Augenlidstraffung, Augenlidkorrektur

Lidstraffung (Lidkorrektur) in Leipzig

von Dr. med. James Völpel

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Die Lidstraffung (Blepharoplastik)

Verliert unsere Gesichtshaut im Laufe des Lebens zunehmend an Spannkraft, zeigt sich dies besonders schnell an der Augenpartie. An Ober- und/oder Unterlidern bildet sich Hautüberschuss und es kommt zu Schlupflidern bzw. Tränensäcken.

Schlupflider und Tränensäcke führen bei vielen Betroffenen zu einem müden und erschöpften Gesichtsausdruck. Außerdem lässt uns der Hautüberschuss nicht selten optisch um einige Jahre altern. Gehen die Zeichen der Hautreifung bei Patienten mit emotionalem Leidensdruck einher, bietet Dr. med. James Völpel in der Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Leipzig, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. med. Christopher Wachsmuth leitet, mit einer effektiven Lidstraffung (Blepharoplastik) eine nachhaltige Behandlungsoption an.


Im Folgenden erhalten Sie zunächst die wichtigsten Informationen zur Augenlidstraffung zusammengefasst. Ausführliche Informationen erfahren Sie weiter unten im exklusiven Experteninterview mit Dr. Völpel.


Eine Lidstraffung durch Dr. Völpel erfolgt unter Durchführung eines ästhetisch-chirurgischen Eingriffs in den modernen Räumlichkeiten seiner Leipziger Praxisklinik. Mithilfe einer minimalen und möglichst unauffälligen Schnittführung ermöglicht die Lidstraffung eine lokale Reduktion des Hautüberschusses. Die während der Operation eingesetzten Instrumente entsprechen den aktuellsten technischen Standards. In ihrem Ergebnis verleiht die Straffung von Ober- und/oder Unterlid Patienten ein frischeres, wacheres und jugendlicheres Aussehen.

Behandlungablauf von Ober- und Unterlidstraffung

Sowohl Ober- als auch Unterlidkorrektur führt Dr. Völpel im Regelfall ambulant und unter örtlicher Betäubung durch. Auf Wunsch kann die Operation auch unter Narkose erfolgen.  Der gesamte chirurgische Eingriff erstreckt sich je nach individuellem Behandlungsumfang über ca. 1 - 2 Stunden.

Pro zu straffendem Augenlid wird ein Hautschnitt gesetzt, der nach Wundheilung kaum noch erkennbar ist. Am Oberlid verläuft dieser Operationsschnitt entlang der Oberlidfalte, der Unterlidschnitt erstreckt sich unterhalb des Wimpernkranzes. Nun ist es möglich, Hautüberschuss und etwaiges Fettgewebe zu entfernen. Abschließend vernäht Dr. Völpel verbliebenes Hautgewebe mit feinem Fadenmaterial. Die Fäden können dann nach ca. 5 - 7 Tagen gezogen werden. Die Gesellschaftsfähigkeit des Patienten ist etwa 8 -10 Tage nach erfolgtem Eingriff meist vollständig wieder hergestellt.

Die Oberlidstraffung

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Die Unterlidstraffung

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Risiken einer Lidstraffung

In der Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Leipzig wird die Lidstraffung i.d.R. nicht unter Vollnarkose durchgeführt. So ist die Lidstraffung ein vergleichsweise risikoarmer Eingriff. Allerdings ist es möglich, dass in den ersten Tagen nach der Operation schwache lokale Schwellungen oder Blutergüsse auftreten. Diesem Risiko kann durch regelmäßiges Kühlen der Augenpartie meist gut entgegengewirkt werden. Hohe Behandlungskompetenz durch die Facharztausbildung des Operateurs und moderne Praxisausstattung tragen weiterhin zu einer Risikoreduzierung bei.

Über Dr. Christopher Völpel

Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie weist Dr. Völpel langjährige Praxiserfahrung auf. Wird der Leipziger Dr. Völpel auf seine Werte bei der Patientenbehandlung angesprochen, betont er eine verantwortungsvolle, individuelle und respektvolle Patientenbetreuung auf Grundlage moderner Therapieprinzipien. Dabei befolgt er stets das Credo, jedem Patienten auf gleiche Weise beratend zur Seite zu stehen wie einem nahen Vertrauten. Im persönlichen Gespräch kommt man nicht umhin die Freude zu bemerken mit welcher Dr. Völpel seinen Beruf ausübt, kein Wunder, dass Patienten sich bei ihm bestens aufgehoben fühlen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf Dr. Völpels Informationsseite zur Lidstraffung.

Experten-Interview zum Thema Lidstraffung mit Dr. James Völpel

Herr Dr. Völpel, aus welchen Gründen wünschen sich denn viele Menschen eine Lidstraffung?

Die meisten Menschen, die mit der Problematik oder mit dem Wunsch einer Lidstraffung zu uns kommen, empfinden es als störend, durch die hängenden Augenlider einen müden Gesichtsausdruck zu haben. Sie wirken immer ein wenig traurig, was nicht zum Innenleben dieser Personen passt. Deshalb möchten sie häufig das äußere Bild dem inneren angleichen.

Es gibt aber auch Patienten, die sich wirklich beeinträchtigt fühlen. Eine Beeinträchtigung des Sichtfeldes ist ein medizinischer Indikator für eine mögliche Lidstraffung. Oft liegen Schatten im seitlichen Blickfeld. Auch kann es schwer fallen, die Augen weit zu öffnen, weil der Hautüberschuss schon auf den Wimpern liegt. Es ist also nicht nur der mentale Druck der Menschen dazu veranlasst, sich einer Lidstraffung zu unterziehen. 

Worauf sollte man bei der Wahl des Arztes besonders achten, wenn man sich für eine Lidstraffung entscheidet?

Es sollte natürlich ein Kollege sein, der Erfahrung mit der Durchführung dieser Operation hat. Das ist zwar für den Patienten nicht einfach zu überprüfen, aber man sollte sich nicht scheuen zu fragen, wie viele solcher Operationen der entsprechende Arzt schon durchgeführt hat. Egal ob es sich um einen operativ versierten Augenarzt, einen plastischen Chirurgen, oder auch einen Dermatologen handelt, entscheidend ist die Erfahrung, die der Arzt auf dem Gebiet der Lidchirurgie mitbringt.

Das heißt es braucht keine bestimmte Qualifikation um eine Lidstraffung vorzunehmen? - Oder sollte doch eine bestimmte Ausbildung absolviert worden sein? 

Eine vorgeschriebene bzw. nachzuweisende Qualifikation zur Durchführung der Lidchirurgie gibt es nicht. Chirurgische Erfahrung sollte die Minimalvoraussetzung sein. Ich meine damit eine operative Ausbildung, die das Lid einschließt bzw. eingeschlossen hat. Neben dem Beherrschen der gängigen OP-Verfahren, ist natürlich auch der sichere Umgang mit möglichen Komplikationen entscheidend. Die Kollegen der Plastischen Chirurgie, der operativen Dermatologie und der Augenheilkunde dürften in dieser Hinsicht prädestiniert sein, da deren Facharztausbildung die Gesichtschirurgie einschließt. Dies heißt natürlich nicht, dass auch Kollegen anderer Fachrichtungen eine entsprechende Expertise aufweisen können. 

Sollte der Arzt eine bestimmte Anzahl von Eingriffen durchgeführt haben? Ist eine bestimmte Kennzahl sinnvoll? 

Bei z.B. Gelenk ersetzenden Operationen gibt es mittlerweile im Rahmen der Anforderungen bei Zentrumbildungen eine jährliche Mindestanzahl an geforderten Operationen. Doch für das Gebiet der Lidplastik gibt es solche Richtwerte nicht. Meiner Meinung nach gibt es auch keine Anzahl, die einen guten Chirurgen ausmacht. Ist man erst nach 50 Operationen ein guter Lidchirurg? Dann möchte man nicht zu den ersten 49 Patienten gehört haben! Entscheidend ist eine solide Ausbildung, inklusive abgeleisteter Assistenzen und geführter Operationen, um später gute Ergebnisse zu erreichen. 

Welche Punkte sollte der Arzt vor der Lidstraffung unbedingt ansprechen?

Man sollte den Patienten definitiv darauf hinweisen, dass es sich hier um eine „richtige“ Operation handelt, denn nicht selten wird der Eingriff durch die Patienten bagatellisiert. Es ist wichtig dem Patienten zu vermitteln, dass es auch gewisse Einschränkungen nach der Operation geben wird, was Aussehen und Gesellschaftsfähigkeit angeht. Man muss damit rechnen, für mindestens eine Woche mit Pflasterverband und Hämatomen, Bindehautentzündungen und Schwellungen vorlieb nehmen zu müssen. Dies sind normale Begleiterscheinungen einer solchen Operation und das muss der Patient natürlich vor der Operation wissen, damit er sich rechtzeitig darauf einstellen kann. Auch mögliche Komplikationen müssen mit dem Patienten besprochen werden. Es gibt keine OP, die kein Risiko mit sich bringt. Auch eine Lidstraffung ist da keine Ausnahme. Der Patient muss Kenntnis aller Risiken haben, die theoretisch auftreten können. Nur dann kann er sich wirklich frei entschieden, ob er diesen Eingriff durchführen lassen möchte, oder nicht.

Nicht zuletzt gilt es mit dem Patienten darüber zu sprechen, ob gewisse Einschränkungen oder Erkrankungen existieren, die einer Lidstraffung im Weg stehen.

Wie lange sollte ein solches Beratungsgespräch minimal dauern?

Wenn der Arzt dem Patienten alle Facetten der Operation, mit Risiken und möglichen Komplikationen erläutert und eine Untersuchung durchführt, sollten 20 - 30 Minuten sicherlich nicht unterschritten werden. 

Wann empfehlen Sie einem Patienten ein Oberlid- und wann eine Unterlidstraffung?

Im Regelfall empfehle ich von mir aus keine der Operationen. Dies halte ich auch bei anderen Regionen so. Denn schnell lenkt man so Patienten auf vermeintliche Defizite, die diese bisher selbst nicht als unvorteilhaft gesehen haben.

Die Betroffenen kommen im Normalfall mit einem störenden Befund, entweder an Oberlid oder Unterlid, zu mir und fragen, ob eine Veränderung möglich ist. Dies wird im Beratungsgespräch dann gemeinsam erörtert. Ich habe aber darüber zu entscheiden, ob Kontraindikatoren vorliegen, die es mir verbieten, diesen Patienten einer solchen Operation zu unterziehen. 

Was muss der Patient vor der Lidstraffung wissen? Und wie läuft ein Beratungsgespräch ab? 

Das Beratungsgespräch ermöglicht dem Patienten primär, dem Arzt sein Problem zu schildern. Danach findet eine körperliche Untersuchung statt, von geschlossenem und offenem Auge. Es wird analysiert, wie groß der Hautüberschuss ist und ob irgendwelche Begleiterkrankungen der Haut gegeben sind.

Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, wird im Wesentlichen der Ablauf des Eingriffs erläutert. Es wird geklärt, welche Techniken zum Einsatz kommen, ob in lokaler oder in allgemeiner Narkose gearbeitet wird, und welche Risiken damit verbunden sind. Auch die Nachbehandlung wird ausführlich besprochen. Dafür benötigt man im Regelfall eine halbe Stunde.

Es gibt, wie bei jeder OP, Risiken bei der Lidstraffung. Doch gibt es spezielle Risiken bei einer Lidstraffung? Kann beispielsweise das Auge verletzt werden?

Eine Augenverletzung ist sehr unwahrscheinlich. Ein spezielles Risiko einer Augenoperation stellt aber eher das Ektropium dar. Das heißt, wenn zu viel Haut entfernt wurde und ein unnatürlich starker Zug auf den Lidern besteht, was den Lidschluss nicht mehr zulässt. Der Patient ist dann nicht mehr in der Lage, seine Augen vollständig zu schließen. Dadurch wird die Hornhaut nicht mehr richtig benetzt, was zur Austrocknung des Auges führen kann. Das beeinträchtigt das Sehen, und im schlimmsten Fall verliert der Betroffene sein Augenlicht.

Gibt es Fälle in denen bestimmte Patienten nicht für diese Operation geeignet waren?

Ja. Es gibt durchaus Patienten, die ich nicht operiert habe. So ist es beispielsweise bei starken Rauchern, die trotz meiner Empfehlung, das Rauchen nicht unterbrochen haben. Wegen dem erhöhten Risiko rate ich diesen Patienten von der Operation ab und führe keine Operation durch. Aber es gibt auch andere Ausschlusskriterien, wie beispielsweise ein erhöhter Augeninnendruck, oder Glaukom-Patienten. Aber das sind nicht zwingend Kontraindikatoren um eine Operation durchzuführen, das muss davor schlichtweg analysiert werden.

Sie hatten das Rauchen schon angesprochen. Sollte der Patient auf bestimmte Dinge vor der Operation besonders achten? 

Natürlich. Der Patient sollte das Rauchen auf ein Mindestmaß, oder im besten Fall auf null reduzieren. Auch das Absetzen gerinnungshemmender Medikamente vor der Operation ist zu empfehlen. Manchmal kann das Medikament umgestellt werden, oder für einen kurzen Zeitraum ganz weggelassen werden. Das hängt immer vom individuellen Fall ab. Doch auch unter dem Einfluss gerinnungshemmender Medikamente kann operiert werden. Man hat in diesen Fällen nur ein erhöhtes Risiko ein postoperatives Hämatom oder Nachblutungen zu bekommen.

Können eine Oberlid- und eine Unterlidstraffung auch zusammen in einer Operation durchgeführt werden?

Das ist generell möglich. Bei manchen Patienten ist es durchaus zu empfehlen. Wenn es schon im Vorfeld absehbar ist, dass der Patient nur durch eine Oberlid-OP nicht zufrieden sein wird, empfehlen wir oft auch die Kombination von Ober- und Unterlidplastiken in einem Schritt.

Kann die Lidstraffung auch gleichzeitig mit einer größeren Behandlung, wie beispielsweise einem Facelift kombiniert werden? Oder einer Faltenbehandlung? 

Auch das ist nicht untypisch. Zur Vervollständigung des Ergebnisses, gerade bei einem Facelift, kann ein Mitstraffen der Lider das Gesamtbild positiv beeinflussen.

In welchem Kostenspektrum befindet sich eine Lidstraffung?

Eine Lidstraffung bewegt sich ungefähr zwischen 1.600 und 2.220 Euro. Das kommt ganz darauf an, ob man sich im Oberlid-, oder im Unterlidbereich operieren lässt und ob während der OP nicht nur die klassische Hautresektion und Fettgewebsresektion erfolgt, sondern auch die Lidwinkel neu gebildet werden müssen (Kanthoplastik / Kanthopexie). Das verlängert den Eingriff natürlich. 

Gibt es denn Fälle, in denen die Kosten auch von der Krankenkasse übernommen werden? 

Ja. Die gibt es durchaus. Wenn die Schlupflidsymptomatik so stark ausgeprägt ist, dass die Patienten ein eingeschränktes Gesichtsfeld haben, ist das ein medizinischer Indikator für eine Augenlidstraffung. Das muss allerdings in der Regel durch einen Augenarzt entsprechend begutachtet werden. Wenn die Einschränkung des Gesichtsfelds das Normalmaß überschreitet, gibt es durchaus eine medizinische Indikation und man kann den Antrag an die Kasse stellen. In den meisten Fällen stimmt die Krankenkasse dann auch der Operation zu.

Wann ist eine Oberlidstraffung für mich die beste Option?

Das ist sehr subjektiv. Wann ist es die beste Option? Wenn das Lid von der Haut, die das Schlupflid bildet, bedeckt ist, spricht das für eine Oberlidstraffung. Man muss dazu aber anmerken, dass bei einer Oberlidstraffung nicht nur überschüssige Haut, sondern  auch Muskel- und hervorgetretenes Fettgewebe aus der Augenhöhle entfernt wird. Nur auf diesem Weg kann eine Oberlidstraffung mit langanhaltenden Erfolg durchgeführt werden.

Wie entstehen Schlupflider überhaupt?

Im Wesentlichen beobachtet man zwei Komponenten. Zum einen ist jeder der Schwerkraft unterworfen. Die Stirn sinkt nach und nach und schiebt auch die Augenbrauen nach unten. Dadurch wird die Haut zwischen Augenbraue und Lidkante gestaucht. Deshalb kann auch das Anheben der Augenbrauen helfen, einen wacheren Blick zu erlangen.

Eine zweite Komponente ist das Vorwölben des intraorbitalen Fettes. Um den Augapfel herum, in der Augenhöhle  findet sich eine Auskleidung mit Fettgewebe. Das drückt immer weiter nach vorne und dehnt über die Jahre den Muskel und die Haut aus. Dies führt zu überschüssigem Gewebe am Oberlid, und somit zu Schlupflidern.

Hat man nach einer Oberlidstraffung dann garantiert wieder ein uneingeschränktes Blickfeld, oder kann sich das auch danach noch einmal verändern?

Ja, die OP meißelt natürlich nichts in Stein. Durch diese Operation wird der Prozess, der vorher über Jahre stattgefunden hat, um einige Jahre zurückbewegt. Doch das Gewebe ist auch nach der OP der zeitlichen Veränderung unterworfen. Deshalb kommt es durchaus vor, dass ein operiertes Lid nach einigen Jahren wieder überschüssige Haut produziert. Normalerweise wird der Ausgangszustand vor der Operation aber nicht mehr erreicht.

Gibt es denn bei einer Oberlidstraffung auch spezielle Punkte, bei denen Sie Patienten von einem Eingriff abraten würden? 

Ja. Das passt im Wesentlichen zu dem, was wir schon in Sachen Rauchen besprochen haben. Es gibt durchaus Patienten die aus verschiedenen Gründen für einen solchen Eingriff nicht in Frage kommen. Starke Raucher sind deshalb gefährdet, weil ein erhöhtes Risiko für Wundinfektion entsteht. Falls ein Patient an einer entzündlichen Krankheit im Bereich des Oberlides o. ä. leidet, sollte nicht operiert werden, da man die Infektion oder die Entzündung verschleppen könnte. Ansonsten ist die Anzahl der Patienten, die man nicht operieren kann, ausgesprochen gering. 

Wie lange dauert eine Oberlidstraffung im Normalfall?

Die “normale” Oberlidstraffung dauert in der Regel vom Schnitt bis zur Naht etwa eine Stunde.

In welchen Schritten läuft so eine Oberlidstraffung in Ihrer Praxisklinik ab? 

Zuerst wird der Patient vor der Operation fotografiert, damit man einen eindeutigen Ausgangsbefund hat. Danach wird der Patient im OP entsprechend vorbereitet. Das zu operierende Areal wird angezeichnet, der Hautüberschuss wird bestimmt und markiert. Dann wird der Patient mit einem intravenösem Zugang versorgt und erhält eine Infusion. Nun wird das entsprechende Areal desinfiziert und abgedeckt. Nach diesem Vorgang folgt schon die örtliche Betäubung. Ein lokales Anästhetikum ist im Regelfall vollkommen ausreichend. Falls es sich aber um einen Angstpatienten handelt oder eine ausgesprochen große Operation (Ober- und Unterlid in einer Sitzung) kann auch eine Narkose eingeleitet werden.

Dann ist es an der Zeit die Schnitte zu setzen. Das überschüssige Haut, Muskel- und Fettgewebe wird entfernt.  Danach werden die unauffälligen Schnitte fein säuberlich vernäht und mit Pflastern abgeklebt.

Das dauert, wie schon erwähnt, von Schnitt bis zur Naht etwa 60 Minuten.

Müssen die Augenbrauen nach einer Oberlidstraffung zwingend angehoben werden? 

Nein, nicht unbedingt. Natürlich ist es durchaus eine Komponente, die zur Schlupflidbildung mit beitragen kann. Es wird dem Patienten natürlich optional vorgeschlagen, doch bei den meisten Patienten ist es nicht unbedingt erforderlich. Und bei noch viel weniger Patienten sind nur die Augenbrauen schuld an den ausgeprägten Schlupflidern.

Wann wäre im Gegensatz dazu eine Unterlidstraffung angezeigt?

Auch das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Vor allem aber hängt es vom individuellen Leidensdruck des Patienten ab. Im Normalfall sind es die ausgeprägten Tränensäcke, die die Patienten stören. Aus diesem Grund suchen sie unsere Praxis für eine Unterlidstraffung auf. Auch eine verstärkte Hautfältelung im Bereich der Unterlieder kann eine Straffungsoperation nötig machen. 

Wie bilden sich Tränensäcke bzw. gibt es Umweltfaktoren, die sie begünstigen? 

Die Tränensäcke entstehen so wie die Oberlidschlupflider. Fettgewebssepten dehnen sich und suchen den leichtesten Weg aus der Augenhöhle heraus. Nach außen hin ist, anatomisch bedingt, der geringste Widerstand, weil die Rück- und Seitenwände aus Knochen bestehen. Deshalb wölben sich die Fettpolster irgendwann unter der Haut nach vorne, als Tränensäcke. Man spricht dann von einem sogenannten Prolaps oder einer Herniation des Fettgewebes.

Gleicht der Ablauf einer Unterlidstraffung der einer Oberlidstraffung? 

Richtig. Da gibt es nur wenig Unterschiede, es sei denn, man entscheidet sich über einen Zugang durch das Innere des Unterlides. Man schneidet in diesem Fall also nicht von außen, sondern von der Innenseite des Unterlides. Dieser Eingriff wird bei uns aber grundsätzlich nur in Narkose, nicht in örtlicher Betäubung vorgenommen.

Gerade bei jüngeren Patienten ist das eine hervorragende Methode, da die Haut noch straff und elastisch ist, mit wenig Hautüberschuss. Die Narbe am äußeren Auge wird hierdurch natürlich gespart.

Die „klassische“ Operation dauert ungefähr 60 bis 90 Minuten. Natürlich je nach individuellem Aufwand. Wenn beispielsweise zusätzlich eine Aufhängung der Lidkante erfolgen muss, kann es etwas länger dauern.

Gibt es denn eine Möglichkeit der Narbenbildung vorzubeugen, bzw. eine bestimmte Schnitttechnik, die besonders unauffällig ist? 

Die Haut in der Augenregion verzeiht die Hautschnitte in den meisten Fällen. Die Haut verhält sich anders als wir es von anderen Körperregionen gewohnt sind. Normalerweise wird eine gut gelegte Narbe in der Regel schon nach zwei bis drei Wochen sehr unauffällig sein. Entscheidend für einen solchen Erfolg ist natürlich, dass die Narbe an den entsprechenden Stellen gelegt wird. Am Oberlid, der Lidumschlagsfalte entsprechend, am Unterlid unterhalb der Wimpernkante. So schafft man sich eine optimale Voraussetzung für eine unauffällige Narbe. Leider kann man sie aber auch hier nie unsichtbar bekommen.

Kommen wir zur Zeit nach der Lidstraffung. Ist ein Klinikaufenthalt notwendig, oder könnte der Patient direkt nach dem Eingriff nach Hause gehen?

Dieser Eingriff wird auf jeden Fall ambulant durchgeführt. Die Patienten müssen nicht lange postoperativ hier verweilen. Aus Kontrollgründen haben wir die Patienten gerne noch ein bis anderthalb Stunden nach der Operation bei uns in der Klinik. So können wir überprüfen, ob es zu Nachblutungen oder Hämatomen kommt. Die Patienten werden in dieser postoperativen Phase auch mit lokaler Kühlung und Schmerzmitteln versorgt. Wenn alles planmäßig verläuft, kann der Patient nach ein bis zwei Stunden wieder nach Hause gehen.

Da das Sichtfeld durch die Pflaster sehr eingeschränkt ist, empfiehlt es sich, eine Begleitperson dabei zu haben. Die Verkehrstüchtigkeit ist nicht gegeben. 

Hat der Patient nach einer Lidstraffung erhebliche Schmerzen?

Der Patient hat normalerweise erstaunlich wenig Schmerzen. Natürlich bekommen meine Patienten eine entsprechende Schmerzmedikation rezeptiert. Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wenn ich höre, dass diese Medikamente aber kaum benutzt werden müssen. Gerade bei den Oberlidern treten so gut wie keine postoperativen Schmerzen auf.

Kann der Patient mit entsprechender Nachsorge den Heilungsprozess unterstützen? 

Ja. Für ein paar Tage sollten entzündungshemmende Medikamente verwendet werden, um das Abschwellen des operierten Gewebes zu beschleunigen. Dann hilft natürlich immer auch regelmäßiges Kühlen. Trotzdem sollte das auch nicht übertrieben werden. Bei übermäßiger Kühlung könnten sich die Lymphgefäße zu stark zusammenziehen, was den Abfluss stören würde.

Es empfiehlt sich außerdem, eine Aufrechtlagerung im Bett einzuhalten. Der Oberkörper sollte 30° angehoben sein. Generell sollte sich der Patient in dieser Zeit schonen. Besondere Vorsicht ist bei körperlicher Arbeit geboten, da zu viel Anstrengung den Druck im Gesicht erhöhen kann. Werden all diese Empfehlungen eingehalten, unterstützt und beschleunigt das die Heilung des operierten Gewebes.

Gibt es nach dieser Zeit zusätzlich Nachsorgetermine in der Praxisklinik um das Ergebnis zu kontrollieren? 

Ja. Wir sind für unsere frisch operierten Patienten 24 Stunden erreichbar. Die Patienten werden mit einer Notfallnummer ausgestattet, über die sie uns direkt zu jeder Zeit erreichen können. Die erste planmäßige Wiedervorstellung in unserer Praxis erfolgt nach einer Woche. Dann werden die Verbände, Pflaster und Fäden entfernt. Danach erfolgt drei Wochen später und eventuell nach einem viertel Jahr ein Nachsorgetermin.

Wann ist das Ergebnis der Operation sichtbar? 

Nach einer Woche, wenn die Fäden und die Pflaster entfernt worden sind, kann der Patient schon eine Veränderung sehen. Allerdings ist das Ergebnis noch durch Schwellungen, und Resthämatome verfälscht. Das eindeutige OP-Ergebnis kann noch nicht begutachtet werden. Nach drei Wochen kann man aber schon einschätzen, wie das Ergebnis schlussendlich ausfallen wird. Frühestens nach einem Viertel bis halben Jahr ist das vollständige Ergebnis sichtbar. Wobei zum Ende hin die Unterschiede nicht mehr groß sind.

Wann kann man nach der OP mit voller Gesellschaftsfähigkeit rechnen? 

Das ist eine individuelle Komponente. Bei Patienten mit wenig Hämatomen und nur leichter Schwellung, wie es bei den meisten Patienten der Fall ist, kann nach 7 bis 10 Tagen (Oberlidplastik) problemlos wieder gearbeitet werden. Bei einer Unterlidplastik würde ich einen Sicherheitspuffer von zwei Wochen einräumen, gerade wenn man beruflich viel mit Personen in Kontakt treten muss. 

Kann manchmal eine weitere Operation notwendig sein, oder ist das Ergebnis langanhaltend?

Das Ergebnis ist an und für sich nachhaltig, aber nicht dauerhaft. Es kann natürlich sein, dass sich bei manchen Patienten nach 10 bis 15 Jahren wieder das Alter bemerkbar macht und der Patient nicht mehr zufrieden ist. Eine Folgeoperation ist nicht zwingend notwendig, aber die Möglichkeit ist generell gegeben.

Ihr Experte

für diese Behandlung

+49 341 860 996 87

Leiter der Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Leipzig

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