Asthma (Bronchiale)

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien verengen sich bei dieser Erkrankung anfallsweise, wodurch typische Symptome wie Husten oder Atemnot auftreten.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Wer ist betroffen? 10 % der Kinder und 5 % der Erwachsenen in Deutschland. Weltweit ca. 300 Mio Menschen
Symptome Atemnot (oft anfallartig), Kurzatmigkeit bei Belastung, geräuschvolle (Aus-)Atmung (Giemen, Pfeifen, Brummen), Engegefühl in der Brust, Husten und/oder Hustenreiz, Bildung zähen Schleimes in den Bronchien
Ursachen allergische Erkrankungen, ein geringes Geburtsgewicht, rauchende Eltern, häufige Infekte, frühes Abstillen
Behandlungsmöglichkeiten Medikamentöse Therapie nach Stufenschema, Therapie der Auslöser (Immuntherapie bei Allergien)
Aussicht für ein Leben mit Asthma Asthma lässt sich sehr gut therapieren und die Patienten sind im seltensten Falle im täglichen Leben schwer eingeschränkt

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien verengen sich bei dieser Erkrankung anfallsweise, wodurch typische Symptome wie Husten oder Atemnot auftreten.


 

In Zusammenarbeit mit:

und Jörg Widmaier
Notfallsanitäter

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien verengen sich bei dieser Erkrankung anfallsweise, wodurch typische Symptome wie Husten oder Atemnot auftreten.

Asthma trifft häufig bereits im Kindesalter auf, kann sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt erstmals manifestieren. Die Krankheit ist nicht heilbar aber sehr gut behandelbar. Ziel der Behandlung ist es daher, eine weitgehende Beschwerdefreiheit zu erreichen, was in vielen Fällen auch gelingt.

Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene ist betroffen. Bei vielen Kindern bilden sich die Symptome während der Pubertät zurück. Es besteht jedoch immer ein Risiko, dass die Beschwerden im Erwachsenenalter erneut auftreten. Weltweit leiden rund 300 Millionen Menschen an Asthma.

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Welche Asthmaformen gibt es?

Je nach Auslöser unterscheidet man zwei Asthmaformen, das allergische (extrinsische) Asthma und das nicht-allergische (intrinsische) Asthma. Oft lässt sich die Erkrankung keiner der beiden Formen eindeutig zuordnen, sondern tritt in einer Mischform auf.

Allergisches (extrinsisches) Asthma

Diese Asthmaform wird durch Allergene ausgelöst. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Substanzen mit einer allergischen Frühreaktion, bei der es zu einer vermehrten Ausschüttung von Immunglobulin E im Blut kommt. Dieser Antikörper spielt eine Schlüsselrolle bei allergischen Reaktionen vom Typ I und ist im Blut nachweisbar. Auf die allergische Frühreaktion folgt dann eine allergische Spätreaktion, die asthmatypische Beschwerden verursacht. Das allergische Asthma beginnt oft schon im Kindes- oder Jugendalter. Häufig betroffen sind auch Heuschnupfen-Patienten, bei denen die Allergie von den oberen Atemwegen auf die Bronchien übergegangen ist. Man spricht in diesem Fall von einem Etagenwechsel. Weitere mögliche Auslöser sind zum Beispiel Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze.

Nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma

Beim nicht-allergischen Asthma wird die Abwehrreaktionen durch andere Faktoren als Allergene hervorgerufen. Hierbei tritt nicht die allergische Frühreaktion im Körper auf, sondern nur die asthmatische Spätreaktion. Diese Asthmaform tritt häufig erst im mittleren Alter auf. Ausgelöst wird sie typischerweise durch eine Virusinfektion der Atemwege, fast immer ist eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen mit beteiligt.

Der Schweregrad der Beschwerden schwankt nicht so sehr wie beim extrinsischen Asthma, dafür zeigt das intrinsische Asthma oftmals von Beginn an eine schwere Verlaufsform.

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Asthma-Symptome: Was sind typische Beschwerden?

Asthma-Beschwerden treten häufig anfallsweise auf. Dann ist die Atmung erschwert, es kann zu akuter Atemnot kommen. Besondere Vorsicht ist bei massiver Atemnot mit einer Blauverfärbung der Lippen und Haut geboten. Falls bei einem Asthma-Anfall derartige Symptome auftreten, sollte schnellstmöglich der Notarzt alarmiert werden.

Weitere Asthma-Symptome sind pfeifende oder brummende Atemgeräusche, häufiger Hustenreiz oder chronischer Husten, eine verstärkte Schleimbildung sowie Kurzatmigkeit bei Belastung. Viele Asthma-Patienten verspüren ein Engegefühl in der Brust. Durch die Verengung der Atemwege ist vor allem die Ausatmung erschwert. Auch Schmerzen beim Einatmen kalter Luft können auf Asthma bronchiale hindeuten.

Gut zu wissen: Asthma Symptome auf einen Blick

  • Atemnot (oft anfallartig)
  • Kurzatmigkeit bei Belastung
  • geräuschvolle (Aus-)Atmung (Giemen, Pfeifen, Brummen)
  • Engegefühl in der Brust
  • Husten und/oder Hustenreiz

 

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Welche Ursachen kann Asthma bronchiale haben?

Wie genau Asthma entsteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Risikofaktoren, die eine Asthma-Erkrankung begünstigen können. Auch vermutet man genetische Ursachen. In manchen Familien tritt Asthma gehäuft auf. Menschen aus Familien mit vielen Allergien wie Neurodermitis oder Heuschnupfen haben ebenfalls ein erhöhtes Asthma-Risiko. Jungen erkranken häufiger als Mädchen.

Weitere Risikofaktoren für Asthma sind ein niedriges Geburtsgewicht, frühes Abstillen, Übergewicht im Kindesalter, häufige Infekte sowie rauchende Eltern.

Wenn bereits Risikofaktoren vorhanden sind, genügen oft schon geringe Auslöser, um eine Überreaktion des Abwehrsystems zu erzeugen. Dann kann eine Asthma-Erkrankung ausbrechen oder eine bereits bestehende Erkrankung sich schubweise verschlimmern.

Gut zu wissen: Asthma Ursachen auf einen Blick

  • Neurodermitis, Heuschnupfen oder andere allergische Erkrankungen in der Familie
  • ein geringes Geburtsgewicht
  • rauchende Eltern
  • häufige Infekte
  • frühes Abstillen

 

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Was sind die Asthma-Auslöser?

Je nach Asthma-Auslöser erfolgt die Unterscheidung in allergisches und nicht-allergisches Asthma. Eine klare Abgrenzung ist allerdings oft nicht möglich.

Allergisches Asthma (extrinsisch)

Hier sind die Auslöser Allergene wie Pflanzenpollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben oder Allergene in der Nahrung. Ebenso können Schimmelpilze und Feuchtigkeit eine Asthma-Erkrankung begünstigen.

In die Kategorie allergisches Asthma fallen auch viele berufsbedingte Asthma-Erkrankungen. Dies betrifft zum Beispiel Bäcker, Schreiner, Friseure und Menschen, die mit Farb- oder Lösungsmitteln arbeiten.

Nicht-allergisches Asthma (intrinsisch)

Auslöser für intrinsisches Asthma sind vor allem bakterielle und virale Entzündungen der Atemwege. Weiterhin gibt es das sogenannte Analgetika-Asthma, das durch bestimmte Schmerzmittel, wie z.B. Acetylsalicylsäure / Aspirin ausgelöst werden kann. Auch ein berufsbedingtes Asthma kann als nicht-allergisches Asthma auftreten. Mögliche Auslöser sind hier vor allem chemische Substanzen, die zu entzündlichen Reaktionen des Bronchialsystems führen.

Gemischte Form

Mischformen aus allergischem und nicht-allergischem Asthma entwickeln sich häufig aus einem ursprünglich allergischen Asthma. Mit der Zeit können dann nicht-allergische Auslöser hinzukommen. Häufig handelt es sich dabei um wiederholte Atemwegsinfekte.

Allgemeine Auslöser

Es gibt bestimmte Faktoren, auf die alle Asthmatiker sensibel reagieren können. Dazu gehört zum Beispiel kalte oder feuchte Luft, Schadstoffe, körperliche und psychische Stresssituationen sowie Atemwegsinfekte. Auch Duftstoffe in Parfüms und bestimmte Chemikalien können Asthma auslösen. Ein wichtiger Risikofaktor ist Tabakrauch. Dies betrifft aktives ebenso wie passives Rauchen.

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Was passiert bei einem Asthmaanfall im Körper?

Bei einem Asthmaanfall treten die Symptome plötzlich und heftig auf. Grund dafür ist eine Immunreaktion, bei der die Abwehrzellen in der Bronchialschleimhaut aktiviert werden (Immunglobulin E). Die Muskulatur im Bereich der Atemwege verkrampft, die Schleimhäute entzünden sich und schwellen an. Gleichzeitig bildet sich oft zäher Schleim. So kommt es zu einer Verengung der unteren Atemwege.

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Woran erkenne ich einen Asthmaanfall?

Ein leichter oder mittelschwerer Asthmaanfall geht einher mit Kurzatmigkeit, Luftnot und einer pfeifenden Atmung. Die Betroffenen haben häufig Beklemmungsgefühle in der Brust und können nur schwer ausatmen. Weiterhin kommt es zu einer verstärkten Schleimbildung und Husten.

Bei einem schweren Asthmaanfall ist der Betroffene nicht mehr oder kaum noch ansprechbar. Normales Sprechen ist nicht mehr möglich. Die Atem- und Herzfrequenz ist stark erhöht. Lippen, Finger und Zehen können sich blau verfärben. Diese sogenannte Zyanose tritt auf, wenn das Blut (Hämoglobin) im Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff gesättigt ist. Weitere mögliche Symptome sind Unruhe und Panik, Blässe, Inkontinenz und erweiterte Pupillen.

Akuter Asthmaanfall: Was ist zu tun?

Ein akuter Asthmaanfall (Status asthmaticus) ist ein lebensbedrohlicher Zustand und erfordert sofortige medizinische Versorgung. Die Beschwerden können innerhalb weniger Stunden stark zunehmen und zu einer akuten Verschlechterung führen. Von einem Status asthmaticus spricht man, wenn der Anfall trotz Medikamentengabe länger als 24 Stunden anhält.

Wichtig ist in solchen Situationen, dass der Patient auf den Ernstfall vorbereitet ist und immer ein individuell zusammengestelltes Notfallset zur Hand hat. Dieses sollte neben den Notfallmedikamenten (Reliever) auch Anweisungen für den Ersthelfer beinhalten. Falls sich der Zustand nach Gabe der Notfallmedikamente nicht umgehend bessert, sollte der Notarzt gerufen werden.

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Welche Asthma Schweregrade gibt es?

  • Stufe 1: Leichtes Asthma, gelegentlich auftretend. Die Beschwerden sind von kurzer Dauer und nächtliche Beschwerden selten.
  • Stufe 2: Leichtes, anhaltendes Asthma. Die Beschwerden treten mehrmals pro Woche auf, aber nicht täglich. Schlaf und Leistung sind beeinträchtigt.
  • Stufe 3: Mittelschweres Asthma. Der Patient hat täglich Beschwerden. Auch nachts treten mehrmals pro Woche Symptome auf. Die körperliche Leistungsfähigkeit und der Schlaf sind beeinträchtigt.
  • Stufe 4: Schweres Asthma. Der Patient leidet tagsüber und nachts unter Dauersymptomen. Die Beschwerden verschlimmern sich häufig. Die körperliche Aktivität ist stark eingeschränkt.

Ab wann spricht man von schwerem Asthma?

Bei Erwachsenen ist von schwerem Asthma die Rede, wenn dauerhaft Symptome vorhanden sind und sich diese regelmäßig verschlimmern. Auch nachts sind die Betroffenen nicht symptomfrei und haben häufig Beschwerden. Selbst unter Therapie lässt sich das Asthma nicht oder nur teilweise kontrollieren.

Ein schweres Asthma bei Kindern und Jugendlichen liegt vor, wenn trotz adäquat eingestellter Therapie zusätzlich eine Antikörpertherapie oder eine Therapie mit einem langwirkenden Anticholinergikum (Schleimhemmer) erforderlich ist. Auch bei einer hoch dosierten ICS-Therapie spricht man von schwerem Asthma.

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Welcher Arzt behandelt Asthmaerkrankungen?

Erster Ansprechpartner bei Verdacht auf Asthma ist der Hausarzt oder Kinderarzt. Falls bereits Allergien diagnostiziert wurden, kann auch der behandelnde Allergologe zurate gezogen werden. Bei Bedarf erfolgt dann eine Überweisung an einen Lungenfacharzt.

Wie wird Asthma bronchiale diagnostiziert?

Erste Hinweise auf eine mögliche Asthma-Erkrankung erhält der Arzt durch die Anamnese, also das Patientengespräch. In diesem erkundigt er sich nach den Beschwerden, bekannten Vorerkrankungen oder Allergien, Erkrankungen in der Familie sowie zu den persönlichen Lebensumständen. Zusätzlich wird der allgemeine Gesundheitszustand überprüft.

Bei Verdacht auf Asthma kann eine Lungenfunktionsprüfung (peak flow) durchgeführt werden. Hierbei wird die Geschwindigkeit der Atemluft beim Ausatmen gemessen, um die Leistungsfähigkeit der Lunge festzustellen.

Ein Allergietest kann Aufschluss über vorhandene Allergien geben. Hierzu führt der Arzt einen sogenannten Pricktest durch, bei dem er der Haut feinste Verletzungen zufügt und anschließend verschiedene Allergene aufträgt. Wenn sich Allergie-Symptome wie Rötungen, Juckreiz oder Quaddeln einstellen, liegt eine Allergie vor.

Falls die Ergebnisse nicht eindeutig sind, kann der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Dazu gehören die Röntgendiagnostik, die Blutgasanalyse und die Sputum-Analyse, bei der die Atemwegssekrete untersucht werden.

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Asthma bronchiale: Verlauf und Prognose

Der Verlauf einer Asthma-Erkrankung kann individuell sehr unterschiedlich sein. Bei Kindern und Jugendlichen lassen die Symptome häufig während der Pubertät nach und treten im Erwachsenenalter kaum noch in Erscheinung. Bei anderen Patienten bleiben die Beschwerden konstant oder verschlimmern sich im Laufe der Zeit.

Generell tritt allergisches Asthma eher schubweise oder saisonal auf, zum Beispiel bei Pollenallergikern während der Pollenflugzeiten. Nicht-allergisches Asthma verläuft oft konstanter, ist aber auch häufig von Beginn an durch einen schwereren Verlauf gekennzeichnet.

Asthma ist eine nicht-infektiöse und somit nicht ansteckende Krankheit. Sie kann aber familiär gehäuft auftreten. Gerade für Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung ist es wichtig, bekannte Risikofaktoren konsequent zu meiden. Genauso sollten Menschen mit einer diagnostizierten Asthma-Erkrankung die Auslöser kennen und vermeiden.

Asthma bronchiale ist nicht heilbar, lässt sich aber in vielen Fällen durch eine gezielte Therapie gut kontrollieren. Wichtigste Voraussetzung ist, dass der Betroffene selbst gut informiert ist und lernt, mit der Krankheit umzugehen. Dank moderner Therapieformen sind viele Asthmatiker in ihrer Lebensqualität nicht eingeschränkt.

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Welche Folgeerkrankungen können bei Asthma auftreten?

Chronisches Asthma kann mit der Zeit weitere Erkrankungen der Atemwege nach sich ziehen, zum Beispiel eine chronische Bronchitis, eine chronische Atemwegsverengung oder ein Lungenemphysem (Überblähung der Lunge). Auch das Risiko für Lungenentzündungen ist erhöht.

Eine der wichtigsten Begleiterkrankungen von Asthma ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Dabei handelt es sich um eine schwere Lungenerkrankung, die einen fortschreitenden Leistungsverfall zur Folge hat und ihrerseits vielfältige Begleiterscheinungen nach sich ziehen kann. Die Atemwege verengen sich bei COPD zunehmend und dauerhaft. Ebenso wie Asthma ist COPD nicht heilbar aber ebenfalls gut therapierbar.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die medikamentöse Behandlung bei Asthma zielt darauf ab, die Schwere und Häufigkeit der Symptome zu reduzieren. Dazu werden zwei Arten von Medikamenten eingesetzt:

  • Reliever sind schnell wirksame Präparate, die akute Symptome lindern sollen. Sie werden nur bei Bedarf eingesetzt. Für Patienten mit leichtem Asthma sind sie oft schon ausreichend.

    Dazu zählen sogenannte Beta-2-Sympathomimetika (Beta-2-Agonisten) wie etwa Salbutamol. Diese Medikamentengruppe sorgt dafür, dass sich die verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannt und sich die Bronchien erweitern (Bronchodilatation). Zusätzlich fördern diese Medikamente den Abtransport des zähen Bronchialschleims, haben aber als Nebenwirkung eine leichte Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge.

    Beta-2-Sympathomimetika bekämpfen allerdings nur die akuten Beschwerden des Asthmas, die eigentliche Ursache wird nicht bekämpft, da sie keine entzündungshemmende Wirkweise haben.
  • Controller sind lang wirksame Medikamente, die bei stärkerem Asthma zur Behandlung der dauerhaft entzündeten Atemwege eingesetzt werden. Glucocorticosteroide wie Cortison sind die bekanntesten Präparate. Controller haben eine entzündungshemmende wie auch abschwellende Wirkweise, wirken allerdings nicht wie die Reliever sofort, sondern erst nach einer gewissen Zeit. Deshalb werden sie vorbeugend und langfristig eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass Asthmaanfälle und deren Beschwerden seltener und weniger stark auftreten. Ebenfalls verstärken sie die Wirkweise der Reliever (Beta-2-Sympathomimetika), sodass die Dosierung dieser im Verlaufe der Behandlung immer weiter verringert werden kann.

Diese beiden Medikamente werden klassischerweise als Aerosol eingeatmet und werden dann mit dem Atemzug direkt an ihren Bestimmungsort, die unteren Atemwege, geleitet um dort ihre Wirkung zu entfalten.

Es gibt verschiedene Inhalationssysteme, etwa Treibgas getriebe Systeme, Pulverinhalatoren sowie Vernebler. Bei den ersten beiden Systemen ist der Wirkstoff direkt im System enthalten, beim Vernebler muss das Medikament noch separat hinzugefügt werden.

Die Behandlung von Asthma wird nach dem sogenannten Stufenschema durchgeführt. Dieser Therapieplan sieht je nach Schweregrad unterschiedliche Medikamente vor, die einzeln oder in Kombination verordnet werden. Wenn sich die Beschwerden bessern oder verschlechtern, wird auch die medikamentöse Einstellung entsprechend dem Stufenschema angepasst.

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Wie kann ich Asthma vorbeugen?

Viele Asthma-Erkrankungen sind vermeidbar, wenn bekannte Risikofaktoren gemieden oder beseitigt werden. Dazu gehört insbesondere für Allergiker das Meiden auslösender Allergene. Heuschnupfen sollte frühzeitig mittels Immuntherapie (Hyposensibilisierung) behandelt werden. Sehr wichtig ist für Betroffene auch der Rauchverzicht.

Schadstoffe im Haushalt und am Arbeitsplatz sollten ebenso vermieden werden wie die Einnahme von Medikamenten, von denen bekannt ist, dass sie Asthma auslösen können (beispielsweise Acetylsalicylsäure/Aspirin). In geschlossenen Räumen sollte immer eine ausreichende Luftfeuchtigkeit vorhanden sein, um die Bronchien zu schonen. Starke Temperaturwechsel sind möglichst zu vermeiden, insbesondere vom Warmen in die Kälte oder in ein feuchtkaltes Klima (Nebel).

Tipps: So können Sie Asthma vorbeugen

  • Bekannte Risikofaktoren, wenn möglich, meiden
  • Allergiker: frühzeitige Immuntherapie
  • Schadstoffe im Haushalt und am Arbeitsplatz meiden
  • Rauchen, aktiv wie passiv, vermeiden
  • Einnahme von Medikamenten die Asthma auslösen können vermeiden
  • ausreichende Luftfeuchtigkeit in Räumen
  • starke Temperaturschwankungen vermeiden

 

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Häufig gestellte Fragen zum Thema Asthma bronchiale

Welche Ursachen hat Asthma?

Asthma kann genetisch bedingt sein und betrifft häufig Allergiker. Weitere Risikofaktoren sind ein niedriges Geburtsgewicht, frühes Abstillen, Übergewicht im Kindesalter, häufige Infekte sowie rauchende Eltern. Äußere Reize können ebenfalls zum Ausbruch der Krankheit führen, zum Beispiel Schadstoffe, Chemikalien und Medikamente. Häufige Atemwegsinfekte erhöhen das Asthma-Risiko.

Welche Symptome können bei Asthma auftreten?

Typische Asthma-Beschwerden sind Luftnot, erschwerte Atmung, pfeifende Atemgeräusche sowie chronischer Husten oder Hustenreiz. Die Atemwege sind häufig verschleimt. Viele Betroffene haben Schmerzen beim Einatmen oder verspüren ein Engegefühl in der Brust.

Welche Formen von Asthma gibt es?

Allergisches Asthma (extrinsisch) wird durch Allergene ausgelöst, nicht-allergisches Asthma (intrinsisch) durch andere Faktoren. Häufig tritt Asthma in einer Mischform auf. Weiterhin wird unterschieden zwischen leichtem Asthma (gelegentliche Symptome), mittelschwerem Asthma (tägliche Symptome) und schwerem Asthma (Dauersymptome mit häufiger Verschlechterung).

Wie wird Asthma diagnostiziert?

Zur Diagnose von Asthma wird neben der Anamnese auch eine Lungenfunktionsprüfung und gegebenenfalls ein Allergietest durchgeführt. Weitere Diagnoseverfahren sind Röntgen, die Blutgasanalyse und die Sputum-Analyse (Untersuchung der Atemwegssekrete).

Welcher Arzt diagnostiziert Asthma?

Für die Behandlung von Asthma stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die entweder bei akuten Beschwerden oder dauerhaft eingenommen werden.

Was sollte ich beachten, wenn ich unter Asthma leide?

Asthmatiker sollten bekannte Auslöser (z. B. Allergene, Chemikalien, Medikamente) unbedingt meiden. Auch schadstoff- oder pollenbelastete Luft, kalte und trockene Luft sowie hohe Ozonbelastungen sollten gemieden werden. Für den Urlaub sind Hochgebirgs- oder Seeregionen aufgrund der niedrigen Pollenbelastung ideal. Ausdauersport wird insbesondere in Lungensportgruppen empfohlen, solange keine Überlastung stattfindet.

Was ist der Unterschied zwischen Asthma und COPD?

Asthma tritt häufig schubweise auf und kann im Laufe des Lebens auch wieder abklingen. COPD ist eine chronisch verlaufende, fortschreitende Erkrankung, bei der es zu irreversiblen Veränderungen der Atemwege kommt.

Wann sollte ich bei einem Asthmaanfall ins Krankenhaus?

Wenn akute Symptome nach Einnahme der Notfallmedikamente nicht zügig abklingen, sollte der Notarzt gerufen werden. Das Gleiche gilt für schwere Asthmaanfälle mit Blauverfärbung der Haut, erhöhtem Puls und gestörtem Bewusstsein oder Sprachvermögen.

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Akuter (schwerer) Asthmaanfall, was ist zu tun?

Asthma: Was ist bei einem akuten Anfall zu tun

Ein akuter Asthmaanfall beginnt häufig mit Husten, pfeifender und giemender Atmung, sowie Kurzatmigkeit. Daraus entwickelt sich eine Atemnot (Dyspnoe) bei der häufig die Ausatmung zur Schwierigkeit wird. Zusätzlich zu den obigen Symptomen verursacht ein Engegefühl in der Brust ein Angstgefühl, das bei dem Patienten die Atemnot nur noch weiter verstärkt.

Deshalb Wichtig! Bewahren Sie Ruhe, seien Sie für den Patienten da und versuchen Sie ihn dadurch zu beruhigen.

Ebenfalls hilft eine Körperhaltung, die das Atmen erleichtert wie etwa der Kutscher- oder Reitersitz.

Eine Atemhilfe, die das Atmen erleichtert, ist die Lippenbremse, bei der die Lippen gespitzt werden und dadurch die Atmung trotz Atemnot effektiver wird.

Wirken daraufhin die verabreichten Bedarfsmedikamente (Reliever) nicht mehr, sodass sich der Zustand nicht verbessert oder gegebenenfalls sogar verschlechtert, ist Vorsicht geboten.

Rufen Sie über die 112 den Notarzt!

Notärzte sowie Notfallsanitäter haben durch weitere Medikamente die Möglichkeit, den Asthmaanfall zu stoppen.

Dazu zählt die Gabe von Sauerstoff sowie von Anticholinergika wie Ipratropiumbromid, das zusammen mit einem Beta-2-Sympathomimetika (Salbutamol) vernebelt wird und zu einer Bronchodilatation führt.

Ebenfalls zählt die intravenöse Gabe von Prednisolon (Cortison/abschwellende Wirkung an den Bronchien) und Magnesiumsulfat (Muskelrelaxation und dadurch Bronchienerweiterung) zur notfallmedizinischen Leitlinie.

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Experte für Asthma (Bronchiale) in München

Dr. med. Sebastian Hellmann

Dr. med. Sebastian Hellmann

 

Oberanger 34-36
80331 München