Bypass

Bypass / Bypass-Operation

Trotz großer Fortschritte im Bereich der koronaren Behandlungstechniken zählt die Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems immer noch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Bypass Operation und PTCA

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit dem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Dr. Markus Matula erstellt.

Die allgemeine Zunahme von Risikofaktoren, wie Übergewicht oder Stress, relativieren die Verbesserung der Behandlung zusehends. Sollten erste Symptome einer Verengung der Herzkranzgefäße auftreten, muss durch eine EKG- oder eine Herzkatheter-Untersuchung möglichst zeitnah eine Diagnose gestellt werden. Sollte eine Verengung diagnostiziert werden, können durch eine Bypass-Operation oder eine PTCA (Perkutane transluminale koronare Angioplastie) wirksame Gegenmaßnahmen getroffen werden. Wenn eine PTCA nötig ist, kann durch die Implantation von Stents ein Wiederverschluss der Koronararterie effektiv verhindert werden. Welche Methode der Revaskularisation bei einem Patienten zum Einsatz kommt, kann erst nach einer sorgfältigen Diagnose entschieden werden.

Bypass-Operation

Die Bypass-Operation kommt normalerweise nur bei einer ausgeprägten Verengung aller größeren Herzkranzgefäße zur Anwendung. Bei einer sogenannten Dreigefäßerkrankung mit hochgradig proximalen Stenosen ist die Bypass-Operation kaum zu vermeiden. In vielen Fällen liegt dann beim Patienten bereits eine starke Herzinsuffizienz vor. Der Gefäßchirurg entnimmt bei dieser Form Arterien und Venen aus den Extremitäten, um die verengten Koronargefäße austauschen zu können. In besonderen Fällen können auch künstliche Implantate zur Anwendung kommen. Üblicherweise werden drei bis fünf Bypässe mit den entnommen Blutgefäßen durchgeführt. Die Operation muss am offenen Herz erfolgen. Der Genesungsprozess nimmt bis zu 6 Wochen in Anspruch. Ein anschließender Klinikaufenthalt in einem Rehabilitationszentrum ist vorgeschrieben.

PTCA und Stents

Wenn sich die koronare Erkrankung noch nicht in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, wird meist eine PTCA in Verbindung mit einer Implantation von Stents angewendet. Zur Erweiterung der Gefäße wird bei diesem Eingriff das betroffene Koronargefäß mit einem Ballonkatheter erweitert. Zur Sicherung der erwirkten Erweiterung wird ein Stent implantiert, der eine erneute Verengung prophylaktisch verhindern soll. Da es sich bei einer PTCA, auch Ballon-Angioplastie genannt, um einen kleineren Eingriff handelt, kann der Patient das Krankenhaus gewöhnlich nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen. Ein stationärer Reha-Klinikaufenthalt ist dabei in der Regel nicht erforderlich.

Ob eine Bypass-Operation oder die Behandlung mit der PTCA durchgeführt werden muss, ist durch eine Herzkatheteruntersuchung zu determinieren. Sollte der Befund nicht eindeutig ausfallen, werden Nutzen und Risiken von dem behandelnden Herzchirurgen in Rücksprache mit einem Kardiologen abgewogen. Die Entscheidung wird einerseits durch den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten wie auch durch die Entscheidung des Patienten getroffen.

Unbeeinflusst von möglichen Eingriffen bleibt die Notwendigkeit eines Wandels des Lebensstils. Dazu gehören ebenso eine gesunde Ernährung und tägliche körperliche Betätigung wie auch der Verzicht auf Nikotin. Eine medikamentöse Behandlung begleitet dabei alle getroffenen Maßnahmen, um das Risiko auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu minimieren. Ihr Kardiologe berät sie dabei individuell und schließt durch eine umfassende Anamnese soweit wie möglich Risiken und Nebenwirkungen aus.

Ihre Experten für Bypass-Operation

 

 

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Experte für Bypass-Operation in München

Dr. med. Markus Matula

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Burgstraße 7
80331 München

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