Sportkardiologie

Sportkardiologie

Sport ist als wirksame prophylaktische Maßnahme gegen verschiedene Krankheiten von zahlreichen Studien nachgewiesen worden. Ein regelmäßiges Training mit mittlerer Intensität kann verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Informationen über Sportkardiologie

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit dem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Dr. Markus Matula erstellt.

Vor dem Beginn eines regelmäßigen Sporttrainings sollte man sich von seinem Hausarzt oder Internisten untersuchen lassen, um mögliche unerkannte oder unterschätzte Erkrankungen diagnostizieren zu können. Auf diese Weise lassen sich mögliche Komplikationen ausschließen und das Sporttreiben kann ohne Risiken zu einem gesteigerten Wohlbefinden und zur Verbesserung des Gesundheitszustands beitragen.

Die sportärztliche Untersuchung

Nach einer längeren sportlichen Pause oder bei einem Neueinstieg empfiehlt sich eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung. Das Abhören von Herz und Lunge, das Messen des Blutdrucks und ein ausführliches Ruhe-EKG können mögliche Risiken beim Sporttreiben minimieren. In Italien ist eine solche Untersuchung auch beim Eintritt in einen Sportverein obligatorisch. Die Sterberate durch plötzlichen Herztod konnte dort um rund 80% gesenkt werden. In Deutschland existiert so eine Regel nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Krankenkassen eine solche Untersuchung nicht übernehmen, was zur Folge hat, dass sich viele Sporttreibenden nie auf ihre Tauglichkeit untersuchen lassen.

Die sportkardiologische Untersuchung

Die sportkardiologische Untersuchung wird besonders bei Risikopatienten mit erhöhtem Blutdruck, einem hohen Cholesterinwert oder Diabetes angeraten. Sollten im familiären Umfeld kardiovaskuläre Erkrankungen bekannt sein, wird angeraten, sich ebenfalls untersuchen zu lassen.

Liegen bereits Befunde über eine Erkrankung vor, sind regelmäßige Untersuchungen obligatorisch, um mögliche Folgen für den Sportler ausschließen zu können. Der Kardiologe kann in einem solchen Fall individuelle Tipps und Anweisungen geben, welche dem Betroffenen helfen, Belastungsintensität und Sportart individuell auszuwählen. Ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, wird diese regelmäßig vom behandelnden Kardiologen überprüft und bei Bedarf neu eingestellt.

Die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist wichtig, da irreparable Schäden und schwerwiegende Konsequenzen vermieden werden können. Koronaren Herzerkrankungen können medikamentös oder durch gezielte Eingriffe entgegen getreten werden. Liegen Gefäßrisikofaktoren vor, kann eine PTCA mit Stent-Implantation oder eine Bypass-Operation notwendig sein, um einen Herzinfarkt zu vermeiden. Patienten, die ein plötzliches Herztod-Risiko haben, können prophylaktisch mit einem automatischen Defibrillator behandelt werden. Elektroden überwachen den Herzrhythmus und aktivieren den ICD. Dieser kann durch eine elektrische Stimulation im Falle einer schwerwiegenden Arrhythmie eingreifen. Ein Herzschrittmacher ist in jeden ICD integriert und verhindert außerdem einen zu langsamen Puls oder Pausen im Herzschlag.

Reanimation durch Laien

Ein Elektroschock mit einem Defibrillator kann im Ernstfall Leben retten. Der genaue Ablauf  sollte in Notsituationen immer eingehalten werden, da er die Überlebenschance des Betroffenen erheblich erhöht. Sollte eine bewusstlose Person gefunden werden, muss in jedem Fall ein Notruf (112) erfolgen. Teilen sie dem Notdienst ihren Standort mit und beschreiben sie die Situation. Sollte der Betroffene nicht auf Ansprechen oder Berührungen reagieren, beginnen sie umgehend mit einer Herzmassage. Verzichten sie zunächst auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung. Wenn ein Defibrillator vorhanden ist, kann dieser auch von einem Laien eingesetzt werden. Bringen sie die Klebeelektrode auf der Brust des Betroffenen an. Automatische Sprachanweisungen helfen Ihnen bei der richtigen Handhabung. Eine erste Diagnose kann das Gerät selbst stellen. Nach einem Sprachhinweis gibt das Gerät den notwendigen Elektroschock selbstständig ab. Der Helfer kann keinen Fehler machen, außer den, nicht zu helfen.

Viele Öffentliche Einrichtungen sind bereits mit Defibrillatoren ausgestattet. In den Münchner U-Bahnhöfen konnten seit Ende 2013 bereits 20 Menschen das Leben gerettet werden.

Ihre Experten für Sportkardiologie

 

 

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Experte für Sportkardiologie in München

Dr. med. Markus Matula

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Burgstraße 7
80331 München

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