine lebenslange Garantie verspricht. Im Internet können sich Patientinnen über Hersteller und Eigenschaften sehr gut informieren und auch der Arzt selbst wird alle nötigen Informationen bereitstellen.

Welche Schritte auf dem Weg zur Brustvergrößerung sollten in Bezug auf Voruntersuchung und Patientenaufklärung für den behandelnden Arzt Pflicht sein?

Risiken und Nebenwirkungen müssen ausführlich und ehrlich kommuniziert werden. Für den Arzt gilt es natürlich auch den körperlichen und gesundheitlichen Zustand der Patientin festzustellen. Darunter fällt zum Beispiel, ob die Patientin noch Kinder bekommen und stillen möchte. Auch das Brustkrebsrisiko muss hinsichtlich einer Vorbelastung in der Familie abgeklärt werden.

Sind Sie auch in der Zeit nach dem Eingriff für Ihre Patientinnen erreichbar, etwa wenn Fragen zur Nachsorge auftreten?

Ja, das ist besonders wichtig für die Patientinnen. Hier lässt sich auch nochmals eindeutig erkennen, was einen guten Arzt ausmacht, da es auf die entsprechende Nachsorge wirklich ankommt. Wir halten unsere Patientinnen immer dazu an, uns jederzeit anzurufen, wenn sich auch nur die kleinste Sorge breit macht. Tatsächlich sind wir rund um die Uhr, d.h. zu jeder Tages- und Nachtzeit für unsere Patientinnen zu erreichen. Das hat entscheidende Vorteile: Die Patientinnen haben die Möglichkeit sich jederzeit an jemanden zu wenden, der sich in der Thematik auskennt und der die Patientin persönlich kennt.

Können Sie Patientinnen, die mit dem Ergebnis der Brustvergrößerung eines anderen Arztes nicht zufrieden waren, mit einem korrigierenden Eingriff zu einem besseren Ergebnis verhelfen?

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Patientinnen für minderwertige Angebote entschieden haben und im Nachhinein unglücklich sind. Für diese Patientinnen ist es natürlich viel schwerer sich noch einmal auf eine Operation einzulassen und dem Arzt zu vertrauen. Außerdem ist ein Korrektureingriff mit erneuten Kosten und je nach Ausgangslage mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Aber natürlich können und wollen wir unzufriedenen Patientinnen helfen und ihnen ein ansprechendes Ergebnis ermöglichen.

Brustvergrößung mit Implantaten

Vor einigen Jahren war der Skandal um die sogenannten PIP-Implantate aus Frankreich in aller Munde. Der französische Hersteller von minderwertigen Silikonimplantaten wurde zu einem Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt und aufgelöst. Doch selbst dieser einmalige Skandal hat Spuren hinterlassen und viele Frauen mit Brustimplantaten verunsichert.

Sind diese Sorgen gerechtfertigt und welche Arten von Implantaten gibt es? Kompetenter Ansprechpartner in all diesen Fragen ist Dr. med. Christian Fitz. Trotz der Verwendung anderer Implantate vom Weltmarktführers Allergan hat Dr. Fitz den Skandal aufmerksam verfolgt. Als Experte für Ästhetisch-Plastische Chirurgie mit Spezialisierung auf Brustvergrößerungen hat Dr. Fitz langjährige Erfahrung bei der richtigen Auswahl und Positionierung der Implantate.

Herr Dr. Fitz, wie können Sie diese Sorgen in Ihrer Klinik beseitigen bzw. welche Implantate verwenden Sie?

Die Aufklärung der Patientinnen spielt bei uns in der Klinik eine wichtige Rolle. Im Beratungsgespräch informieren wir sie daher detailliert über den Hersteller und die Garantie der Implantate. So auch darüber, welche Richtlinien Implantate erfüllen müssen. Sicherheit und Qualität sollten auch immer im Interesse des Arztes liegen. Ich persönlich verwende Implantate des Weltmarktführers Allergan, über welche man sich auch im Internet informieren kann.

Welche Arten und Formen von Implantaten gibt es?

Es gibt runde und anatomische bzw. tropfenförmige Implantate, die es wiederum in verschiedenen Ausprägungen gibt, wie z.B. mit einer flacheren oder steileren (weiter abstehenden) Form. Das wichtigste Auswahlkriterium ist ein schönes Gesamtkörperbild. Das entsteht, wenn Implantatgröße und -form zum Körperbau der Frau passen.

Die tropfenförmigen Implantate sind, wie der Name schon sagt, vorgeformt in einem Tropfen. Sie besitzen eine gewisse Formstabilität, d.h. die Höhe und Form verändern sich nicht bei Bewegung. Das runde Implantat ist hingegen flexibler. Rund heißt allerdings nicht, dass die Brust unnatürlich wirkt. Durch die Flexibilität und geringe Formkonstanz entsteht ebenfalls eine natürliche Tropfenform.

Ein weiterer Unterschied ist, dass bei der Tropfenform Breite und Höhe des Implantats unterschiedlich groß ausfallen können. Beim runden Implantat ist Höhe immer gleich der Breite. Wenn eine Frau bspw. breiter gebaut ist, aber keine so große Brust haben möchte, können 13 cm Breite und Höhe schon zu viel sein. Mit einer Tropfenform ist man da variabler. Um das passende Implantat für jeden individuellen Fall zu finden, ist kompetente Beratung eines Facharztes mit Erfahrung unerlässlich.

Haben Ihre Patientinnen die Möglichkeit die verschiedenen Implantate auszutesten?

Ja, es gibt das Probiersystem. Das beinhaltet einen BH, der die neue Körbchengröße simuliert und ein dazu passendes Oberteil. Dazu probiert man die gewünschte Implantatgröße an. So kann ich meine Patientinnen optimal vor dem Spiegel hinsichtlich geeigneter Form und Größe beraten. Die meisten Patientinnen entwickeln nach mehrmaligem Anprobieren ein sehr gutes Gefühl dafür, was bei Ihrer Körperstatur gut aussieht und verwirklichbar ist.

Wie werden die Implantate in die Brust eingebracht und welche Positionierungsmöglichkeiten gibt es?

Brustimplantat über Brustmuskel                       Brustimplantat unter Brustmuskel
Brustimplantat über dem Brustmuskel
1. Vorher / 2. Nachher
Brustimplantat unter dem Brustmuskel
1. Vorher / 2. Nachher

 

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Unter und über dem Brustmuskel. Diese Entscheidung treffe ich in Absprache mit der Patientin und bei Betrachtung der körperlichen Gegebenheiten. Wenn jemand einen sehr kräftigen Oberkörper mit einer dicken Weichteilschicht hat, dann kann man das Implantat über den Muskel legen. Wenn jemand eine sehr dünne Weichteilsituation hat, dann ist das Implantat unter dem Muskel sinnvoller. Bei sehr lockerer Haut lege ich das Implantat lieber unter den Muskel. Das verhindert eine zunehmende Erschlaffung der Haut. Dies muss natürlich von Frau zu Frau individuell entschieden werden.

Welche Vor- oder Nachteile kann die Position des Implantates haben?

Die Lage unter dem Muskel hat den Nachteil, dass sich das Implantat bei Anspannung der Brustmuskulatur mitbewegt. Außerdem ist der Eingriff ein wenig aufwendiger, da der Muskel teilweise abgelöst wird. Dieser Eingriff bringt auch eine geringfügig längere Erholungsphase nach der Operation mit sich. Später merkt man aber bis auf die leichte Mitbewegung keinen Unterschied mehr. Ich verwende diese Art der Implantatpositionierung in etwa 60 bis 70 Prozent der Fälle.

Welche Zugänge kommen in Frage?

Brustvergrößerung - Positionierung Implantat
Das zweite Entscheidungskriterium ist die Zugangsmöglichkeit. Da gibt es den Brustfaltenschnitt und den Achselschnitt. Meiner Meinung nach ist der Brustfaltenschnitt aus der ästhetischen Perspektive der Beste. Die Narben sind kaum sichtbar, der Schnitt ermöglicht eine größere Sicherheit für das Präparieren, bietet eine Risikominimierung von Blutungen und gewährleistet eine bessere Positionierung des Implantats.

Beim Achselschnitt können die Narben im Sommer durchaus sichtbar sein. Den Zugangsweg über die Brustwarze ist möglich, aber für viele Patientinnen emotional nicht gewünscht. Und auch hier sind Narben deutlich sichtbar.

Gibt es Patientinnen, die für eine Brustvergrößerung mit Implantaten ungeeignet sind?

Rein körperlich gesehen kann ich das verneinen. Bei einer sehr dünnen Patientin zeichnet sich ein Implantat mehr ab. Das heißt aber nicht, dass sie dann ungeeignet ist. Jedoch ist die Deckung nicht so gut.

Vielmehr sprechen aber psychische Gründen gegen eine Brustvergrößerung. Etwa wenn sich jemand nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, einen “Fremdkörper” in sich zu tragen. In diesen Fällen rate ich zu einer Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Sind die Kosten für eine Brustvergrößerung mit Implantaten vom Implantattyp und der Größe abhängig?

Größtenteils gibt es standardisiert Preise für eine Brustvergrößerung. Eine OP mit Rundimplantaten kosten in unserer Stuttgarter Klinik bspw. etwa 5.700 Euro. Tropfenförmigen Implantate sind wegen eines größeren Produktionsaufwands teurer und die Operation beläuft sich auf circa 6.000 Euro. Zudem variiert der Preis je nachdem, ob noch eine Straffung oder sonstige Zusatzbehandlungen gewünscht sind. Ansonsten sind die Kosten für eine Brustvergrößerung völlig unabhängig von der Größe des Implantats. Die OP-Zeit beläuft sich meistens auf etwa eine Stunde.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

In der Schönheitschirurgie geht der Trend zunehmend in Richtung schonende Verfahren und Natürlichkeit. Zur geringsten Belastung des Körper kommt es bei der Verwendung von körperkompatiblen Materialien, also Materialien die eine ähnliche oder die gleiche Struktur wie das eigene Körpergewebe haben. Denn so kann eine Unverträglichkeit vollkommen ausgeschlossen werden. Besonders für Frauen die sich mit der Vorstellung eines Silikonimplantates in ihrer Brust nicht anfreunden können, kann eine Brustvergrößerung mit Eigenfett die optimale Lösung sein.

In der KLINIK AUF DER KARLSHÖHE in Stuttgart wird die Brustvergrößerung mit Eigenfett schon seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt. Dr. Fitz ist als Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie auf die Behandlungen Brustvergrößerung und Fettabsaugung spezialisiert.

Herr Dr. Fitz, findet die Fettabnahme innerhalb eines Eingriffes mit der Brustvergrößerung statt oder müssen zwei einzelne Termine stattfinden?

Beides geschieht in einem Eingriff. Das Fett hat sogar nur ohne Zwischenlagerung die gewünschte Qualität. Allerdings wird dieses nach der Entnahme noch aufbereitet und nur das „reine” Fett weiter verwendet.

Früher wurden die Fettzellen eingefroren und erst später weiter verarbeitet. Diese Methode ist aber nach dem neuesten Stand der Erkenntnis nicht mehr sinnvoll, da auf diese Weise zu viele Zellen zerstört werden.

Kommt es denn vor, dass eine Patientin zu wenig Körperfett für eine Entnahme mitbringt?

Ja, und genau hier liegt häufig das Problem. Meistens haben ja genau sehr schlanken Patientinnen mit wenig Brust den Wunsch nach einer Vergrößerung. Und bei diesen Frauen sind dann kaum oder gar keine Regionen vorhanden, von denen man Fett entnehmen könnte. Dann muss ich meinen Patientinnen auf Alternativen, also meist Implantate, verweisen.

Kann man allgemein sagen, wie viel Körperfettanteil vorhanden sein muss?

Das kann man so nicht sagen, weil das Fett auch diffus im Körper verteilt sein kann. Da geht es wirklich um Regionen, bei denen man einen gewissen Fettgehalt ertasten kann. Ich benötige circa ein paar hundert Milliliter, um überhaupt Volumen transferieren zu können. Außerdem geht bei der Aufarbeitung ebenfalls nochmal eine geringe Menge an Fett verloren.

Welche Regionen werden zur Fettabsaugung bevorzugt?

Der Bauch, die Oberschenkelinnenseiten und der Po sind beispielsweise gute Region für die Fettentnahme. Der Bauch ist meiner Meinung nach die ideale Stelle.

Wie viel Volumen kann durch eine Brustvergrößerung mit Eigenfett hinzugewonnen werden?

Das kann man pauschal nicht beantworten, da es individuell unterschiedlich ist, wie viel Fett letztendlich anwächst und welche Teile des Fettes sich wieder abbauen. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich das angewachsene Fett im Bereich von 150 bis 180 Milliliter bewegt. Viel mehr ist in einer Sitzung nicht möglich. Das ist circa eine halbe bis dreiviertel Körbchengröße mehr.

Mit einer Eigenfettbehandlung hat man demnach viel weniger Möglichkeiten das Brustvolumen zu vergrößern. Wenn beispielsweise Patientinnen mit einem A-Cup einen C-Cup wollen, ist das mit einer Eigenfettbehandlung nicht machbar.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der Eigenfetttransplantation gegenüber der Vergrößerung mit Implantaten?

Das Implantat ist wesentlich beständiger und bietet eine viel bessere Vorhersehbarkeit des Ergebnisses und insbesondere des späteren Brustvolumens. Fett ist natürlich in dem Sinne weniger stabil, da es sich teilweise wieder abbaut. Außerdem kann es zu Asymmetrien durch unterschiedlich starkes Anwachsen des Fettes kommen. Das kann durch Nachbehandlungen aber in der Regel korrigiert werden.

Es ist destotrotz ein gewisser Trend zur Behandlung mit Eigenfett zu erkennen oder zumindest eine Kombination aus beiden Methoden. Eine Möglichkeit könnte etwa ein dünnes Implantat gehüllt in eine gewisse Schicht aus Fett sein. Aber zusammenfassend kann man sagen, dass ein Implantat die besser planbare Alternative ist. Und zudem handelt es sich um einen kleineren Eingriff, da keine vorherige Absaugung durchgeführt werden muss.

Ist das Ergebnis dauerhaft?

Beim Fetttransfer führe ich zuerst immer eine Überkorrektur durch, d.h. ich transferiere mehr als letztendlich gewünscht, da es schon nach kurzer Zeit zu einer gewissen Reduktion des Fettes kommt. Mit der Zeit relativiert sich die Fettmenge bis der endgültige Volumenzuwachs ersichtlich ist. Das ist dann das dauerhafte Ergebnis. Allerdings handelt es sich dabei um einen geringen Anteil der implantieren Gesamtmenge.

Brustvergrößerung - Ablauf

Eine Brustvergrößerung umfasst weit mehr Schritte, als “nur” den nötigen Eingriff durchzuführen. Bei der Auswahl des Arztes sollten die Patienten ein besonderes Augenmerk auf das Beratungsgespräch und die Nachbehandlung legen. Die Betreuung vor und nach der Operation gelten als gute Indizien für die Qualität und Professionalität der Behandlung. Ein guter Arzt informiert und berät umfassend über die Brustvergrößerung und steht auch nach dem Eingriff für alle Fragen zur Verfügung.

Herr Dr. Fitz, was passiert im Vorfeld einer Brustvergrößerung und was gilt es für Sie und die Patientin zu beachten?

Für die Patientin ist es im Vorfeld sehr wichtig, dass sie sich einen Arzt aussucht, bei dem sie sich gut beraten fühlt und zu dem sie Vertrauen hat. Bei Patientinnen über 40 oder einer entsprechenden Familiengenese ist es sinnvoll die Brust vor der Operation mittels Ultraschall oder Mammografie zu untersuchen. Vor der OP sind die auch sonst präoperativen Vorkehrungen zu beachten. Die Patientin sollte nüchtern und gesund sein.

Für das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verhältnis und ein optimales Ergebnis ist eine ausführliche Beratung unerlässlich. Ein kompetenter Arzt sollte erfragen, wie lange der Wunsch der Patientin nach einer größeren Brust schon besteht und auch die Ernsthaftigkeit hinter dem Vorhaben prüfen. Neben Fragen zu Implantaten, Zugangswegen und Lagemöglichkeiten sollte auch ein möglicher Kinderwunsch angesprochen werden.

Der wichtigste Teil der Beratung ist die körperliche Untersuchung. Eine genaue Analyse der Brust beinhaltet sowohl das Messen des Oberkörpers und der Brust als auch das Erfassen von Asymmetrien und Drüsengrößen. Es gibt viele individuelle Unterschiede, die man mit den Patientinnen ganz klar und offen besprechen muss. Eine Größenasymmetrie kann durch entsprechende Implantate einfach ausgeglichen werden, während Asymmetrien anderer Art in manchen Fällen bestehen bleiben können.

Nach der körperlichen Untersuchung muss eine Aufklärung über die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten stattfinden. Der Arzt sollte darüber informieren wie der OP-Tag abläuft und der Patientin einen Vorher-/Nachher-Bogen aushändigen, auf dem alle zu beachtenden Maßnahmen stehen, sprich alle Verhaltensregeln vor und nach der Operation. Das nimmt der Patientin meist auch schon jegliche Unsicherheit und Angst vor der Operation.

Warum sind eine solch intensive Beratung und Voruntersuchung so wichtig?

Wenn ich von Patienten, die wegen einer Nachkorrektur zu mir kommen, höre, dass die Brust beim Beratungsgespräch nicht einmal richtig angeschaut wurde, ist das schlechte Endergebnis selbsterklärend. Ich sage immer: Der Operateur kann technisch noch so gut sein, wenn er ohne richtigen Plan operiert, wird er nie das gewünschte Ergebnis erreichen. Das ist wie beim Hausbau. Wenn Sie keinen detaillierten Bauplan haben, dann werden Sie selbst mit dem besten Baumeister scheitern. Deswegen nehme ich mir viel Zeit für ein sehr akribisches Ausmessen der Brust und bei der Erfassung von Asymmetrien sowie der exakten Planung der Implantate.

Nach den nötigen Vorbereitungen, kann dann der geplante Eingriff stattfinden. Was passiert während der Brustvergrößerung? Wie sehen die einzelnen Behandlungsschritte aus?

Die Patientin wird auf den OP-Tisch gelegt, abgedeckt und abgewaschen. Das findet alles unter hochsterilen Bedingungen statt. Nachdem alle OP-Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginne ich die Operation mit einem Hautschnitt, der vorher im Patientenzimmer angezeichnet wurde. Nur eine akkurate Aufzeichnung mit genau ausgemessenen Linien ermöglicht eine perfekte Schnittführung. Dann lege ich das Lager frei. Entweder auf oder unter dem Brustmuskel. Nach der Präparation des Lagers wird das Implantat eingepasst.

Eine Blutstillung findet währenddessen und anschließend statt. Da bin ich sehr akribisch. Wir haben bei 250 Brustvergrößerungen im Jahr meist nur eine Nachblutung - das ist sehr wenig. Das Implantat wird mit der One-Touch-Technik eingelegt, d.h. nur der Operateur kommt in Berührung mit dem Implantat. Außerdem wird das Implantat immer mit frischen Handschuhen angefasst, damit alles sicher und keimfrei eingebracht werden kann. Damit minimieren wir gleichzeitig das Risiko einer Kapselfibrose.

Nach Einbringen des Implantats wird die Position noch einmal geprüft. Um den Kontakt zur Außenwelt so gering wie möglich zu halten, verschließen wir die Öffnungen nach der Kontrolle so schnell wie möglich. Um für eventuell überflüssiges Blut oder Flüssigkeit ein Ablaufen zu ermöglichen, legen wir eine Drainage. Dann wird die Patientin senkrecht im OP aufgesetzt, um noch einmal die Lage der Implantate und die Symmetrie des Ergebnisses im Sitzen zu prüfen. Erst wenn ich und mein ganzes OP-Team mit dem Endergebnis zufrieden sind, schließen wir die OP ab.

Und wie läuft eine Eigenfettbehandlung ab? Muss der gleiche Schnitt gesetzt werden?

Der Schnitt ist natürlich viel kleiner, weil das Fett mit einer Kanüle eingebracht wird. Ich unterspritze das Fett fächerförmig, je nachdem, wo mehr oder weniger gewünscht ist bzw. so dass es gleichmäßig aussieht. Die ganze Behandlung findet natürlich auch unter sterilen Umständen statt, aber der Eingriff ist im Bereich der Brust mit wesentlich weniger Aufwand verbunden. Allerdings muss das Fett vorher abgesaugt werden.

Wie lange sollten sich Patientinnen nach der Brustvergrößerung in Ihrer Klinik aufhalten und welche Nachsorge wird betrieben?

Bei uns in der Stuttgarter Klinik behalten wir die Patientinnen eine Nacht bei uns. Während der Nacht kontrolliert mein Team regelmäßig die Drainage und die Beschwerden der Patientin. Eine umfangreiche Schmerztherapie streben wir immer an. Am Tag nach der Operation wird die Drainage gezogen und der Verband frisch angebracht. Anschließend kann die Patientin abgeholt werden. Wir raten nach solch einem Eingriff immer mit einer Begleitperson die Klinik zu verlassen, alleine Autofahren sollte vermieden werden.

Nach einer Woche findet dann der erste Kontrolltermin mit Verbandswechsel statt. Anschließend kleben wir ein Duschpflaster rauf. Und nochmal eine Wochen später werden alle Pflaster entfernt. Die Fäden werden bei diesem Termin gekürzt, der Rest löst sich von selbst auf.

Die Patientin hat in den anschließenden Wochen noch gewisse Einschränkungen in der Beweglichkeit. Es ist wichtig, dass sie nicht schwer hebt und nicht über Kopf arbeitet. Etwa drei Monate später kommt die Patientin zur letzten Kontrolle. Dann sollte alles abgeheilt, abgeschwollen und das endgültige Ergebnis sichtbar sein. Die Brust wird dann meistens über das nächste halbe Jahr noch ein bisschen weicher.

Tragen die Patientinnen nach der OP einen Kompressionsverband?

Ja, sie erhalten für 3 oder 4 Tage einen Kompressionsverband. Der ist praktischer und angenehmer als ein BH. Wenn die Patientin das Implantat unterm Muskel hat, erhält sie den sogenannten “Stuttgarter Gurt”, womit ein Hochziehen nach oben verhindert wird. Und dann steigt die Patientin entweder auf einen Sport-BH um oder kauft sich ein enges Bustier. Da gibt es alle Varianten, je nachdem, wie die Patientin sich wohler fühlt. Hier gehen wir je nach Patientin demnach einen unterschiedlichen Weg - Je nachdem, was sie als angenehm empfindet und was medizinisch am vernünftigsten ist.

Auf was sollten Patientinnen achten, nachdem sie die Klinik verlassen haben und ab wann ist die Gesellschaftsfähigkeit wieder gegeben?

Die Gesellschaftsfähigkeit ist relativ schnell wieder gegeben. Ein kleiner Spaziergang ist sogar bereits am nächsten Tag möglich. Man bewegt sich natürlich ein bisschen steifer als gewöhnlich und gewisse Rückenschmerzen lassen sich kurz nach der Operation nicht gänzlich vermeiden. Aus Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass meine Patientinnen zur ersten Kontrolle nach einer Woche meist schon schmerzfrei sind.

Auf Sport oder anstrengende körperliche Aktivitäten sollte man aber 3 bis 4 Wochen verzichten. Bei Sportarten, die den Oberkörper stark beanspruchen, wie Tennisspielen oder Reiten sollte man 8 bis 10 Wochen pausieren. Wenn man all das beachtet, steht einem relativ unkomplizierten Heilungsverlauf nichts im Wege.

Was ist, wenn eine Patientin nach einigen Tagen immer noch Probleme oder starke Schmerzen hat?

In solchen Fällen können die Patientinnen jederzeit bei uns anrufen oder eine E-Mail schreiben und wir rufen zurück. Dann besprechen wir zuerst am Telefon, ob die Beschwerden im Bereich des Normalen liegen. Meistens kann man die Patientinnen schon am Telefon beruhigen und sagen, dass es sich um normale Symptome handelt. Wenn sich etwas alarmierend anhört, dann bestellen wir die Patientinnen lieber ein. Dann ist es egal, ob es Wochenende oder unter der Woche ist. Dies kommt bei uns zum Glück sehr selten vor, doch falls der Fall eintritt, sind wir optimal vorbereitet.

Wie beeinflusst eine Brustvergrößerung das Brustkrebsrisiko?

Das Thema Brustkrebs spielt für viele Frauen auch im Zusammenhang mit einer Brustvergrößerung eine große Rolle. Es gibt einige bereits wissenschaftliche nachweisbare Faktoren für ein erhöhtes Krebsrisiko wie z.B. das steigende Alter oder genetische Dispositionen. Aber wie beeinflusst eine Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten das Brustkrebsrisiko oder die Vorsorgeuntersuchung?

In der Klinik auf der Karlshöhe in Stuttgart steht die Gesundheit und Sicherheit bei jeder plastisch-ästhetischen Behandlung an erster Stelle. Darum kümmert sich Dr. Fitz bei jedem Patienten persönlich.

Herr Dr. Fitz, kann eine Brustvergrößerung das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen?

Es gibt bislang keine medizinischen Belege dafür, dass Frauen mit Brustimplantaten einem erhöhten Brustkrebsrisiko unterliegen als Frauen ohne Implantate. Mehrere große Studien haben gezeigt, dass die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei beiden Gruppen identisch ist. Es gibt also keine erhöhte Brustkrebsneigung durch Implantate, sonst dürften man sie heute auch nicht mehr verwenden. Im Gegenteil hat sich sogar gezeigt, dass Patientinnen mit Implantaten weniger häufig an Brustkrebs verstorben sind, da Kontrollen häufiger durchgeführt werden. Das heißt nicht, dass Implantate vor Brustkrebs schützen, aber bei Patientinnen mit Implantaten wird der Krebs früher erkannt. Das erhöht die Überlebenschancen zusätzlich.

Ein ganz selten auftretendes Phänomen ist das Lymphom, eine lymphatisch bösartige Erkrankung, die bei Brustimplantat-Trägerinnen entdeckt wurde. Hier gibt es aber auch keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse, dass dieses durch Implantate verursacht wird. Weltweit trat diese Krankheit bei etwa 50 oder 60 von mehreren Millionen Trägerinnen auf. Eine sehr geringe Zahl, aber natürlich dennoch ein Risiko, dass für die vollständige Aufklärung erwähnt werden muss.

Ist die Krebsvorsorge Teil der allgemeinen Vorbereitung auf eine Brustvergrößerung?

Ich mache dies altersabhängig. Wenn eine junge Frau zu mir kommt, die keinerlei Familienanamnese hat, ist es nicht nötig. Dann taste ich die Brüste lediglich nach Knoten ab. Ab 40 lege ich die Vorsorge meinen Patientinnen dringend ans Herz. Wir entfernen bei der Brustvergrößerung auch sogenannte kleine Fibrome (eine gutartige Wucherung). Das kann ohne Probleme während der Brustvergrößerung durchgeführt werden.

Und wenn es Brustkrebsfälle in der Familie gibt?

Wenn es genetisch ein erhöhtes Risiko in der Familie gibt, rate ich auch in jüngeren Jahren zu einer Voruntersuchung. Damit meine ich aber nicht, wenn die Großmutter mit 80 Brustkrebs bekommen hat, sondern wenn etwa die Mutter mit 40 Brustkrebs hatte. Dann haben die meisten Frauen aber bereits einen Gentests machen lassen.

Kann eine Brustvergrößerung spätere Krebsvorsorge-Untersuchungen behindern oder erschweren?

Heutzutage untersucht man die Brust mit Ultraschall, mittels Mammografie oder durch Kernspintomografie. Ultraschall und Kernspintomografie sind hervorragend geeignet, um eine brustvergrößerte Patientin zu untersuchen. Sowohl die Drüse als auch das Implantat können untersucht werden. Die Mammografie geht mit Implantaten allerdings nicht in üblicher Weise. Davon rate ich ab, da das Risiko einer Quetschung oder sogar Kapselfibrose besteht. Ultraschall hat mittlerweile eine wesentlich bessere Trefferquote als eine Mammografie, weil die Verfahren sicherer und die Geräte besser geworden sind. Aus diesem Grund würde ich jeder Frau empfehlen, zuerst einen Ultraschall machen zu lassen und eine spezielle Mammografie erst, wenn etwas Auffälliges gefunden wurde.

Einige Frauen möchten das Risiko einer späteren Brustkrebserkrankung gar nicht erst eingehen und lassen sich die Brüste vorsorglich abnehmen und eine Rekonstruktion vornehmen - jüngstes Beispiel lieferte die Schauspielerin Angelina Jolie und erzeugte so große mediale Aufmerksamkeit. Ist dies denn in allen Fällen wirksam, Herr Dr. Fitz?

Wenn das Drüsengewebe entfernt wird, ist das Brustkrebsrisiko im Prinzip nahezu eliminiert. Das kann bei Frauen mit steigendem Alter sinnvoll sein. Ich hatte allerdings schon Frauen in meiner Sprechstunde, die ohne jegliche familiäre Vorgeschichte Angst vor Brustkrebs hatten und sich diese Maßnahme gewünscht haben. Ich habe es in diesen Fällen immer abgelehnt, da auch Nachteile entstehen, wenn das gesunde Drüsengewebe entfernt wird. In den Hautpartien der Brust kann es zu Durchblutungsproblemen kommen. Außerdem ist die Implantat-Tastbarkeit erhöht, wenn kein Gewebe mehr vorhanden ist. Bei einer gesunden Frau würde ich es daher nicht durchführen.

Bei genetisch betroffenen Frauen, wie es anscheinend bei Angelina Jolie der Fall war, kann ich die Intention eher verstehen. Allerdings heißt ein bspw. 80 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko nicht, dass die betroffene Frau pro Jahr zu 80 Prozent häufiger erkranken könnte als eine gesunde Patientin. Diese Erkrankungswahrscheinlichkeit ist auf das gesamte Lebensalter verteilt. Und dann reduziert sich das Risiko auf ein bis zwei Prozent pro Jahr. Das relativiert diese anfangs erschreckend klingende Zahl. Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist in solchen Fällen wesentlich entscheidender. Denn wenn Brustkrebs früh erkannt wird, ist er heutzutage sehr gut behandelbar.

Kommen auch Patientinnen zur Rekonstruktion nach einer Brustkrebserkrankung zu Ihnen in die Klinik?

Selten, Brustkrebs-Patientinnen gehen dafür meistens in spezielle Brustzentren, die Brustkrebs behandeln. Wir können in unserer Klinik Rekonstruktionen durchführen, allerdings gehört bei Brustkrebspatientinnen zu solch einer Behandlung viel mehr dazu, wie etwa eine Bestrahlung oder Chemotherapie. Es ist also am sinnvollsten die Rekonstruktion zusammen mit allen anderen Behandlungen in einer Klinik durchzuführen.

Zu uns kommen daher nur Patientinnen, die Korrekturen wünschen, etwa wenn das Ergebnis der Rekonstruktion nicht optimal ist, es Probleme mit den Narben gibt oder das Implantat getauscht werden muss.

Ihr Experte

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Dr. Fitz - Plastischer Chirurg in Stuttgart


Dr. med. Christian Fitz

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