Zahnspangen

Zahnspangen / Korrektur der Zahnfehlstellungen

Schief stehende Zähne können nicht nur das Aussehen, sondern auch die Gesundheit unseres Gebisses beeinträchtigen.

ÜBERSICHT
Geeignet für Männer und Frauen mit Zahn- oder Kieferfehlstellungen
Zahnspangenarten herausnehmbar, fest, unsichtbar (Lingualtechnik, Invisalign)
Behandlungsdauer abhängig von Alter und Ausprägung der Zahnfehlstellung
Kosten Fehlstellung ab Grad 3 bis 18 Jahren von Krankenkasse übernommen, Eigen- und Zuzahlung bei besonderen Leistungen (bspw. Invisalign)

Informationen rund um Zahnspangen

Ein schönes Lächeln und gesunde, gerade Zähne sind eine wichtige Voraussetzung für Erfolg in Beruf und Privatleben. Doch nicht jeder hat von Natur aus schöne gerade Zähne. Oft ist im Mund nicht genug Platz für die noch im Kiefer befindlichen oder bereits herausgewachsenen Zähne. In der Folge kann es zu einer Verschiebung der Zähne kommen, einzelne Zähne wachsen schief unvollständig oder gar nicht heraus. Dadurch ist nicht nur die Optik beeinträchtigt, auch gesundheitliche Nachteile wie eine Einschränkung der Kaufunktion oder Karies können durch eine Zahnfehlstellung ausgelöst werden.

Eine kieferorthopädische Behandlung, die mit Hilfe einer festen oder herausnehmbaren Zahnspange durchgeführt wird, kann Abhilfe bei einer bereits bestehenden oder zu erwartenden Fehlstellung der Zähne schaffen. In der Regel werden kieferorthopädische Behandlungen im Wechselgebiss begonnen, das ist ungefähr im Alter von 9 bis 12 Jahren der Fall, in seltenen Einzelfällen ist bei einer stark ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellung eine Behandlung bereits im Vorschulalter notwendig, wenn der Zahnwechsel von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen noch nicht begonnen hat.

Auch Erwachsene können sich unter bestimmten Voraussetzungen einer kieferorthopädischen Behandlung unterziehen. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über die verschiedenen Zahnspangenarten, den Ablauf, ihre Risiken und die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung.

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Wer kann sich einer kieferorthopädischen Behandlung unterziehen?

Zahnspangen“Grundsätzlich sind kieferorthopädische Behandlungen bzw. das Tragen einer Zahnspange in jedem Lebensalter möglich”, weiß Kieferorthopädie Dr. med. dent. Katalin Schmidmer in München. Voraussetzung ist lediglich ein gesundes Gebiss, das frei ist von Karies und Entzündungen des Zahnhalteapparates.

So können auch Erwachsene durch das Tragen einer Zahnspange von einer verbesserten Ästhetik und positiven Auswirkungen auf ihre Gesundheit profitieren. Lediglich die Behandlungsdauer bei Erwachsenen fällt im Vergleich mit Heranwachsenden, deren Kiefer noch nicht vollständig ausgebildet sind, höher aus. Da Erwachsene häufig keine ästhetische Beeinträchtigung durch das Tragen einer Zahnspange wünschen, ist eine ästhetische Zahnspange aus Keramik oder manchmal auch eine völlig unsichtbare Zahnspange möglich.

Bei Kindern wird eine kieferorthopädische Behandlung in der Regel im Alter von etwa 9 bis 12 Jahren begonnen, wenn der Kiefer sich noch im Wachstum befindet. Etwa 70 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland wird eine kieferorthopädische Behandlung empfohlen. Zahnfehlstellungen und Fehlstellungen des Kiefers können sowohl erblich bedingt sein als auch durch außen erzeugt werden.

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Welche Ärzte führen kieferorthopädische Behandlungen durch?

Fachzahnärzte für Kieferorthopädie sind Ärzte, die nach ihrem Studium der Zahnmedizin eine vierjährige Ausbildung zum Kieferorthopäden absolvieren. Kieferorthopäden und Kieferorthopädinnen befassen sich mit der Vorbeugung und Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und der Kiefer. Diese Ärzte sind der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, schiefe Zähne durch eine Zahnspange zu korrigieren.

Daneben sind auch Fachärzte für Zahnmedizin bzw. Zahnärzte mit entsprechender Zusatzqualifikation (bspw. Master of Orthodontics) geeignet, um Fehlstellungen der Zähne kieferorthopädisch zu behandeln. Informieren Sie sich, ob Ihr Zahnarzt entsprechende Qualifikationen vorweisen kann.

Eine Übersicht über alle in Deutschland niedergelassenen Fachzahnärzte für Kieferorthopädie bietet der Berufsverband der deutschen Kieferorthopäden (BDK). Hier geht es zur Website: www.bdk-online.org/BDK-KFO-Suche

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Welche Zahnspangenarten gibt es?

Man unterscheidet feste und herausnehmbare bzw. lose Zahnspangen. Während feste Zahnspangen mit Hilfe sogenannter Brackets für die Dauer der Behandlung an den Zähnen fixiert werden, können herausnehmbare Zahnspangen herausgenommen werden. Zudem gibt es auch so genannte Aligner - unsichtbare Kunststoffschienen (unsichtbare Zahnspange).

Mehr zu den Zahnspangenarten erfahren Sie hier: 

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Ablauf einer kieferorthopädischen Behandlung

Erstberatung und Diagnose

Vor jeder kieferorthopädischen Behandlung nimmt der Kieferorthopäde oder Zahnarzt eine Untersuchung von Kiefer, Zähnen und Kaufunktion vor. Anhand der ersten Untersuchung stellt er fest, ob eine kieferorthopädische Behandlung erforderlich ist. Im Fall einer Behandlungsnotwendigkeit wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Im persönlichen Beratungsgespräch klärt der Arzt mit dem Patienten, welche Wünsche und Erwartungen dieser an die Behandlung hat. Falls mehrere Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, sollte der Patient über alle Vor- und Nachteile eingehend informiert werden.

Für die Anfertigung der Zahnspange können weitere Untersuchungen erforderlich sein. So werden beispielsweise anhand von Alginat-Abdrücken Gipsmodelle des Ober- und Unterkiefers angefertigt. Auf der Grundlage der Modellvermessung und der vorhandenen Röntgenbilder oder Fotos können die nächsten Behandlungsschritte genau geplant werden.

Einsetzen bzw. Übergabe der Zahnspange

Herausnehmbare Zahnspangen und Aligner-Systeme werden anhand der genommenen Abdrücke individuell angefertigt. Das Einsetzen ist in der Regel schmerzfrei, allerdings kann es während der ersten Tage noch zu leichten Druckschmerzen kommen. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne ist während der Eingewöhnungsphase normal.

Festsitzende Zahnspangen sind vorgefertigt und werden vom behandelnden Arzt beim Einsetzen angepasst. Die Halteelemente - die Brackets - werden dazu zunächst auf die Außenseiten der Zähne geklebt. Anschließend kann auf diesen Brackets die Zahnspange selber fixiert werden. Ebenso wie bei einer herausnehmbaren Zahnspange können zu Beginn noch leichte Schmerzen auftreten. Bei den modernen Zahnspangensystemen sind diese allerdings im Vergleich zu älteren Modellen deutlich reduziert, da nur sehr geringe Kräfte auf die Zähne wirken.

Dauer und Ablauf der Behandlung

Nach dem Einsetzen oder der Übergabe der Zahnspange beginnt die eigentliche kieferorthopädische Behandlung. Diese erstreckt sich bei Kindern und Jugendlichen über einen Zeitraum von etwa vier Jahren. Bei erwachsenen Patienten ist die Behandlungsdauer abhängig vom vorhandenen Korrekturbedarf sowie von den individuellen Wünschen und Erwartungen des Patienten.

Die Behandlung besteht aus zwei Teilen. Während der aktiven Phase wird die Fehlstellung korrigiert. Die anschließende Retentionsphase dient dazu, die bisherigen Behandlungsergebnisse zu stabilisieren. Während der gesamten Behandlungsdauer sind regelmäßige Kontrolltermine erforderlich. Werden diese vernachlässigt, kann sich die Behandlungsdauer weiter verlängern.

Vonseiten des Patienten ist eine gute Mundhygiene ebenfalls entscheidend für den Behandlungserfolg. Vor allem Patienten mit einer festen Zahnspange sollten großen Wert auf sorgfältiges Zähneputzen legen. Eine Kariesbildung lässt sich bei festen Zahnspangen nur durch eine konsequente Zahnpflege vermeiden. Der Kieferorthopäde, Zahnarzt oder die Praxis-Mitarbeiter können in der Regel wertvolle Tipps zur korrekten Mundhygiene geben. Bei herausnehmbaren Zahnspangen und Alignern gestaltet sich die Zahnpflege einfacher.

Bei auftretenden Schmerzen oder Schäden an der Zahnspange sollte sich der Patient umgehend an den behandelnden Kieferorthopäden oder Zahnarzt wenden. Das Gleiche gilt für Zahnspangen, die auch nach der ersten Eingewöhnung noch schlecht sitzen. Damit die Behandlung erfolgreich verläuft, muss die Zahnspange exakt angepasst sein und regelmäßig nachgestellt werden.

Behandlung nach der Zahnspange

Nach der aktiven Behandlung mit der Zahnspange folgt die Retentionsphase. Diese dient dazu, den erzielten Behandlungserfolg zu stabilisieren. Zu diesem Zweck kommen sogenannte Retainer zum Einsatz, die eine Rückwanderung der Zähne in ihre vorherige Position verhindern sollen.

Retainer werden zum Beispiel als herausnehmbare Retentions-Spangen oder als feste Lingualretainer eingesetzt. Beim Lingualretainer handelt es sich um einen dünnen Draht, der unsichtbar hinter die Frontzähne geklebt wird. Auf diese Weise können die Zähne über einen Zeitraum von vielen Jahren hinweg stabilisiert werden.

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Risiken und mögliche Komplikationen bei einer kieferorthopädischen Behandlung

Wird eine kieferorthopädische Behandlung von einem erfahrenen und gewissenhaften Fachzahnarzt für Kieferorthopädie oder einem Zahnarzt mit Zusatzqualifikation durchgeführt, sind kaum Komplikationen zu befürchten.

Dem Risiko einer Kariesbildung aufgrund einer festen Zahnspange kann mit einer konsequenten, guten Zahnpflege und einer Bracketumfeldversiegelung vorgebeugt werden. Bei herausnehmbaren Zahnspangen gestaltet sich die tägliche Reinigung und Mundhygiene leichter. 

Wird eine feste Zahnspange angebracht, kann es, je nach Zahnspangenart, in den ersten Tagen zu leichten Schmerzen oder im Falle der Lingualtechnik, bei der die Brackets an der Zahninnenseite befestigt werden, auch zu Schwierigkeiten bei der Aussprache kommen. Die Eingewöhnungsphase bei einer neuen Zahnspange ist normal. Hier kann es zu leichten Zahnschmerzen oder höherer Empfindlichkeit der Zähne kommen. Moderne Systeme auf dem Gebiet der Multibandtherapien erzeugen heute allerdings geringfügigere Kräfte, sodass anfängliche Schmerzen deutlich reduziert sind. Dennoch empfiehlt es sich in den ersten Tagen nach Einsetzen oder Einstellen der Zahnspange auf zu feste bzw. harte Nahrung zu verzichten. Auch bei herausnehmbaren Zahnspangen können anfänglich Schmerzen entstehen.

In der Eingewöhnungsphase kann es zudem zu leichten Entzündungen des Mundraums kommen. Die Zahnspange gilt zunächst als "Fremdkörper", an die sich die Mundschleimhaut erst noch gewöhnen muss. Spülen mit Kamillen- oder Salbeitee kann hier Abhilfe schaffen. Ebenso können störende Stellen an den Bracktes mit speziellen Silikonwachsstreifen überklebt werden. Diese anfänglichen Beschwerden klingen jedoch bereits nach einiger Zeit wieder ab und der Mund hat sich an die "neue Situation" gewöhnt.

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Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung

Die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung werden in begründeten Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dafür ist entscheidend, welcher Grad der Zahnfehlstellung vorliegt. Ab Grad 3 werden die Kosten der kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vollständig von den Krankenkassen übernommen.

Gegebenenfalls können allerdings Zuzahlungen notwendig werden, wenn der Patient eine modernere oder ästhetischere Zahnspange wünscht (bspw. Invisalign), als die Krankenkasse ihm erstattet.

Bei Erwachsenen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung nur in schwerwiegenden Fällen, in denen neben der Kieferorthopädie auch eine Operation des Kiefers notwendig ist.

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Vorher-/Nachher-Bilder von Behandlungen mit Zahnspangen

Für ein zufriedenstellendes Ergebnis einer Behandlung mit einer Zahnspange ist es von besonderer Wichtigkeit, den richtigen Arzt zu finden. Relevante Kriterien dabei sind die Qualifikation des Arztes (Facharzt für Kieferorthopädie) und die Zahl der bereits durchgeführten Behandlungen. Auch Vorher-/Nachher-Bilder können bei der Entscheidung für eine Zahnspange helfen.

Da es uns laut §11 des Heilmittelwerbegesetzes seit dem 1. April 2006 nicht mehr gestattet ist, Vorher-Nachher-/Bilder zum Thema Zahnspange zu präsentieren, wir Sie aber dennoch bestmöglich informieren möchten, können Sie im Folgenden von uns recherchierte und geprüfte Links ansehen. Dort finden Sie zahlreiche Beispiele für Vorher-/Nachher-Bilder zu durchgeführten Behandlungen mit Zahnspangen.

Vorher-Nachher-Bilder Zahnspangen (Damon System):

Vorher-/Nachher-Bilder Zahnspange 1
Vorher-/Nachher-Bilder Zahnspange 2
Vorher-/Nachher-Bilder Zahnspange 3
Vorher-/Nachher-Bilder Zahnspange 3

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Videos zu Zahnspangen

In diesem Video wird gezeigt wie Schritt für Schritt eine Zahnspange auf den Zähnen befestigt wird



Hier wird gezeigt wie eine festsitzende Zahnspange nach 6 Monaten ästhetischer Zahnkorrektur abgenommen und ein Drahtretainer zur Sicherung und Stabilisierung aufgeklebt wird.

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Häufige Fragen (FAQ) zu Zahnspangen

Ist es notwendig, im Laufe einer kieferorthopädischen Behandlung Zähne zu ziehen?

Früher entfernten Kieferorthopäden häufig bleibende Zähne, um Platz in einem zu engen Kiefer zu schaffen. Durch moderne Behandlungsmethoden ist das Ziehen von Zähnen nicht mehr notwendig. Auch bei Erwachsenen kann allein durch eine Verschiebung der Zähne erreicht werden, dass die Zähne an ihren biologisch vorgesehenen Platz wandern, ohne dadurch ihre Nachbarn zu beeinträchtigen.

Welche Zahnspangenart ist für mich am besten geeignet?

Welche Zahnspange in einem individuellen Fall am besten geeignet ist, hängt einerseits vom Ausgangsbefund, andererseits auch von persönlichen Vorlieben ab.

Lose Zahnspangen eignen sich am besten für die Behandlung schiefer Zähne bei Kindern, deren bleibendes Gebiss noch nicht vollständig herausgewachsen ist. Feste Zahnspangen, bei denen man zum Beispiel zwischen unterschiedlichen Arten von Brackets entscheiden kann, haben den Vorteil, dass sie nicht herausgenommen werden können und so permanent einen sanften, aber zielgerichteten Zug auf die Zähne ausüben. Somit verkürzt sich auch die notwendige Behandlungsdauer.

Bei Patienten, die eine unsichtbare Zahnspangenlösung vorziehen, sind feste Zahnspangen, die an den Innenseiten der Zähne befestigt werden, sowie das Invisalign-System, das mit durchsichtigen Schienen arbeitet, die Mittel der Wahl.

Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung?

Ob die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung von den Krankenkassen übernommen werden, hängt vom individuellen Befund ab. Ab einem gewissen Schweregrad der Zahnfehlstellung werden die Kosten der Behandlung bei Jugendlichen unter 18 Jahren übernommen. Bei Erwachsenen zahlen die Krankenkassen nur dann, wenn zusätzlich zu der kieferorthopädischen Behandlung ein kieferchirurgischer Eingriff zur Behandlung der Kieferfehlstellung notwendig ist.

Was ist, wenn bei einem Kind gewisse Zähne nicht angelegt sind: Werden hier die Kosten von den Krankenkassen übernommen?

Diese Frage einer Patientin wurde von Frau Dr. Schmidmer beantwortet:

Eine kieferorthopädische Behandlung wird bei Nichtanlagen von bleibenden Zähnen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen - vorausgesetzt der Patient ist noch nicht 18 Jahre alt. Sollte eine private Zusatz-Versicherung bestehen, muss diese der gesetzlichen Krankenkasse nicht mitgeteilt werden.

Welche kieferorthopädischen Behandlungsmethoden sind besonders unauffällig?

Für Patienten, die nach einer diskreten Lösung für die Behandlung ihrer Zahnfehlstellung suchen, gibt es die Möglichkeit, unsichtbare Zahnspangen zu verwenden. Diese werden auf der Innenseite der Zähne angebracht, sodass sie von außen kaum sichtbar sind. Nachteil ist lediglich, dass durch die an den Zahnrückseiten befestigten Brackets der Raum für die Zunge eingeschränkt wird. Besonders in der Anfangszeit kann es dadurch zu Schwierigkeiten beim Sprechen kommen.

Eine andere Lösung besteht in der Verwendung durchsichtiger, herausnehmbarer Schienen, die vorwiegend nachts getragen werden und den sich verändernden Kieferverhältnissen in regelmäßigen Abständen neu angepasst werden. Das Invisalign-System eignet sich besonders für Patienten, die eine unauffällige kieferorthopädische Behandlung wünschen.

Sind kieferorthopädische Behandlungen auch im Erwachsenenalter möglich?

Kieferorthopädische Behandlungen, bei denen die Zähne mit Hilfe einer speziell angefertigten Apparatur an ihren idealen Platz im Gebiss geschoben werden, sind auch im Erwachsenenalter möglich. Voraussetzung für eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen ist lediglich ein Gebiss, das frei von Karies und Entzündungen ist. Erwachsene wünschen sich besonders häufig eine unauffällige Behandlung, was sich durch den Einsatz sogenannter unsichtbarer Zahnspangen realisieren lässt: Dabei werden die Brackets auf der Innenseite der Zähne platziert. Möglich ist auch das der Einsatz von durchsichtigen Schienen, die progressiv an das sich verändernde Gebiss angepasst werden. Eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen wird von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen, darüber hinaus ist sie meist langwieriger als bei Heranwachsenden.

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Feste Zahnspangen

Feste Zahnspangen, die auch als “Multiband-” oder “Multibracketapparaturen” bezeichnet werden, zeichnen sich dadurch aus, dass die Apparatur dauerhaft an den Zähnen befestigt ist. Dazu werden kleine Halteelementeklammern (Brackets) auf die Außenseiten der Zähne geklebt. An diesen wird wiederum ein System aus elastischen Bögen, Federn oder Gummizügen fixiert, die durch sanften Zug auf die Zähne diese an den vorgesehenen Platz bewegen.

Feste Zahnspange Brackets

Moderne, selbstligierende Systeme wie das 3M-Unitec-Smart-Clip-System oder das Damon-System stellen dabei eine deutliche Verbesserung gegenüber den früher üblichen Brackets dar, da damit eine schonendere Bewegung der Zähne möglich ist.

Selbstligierende Brackets

Es ist möglich, Brackets aus Keramik oder aus Metall zu wählen, was vor allem einen Einfluss auf die Optik hat. Durch das Tragen fester Zahnspangen wird die Mundhygiene erschwert, da die Brackets Retentionsstellen für Zahnbelag (Plaque) bieten. Manche Kieferorthopäden bieten deshalb eine Bracketumfeldversiegelung der Zähne an, um Kariesschäden vorzubeugen.

Die Behandlungsdauer hängt vom Grad der Fehlstellung und vom Alter des Patienten ab. Bei Kindern und Jugendlichen ist das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen, was die Behandlungsdauer verkürzt (durchschnittlich etwa 18 Monate). Erwachsene Patienten müssen mit einer etwas längeren Behandlungszeit rechnen.

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Herausnehmbare Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen werden nur dann eingesetzt, wenn der Zahnwechsel von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen noch nicht abgeschlossen ist, also Milch- und bleibende Zähne gleichzeitig im Mund auftreten. Eine herausnehmbare Zahnspange wird daher nur im Kindesalter von Kieferorthopäden empfohlen.

Herausnehmbare Zahnspange

Der Einsatz von herausnehmbaren Zahnspangen ist vor allem deshalb von Vorteil, weil das Wachstum des Kiefers beeinflusst werden kann. Darüber hinaus ist die Zahnpflege unkomplizierter, da bei der Mundhygiene keine besonderen Vorkehrungen notwendig sind. Auch wird die herausnehmbare Zahnspange nicht während der Mahlzeiten getragen und kann außerhalb des Mundes gereinigt werden.

Für den Behandlungserfolg mit einer herausnehmbaren Zahnspange ist es allerdings wichtig, dass Eltern und Kinder darauf achten, dass die Zahnspange so viel wie möglich bzw. so wie vom Kieferorthopäden empfohlen getragen wird.

In der Regel beträgt die Behandlungsdauer mit einer herausnehmbaren Zahnspange bei Kindern zwischen 3 und 4 Jahren. Dies hängt allerdings ganz von der Fehlstellung der Zähne ab. Bei geringfügigen Gebissfehlentwicklungen kann die Behandlung auch einen wesentlich kürzeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Besonders entscheidend für ein dauerhaftes Behandlungsergebnis ist die Phase nach der Zahnspange. In dieser muss das Ergebnis mit Hilfe eines Retainers über einen längeren Zeitraum stabilisiert werden.

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Unsichtbare Zahnspangen

Neben den herausnehmbaren und festen Zahnspangen existieren auch sogenannte “unsichtbare” Zahnspangen. Einerseits besteht die Möglichkeit, für eine unsichtbare Zahnspange die Brackets, an den Innenseiten der Zähne zu befestigen (Lingualtechnik), sodass sie von außen nicht zu sehen sind. Nachteil dieser Vorgehensweise ist allerdings, dass die Zungenbewegung eingeschränkt ist und es deshalb vorübergehend zu Schwierigkeiten mit der Aussprache kommen kann. An diese neuen Gegebenheiten gewöhnt man sich allerdings nach einiger Zeit bereits.

Zahnspange Lingualtechnik

Eine andere Möglichkeit der "unsichtbaren" Zahnkorrektur stellten Aligner-Systeme, wie bspw. Invisalign dar. Dabei trägt der Patient eine Reihe durchsichtiger, herausnehmbarer Schienen, die er alle 14 Tage durch eine neue wechselt. Die Kunststoffschienen, “Aligner” genannt, müssen für eine erfolgreiche Behandlung regelmäßig ausgetauscht und der veränderten anatomischen Situation angepasst werden. Genauso wie bei festen Zahnspangen ist das erzielte Ergebnis stabil, sofern anschließend ein so genannter "Retainer" getragen wird.

Ein klarer Vorteil der Aligner-Systeme gegenüber der Lingualtechnik bildet die vereinfachte Mundhygiene. Da die Kunststoffschienen zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden können, entstehen keinerlei Einschränkungen. An den innenliegenden Brackets dagegen können sich Speisereste schnell ablagern und festsetzen. Diese sind teilweise nur schwer beim Zähneputzen herauszubekommen.

Zahnspange Invisalign

Die Behandlungsdauer mit unsichtbaren Zahnspangen hängen ganz von der individuellen Befundlage ab, d.h. von der Schwere der Zahn- und/oder Kieferfehlstellung. In der Regel dauert eine Zahnkorrektur mit unsichtbaren Zahnspangen bei Erwachsenen zwischen 7 Monaten und 2 Jahren. Die Retention-Phase, also die Zeit, in der das Ergebnis stabilisiert wird, beläuft sich auf mehrere Jahre.

Die Kosten für unsichtbare Zahnspangen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Dies gilt sowohl für die Lingualtechnik als auch die Aligner-Systeme. Einige private Krankenkassen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise. Die meisten Zahnärzte und Kieferorthopäden bieten allerdings ihren Patienten bequeme Ratenzahlungsmöglichkeiten an. Auf diese Weise beläuft sich bspw. eine Behandlung mit Invisalign auf etwa 100 - 150 Euro pro Monat.

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Dr. med. dent. Martin Desmyttère

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