Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall – Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich unter Rückenschmerzen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und unterscheiden sich in ihrer Therapienotwendigkeit. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, woher der Schmerz rührt. Was sich hinter einem Bandscheibenvorfall verbirgt und wie man diesen behandeln kann, erfahren Sie hier.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Ursachen u.a. fortschreitendes Alter (verschleißbedingte Veränderungen), dauerhafte Fehlbelastung oder Verletzungen, mangelnde Bewegung
Schweregrade Bandscheibenvorwölbung, Bandscheibenvorfall, Sequestrierter Bandscheibenvorfall
Symptome akute, stechende Rückenschmerzen, Beschwerden in Hals, Brustkorb oder Schulter, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen
Untersuchung Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Myelografie, Röntgen, Funktionsdiagnostik
Behandlungsmöglichkeiten schmerzlindernde Medikamente, Physiotherapie, Wärmeanwendung, operativer Eingriff

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei welcher der zähflüssige Kern (Gallertkern) einer Bandscheibe durch Risse, in dem ihn umgebenden Faserrings, bricht. Drückt er auf Nerven, kann das einen stechenden Schmerz und Taubheitsgefühl auslösen.


 

Bandscheibenvorfall – Wenn unser Rückgrat Unterstützung braucht

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich unter Rückenschmerzen. Ursachen dafür gibt es verschiedene: von Bewegungsmangel, über Haltungsschäden hin zum altersbedingten Verschleiß. Liegt der Grund für die Rückenschmerzen in einem Bandscheibenvorfall, ist in vielen Fällen Handlung gefordert. Doch muss ein Bandscheibenvorfall überhaupt behandelt werden? Und wenn ja, welche Therapie ist die richtige? Fragen, die bis zu fünf Prozent aller Menschen einmal selbst betreffen, denn etwa so viele Personen bekommen im Laufe ihres Lebens einmal Probleme mit den Bandscheiben. Männer trifft es dabei übrigens fast doppelt so häufig wie Frauen.

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Was sind Bandscheiben und welchen Zweck erfüllen sie?

Wirbelsäule Aufbau

Unsere Bandscheiben befinden sich in unserer Wirbelsäule, genauer: Sie sind die elastischen, knorpelartigen Verbindungen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern unserer Wirbelsäule. Insgesamt verfügt der menschliche Körper über 23. Sie sind unsere “Stoßdämpfer” und federn Erschütterungen der Wirbelsäule beim Laufen oder Springen ab.

Bandscheiben bestehen aus einem äußeren, harten Faserknorpelring (Anulus fibrosus) und einem weichen polsterartigen Gallertkern (Nucleus pulposus). Längsbänder trennen die Bandscheibe vom Rückenmarkskanal. Nicht zuletzt erlauben erst die elastischen Bandscheiben Dreh- und Beugungsbewegungen der Wirbelsäule.

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Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Ein Blick auf Hals- und Lendenwirbelsäule (HWS und LWS)

Mit zunehmendem Alter verliert der Kern der Bandscheibe an Feuchtigkeit und wird dünner. Zudem nimmt die Elastizität des Faserrings ab – er wird spröde, es entstehen Risse. Dringt degeneriertes Gewebe des Gallertkerns in die Risse, wölbt sich weiter nach außen und durchbricht letztendlich den Faserring, spricht man von einem Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps / Discus-Prolaps). Das ausgetretene Gewebe drückt auf die Spinalnerven, die vom Rückenmarkskanal ausgehen oder direkt auf das Rückenmark – es entstehen Schmerzen.
Bleibt der Faserring intakt, kommt es lediglich zu einer Bandscheibenvorwölbung, die oft einem Bandscheibenvorfall vorausgeht.
Am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf. Man spricht von einem lumbalen Bandscheibenvorfall bzw. einem Bandscheibenvorfall der LWS. Diese Art machen etwa 90 Prozent diagnostizierten Fälle aus. In seltenen Fällen entsteht ein Bandscheibenvorfall auch im Bereich des Übergangs von der Brust- zur Lendenwirbelsäule oder der Halswirbelsäule (HWS). In diesen Fällen ist von einem zervikalen Bandscheibenvorfall bzw. einem Bandscheibenvorfall der HWS die Rede.

Bei Bandscheibenvorfällen werden folgende Schweregrade unterschieden:

  • Bandscheibenvorwölbung (Bandscheibenprotrusion / Protrusio): Die Bandscheibe wölbt sich zwischen den Wirbelkörpern hervor. Ihre äußerste Hülle ist weiterhin intakt.
  • Bandscheibenvorfall (Prolaps / Extrusion): Die äußerste Hülle der Bandscheibe ist gerissen, sodass Bandscheibengewebe des Gallertkerns austritt. Dieses ist jedoch noch mit der Bandscheibe verbunden.
  • Sequestrierter Bandscheibenvorfall (Sequester): Bandscheibengewebe tritt in den Wirbelkanal aus und hat keinen direkten Kontakt mehr zur Bandscheibe.
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Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Nicht jeder Bandscheibenvorfall macht sich durch Beschwerden bemerkbar. Untersuchungen haben ergeben, dass in vielen Fällen ein Bandscheibenvorfall sogar dauerhaft unbemerkt bleibt, da keine Rückenschmerzen oder sonstige Symptome auftreten. Treten Beschwerden auf, verschwinden sie in etwa 90 Prozent der Fälle innerhalb von sechs bis zwölf Wochen wieder.

Ob und wie heftig sich ein Bandscheibenvorfall bemerkbar macht, hängt maßgeblich davon ab, welche Nerven durch das Austreten des Gallertkerns beeinträchtigt werden. Stechende Schmerzen im Rücken, die mitunter bis in Beine und Füße ausstrahlen, sind ein zentrales Symptom eines Bandscheibenvorfalls. Bisweilen entwickeln sich die Schmerzen allmählich.

Bei einem Vorfall im Bereich der Hals- oder Brustwirbelsäule (Bandscheibenvorfall HWS / BWS) treten Beschwerden in Hals, Brustkorb oder Schulter auf, die sich bis in Arme und Hände erstrecken können. Häufig verstärken sich die Schmerzen bei Bewegung.

Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen und Beinen können einen Bandscheibenvorfall begleiten und sind ein weiteres Symptom, bei welchem der Betroffene seine Aufmerksamkeit auf seine Wirbelsäule richten sollte. Selten treten Lähmungserscheinungen in den Extremitäten auf. Die Art der Schmerzen und ob Gefühlsstörung oder Lähmung auftreten, ist von der Lokalisation des Bandscheibenvorfalles und der jeweils betroffenen Nervenwurzel abhängig. Neurologisch kann der Arzt anhand des Reflexmusters der betroffenen Muskeln und der Ausbreitung der Gefühlsstörung auf die Höhe der betroffenen Bandscheibe schließen.

Mögliche Symptome eines Bandscheibenvorfalls auf einen Blick:

  • akute stechende Schmerzen im Rücken, die mitunter in die Beine ausstrahlen (Ischialgie)
  • verhärtete Muskulatur im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt
  • Beschwerden in Hals, Brustkorb oder Schulter
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Gesäß, Armen oder Beinen
  • selten: Lähmungserscheinungen in den Extremitäten
  • gestörte Blasen- und/oder Darmfunktion (“Kauda-Syndrom”, medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss)

Spezifische Symptome eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule (HWS):

  • Nackenschmerzen
  • ausstrahlender Schmerz in den Arm, Hand oder Hinterkopf
  • Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kältegefühl im Arm oder Hand

Spezifische Symptome eines Bandscheibenvorfalls in der Lendenwirbelsäule (LWS):

  • ausstrahlender Schmerz ins Gesäß oder Bein
  • gelegentlich Kribbeln im Bein
  • Lähmungen der Beinmuskulatur

 

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Welche Ursachen hat ein Bandscheibenvorfall?

Gene und Alter sind nur zwei der möglichen Ursachen

Zwar können einem Bandscheibenvorfall genetische Veranlagungen zugrunde liegen, doch geht er in den meisten Fällen auf verschleißbedingte Veränderungen zurück, die mit zunehmendem Alter einhergehen. Dennoch: auch jüngere Menschen können einen Bandscheibenvorfall erleiden. In diesen Fällen sind meist dauerhafte Fehlbelastung oder Verletzungen der Grund. Mangelnde Bewegung, vorwiegend sitzende Tätigkeit, Übergewicht und ständiges schweres Heben erhöhen das Risiko, einen Bandscheibenvorfall zu erleiden.

Mögliche Ursachen eines Bandscheibenvorfalls auf einen Blick:

  • Alterungsprozesse (Elastizitätsverlust)
  • Übergewicht
  • mangelnde Bewegung
  • ständiges Sitzen
  • schweres Heben (mit falscher Rückenhaltung)
  • dauerhafte Fehlbelastung der Wirbelsäule
  • genetische Veranlagung

 

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Prävention: Kann man einem Bandscheibenvorfall vorbeugen?

Bewegung, Muskulatur und Ergonomie – starke Helfer für unseren Rücken

Wir können viel dafür tun, nicht an einem Bandscheibenvorfall zu erkranken. Dazu gehören u.a. Sport und viel Bewegung, auch in Form von Übungen, die die Bauch- und Rückenmuskulatur stärken. Eine gut ausgebildete Muskulatur stützt die Wirbelsäule und entlastet somit die Bandscheiben. Ganz nebenbei kann sportliche Betätigung dabei unterstützen, Übergewicht zu reduzieren, welches wiederum einen Bandscheibenvorfall begünstigt.

Wer eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausübt, sollte ab und zu aufstehen und umhergehen sowie regelmäßig die Sitzposition bzw. Haltung etwas variieren. Daneben ist es wichtig, dass ein Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet ist. So sollte u.a. der Bürostuhl Ihrer Körpergröße angepasst werden (optimal ist es, wenn Ober- und Unterschenkel im 90-Grad-Winkel zueinander stehen) und eine verstellbare Rückenlehne besitzen. Der Schreibtisch sollte eine Höhe haben, bei der die Unterarme im 90-Grad-Winkel abgelegt werden können. Der Monitor sollte sich etwa in Augenhöhe befinden – das entlastet die Halswirbelsäule.

Auch im Haushalt spielt die richtige Höhe von Geräten und Arbeitsplatten eine Rolle, bspw. beim Staubsaugen, Bügeln, Abwaschen oder Wäsche aufhängen. Bei letzterem gilt: Wäschekorb auf einen Stuhl stellen, so muss man sich nicht für jedes Wäschestück bücken.

Schwere Lasten sollten nur mit geradem Rücken, d.h. durch das Beugen der Knie, gehoben werden!

Einem Bandscheibenvorfall vorbeugen – Unsere Tipps auf einen Blick:

  • Bewegung, Bewegung, Bewegung! Sport stärkt die Rückenmuskulatur und eine starke Rückenmuskulatur entlastet die Wirbelsäule. Rückenfreundliche Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Gymnastik oder Radfahren (mit erhöhtem Lenker).
  • Normalgewicht. Übergewicht bedeutet immer Belastung für die Wirbelsäule. Deswegen am besten auf ein gesundes Körpergewicht achten.
  • Matratzenwahl. Nicht an der Matratze sparen. Wir verbringen so viel Zeit im Bett, dass es unser Rücken dankt, wenn wir in eine gute Matratze investieren.
  • Rückenfreundlicher Arbeitsplatz. Bei sitzenden beruflichen Tätigkeiten auf einen ergonomischer Stuhl und regelmäßiges Wechseln der Sitzposition achten. Zwischendurch immer mal wieder aufstehen, sich strecken und ein wenig bewegen.
  • Rückenfreundlicher Haushalt. Die richtige Höhe von Arbeitsplatten und Geräten kann für den Rücken den entscheidenden Unterschied machen. 
  • Schwere Lasten richtig heben. Auf eine rückenfreundliche Bewegungsausführung achten. Lasten nicht mit gekrümmten Rücken heben, sondern in die Knie gehen und das Kreuz gerade halten. Am besten nie einseitig heben.

 

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Diagnose eines Bandscheibenvorfalls

Neurologisch, bildgebend und funktional

Treten dauerhaft Schmerzen im Rücken auf, ist es in jedem Fall sinnvoll einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird zunächst durch gezielte Fragen eine ausführliche Anamnese vornehmen. In der Regel klopft und tastet er im zweiten Schritt die betroffene Region ab und prüft die Reflexe. In nicht allen Fällen sind bildgebende Verfahren notwendig, um einen Bandscheibenvorfall sicher zu diagnostizieren.

Vergleich einer gesunden und einer geschädigten Bandscheibe

Unsere Wirbelsäule

– stark vereinfachter Aufbau einer intakten Wirbelsäule

Zu sehen sind Wirbelkörper, Bandscheiben und Nervenbahnen.

 

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Bandscheibenvorfall

– Austritt des Gallertkerns

Der Gallertkern durchbricht die ihn umgebende Hülle und tritt aus. Trifft er auf Nerven, kann dies starke Schmerzen und körperliche Beeinträchtigungen auslösen.

 

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

 

 

Neurologische Untersuchungen

Gehören Kribbeln und Taubheitsgefühl zu den Symptomen des Patienten, nimmt ein Rückenspezialist genauere körperliche Untersuchungen vor, um zu testen, ob diese Erscheinungen tatsächlich auf eine Verletzung einer Bandscheibe zurückzuführen sind. Er lässt den liegenden Patienten z. B. das gestreckte Bein anheben. Auf diese Weise sieht er ob und wann Schmerzen auftreten. Diese spezifischen neurologischen Tests verraten dem behandelnden Arzt, ob ein Bandscheibenvorfall als Diagnose in Betracht kommt und, wenn ja, auf welcher Höhe die Wirbelsäule beschädigt ist.

Bildgebende Verfahren  

MRT-, CT- und Röntgenbilder verraten genaueres

Nicht immer sind sogenannte bildgebende Verfahren notwendig – im Gegenteil: bildgebende Verfahren können Ärzte falsche Schlüsse ziehen lassen. Jedoch können sie, z. B. wenn die Schmerzen für den Patienten unerträglich sind oder auch nach mehreren Wochen Behandlung nicht nachlassen, bei der genauen Diagnose durchaus helfen. So verraten Röntgenbilder, ob sich Wirbel verschoben haben und eine Computertomografie (CT) oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) geben Aufschluß, über die Lokation und die Richtung des Bandscheibenvorfalls. In bestimmten Fällen bedient sich der Arzt einer Myelographie. Hier wird Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt, anschließend ein Röntgenbild oder CT angefertigt.

In diesen Fällen ist ein bildgebendes Verfahren unbedingt sinnvoll:

  • wenn Lähmungserscheinungen an den Extremitäten auftreten
  • wenn die Blasen- und/oder Darmfunktion beeinträchtigt sind
  • bei sehr starken Schmerzen, auch nach mehreren Wochen Behandlung 
  • wenn der Verdacht nach der Anamnese einen Tumor nicht ausschließt

Funktionsdiagnostik

Eine weitere Methode der Diagnose stellt die von Dr. med. Franz Copf entwickelte Funktionsdiagnostik dar. Hierbei können auf Basis von röntgenologischer sowie computertomographischer Diagnosemethoden einzelne Wirbelsäulenabschnitte analysiert werden. Auf diese Weise kann das Verhalten der Bandscheiben in besonderen Lagen und unter besonderen Belastungen besser beurteilt werden. Dies wiederum erlaubt, das Bewegungszentrum jedes einzelnen Wirbelsäulenabschnittes präzise bestimmen zu können. Vorteile dieser funktionellen Diagnose liegen zum einen in der präziseren Beurteilung, wann eine Operation notwendig ist und zum anderen in der optimierten Planung für minimalinvasive oder operative Eingriffe.

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Fallen Kosten für die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls an?

Oder übernehmen die Krankenkassen?

In der Regel werden alle Behandlungsmethoden, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, übernommen. Dazu gehören Kosten für ärztliche Behandlung und die jeweiligen Diagnostikverfahren sowie für physiotherapeutische Maßnahmen und Medikamente. Physiotherapeutische Behandlungen sind jedoch in der Anzahl begrenzt. Auch ein operativer Eingriff, Krankenhausaufenthalt und eventuelle Reha-Maßnahmen gehören dazu. Einzige Einschränkung: die üblichen gesetzlichen Zuzahlungen. Alternative Behandlungsmethoden dagegen wie Chiropraktik oder Osteopathie werden nur selten von den Kassen erstattet.

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Häufige Fragen zum Thema Bandscheibenvorfall

Was sind typische Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls

Nicht immer wird ein Bandscheibenvorfall bemerkt. Verursacht der Vorfall jedoch Schmerzen treten diese akut oder sich langsam entwickelnd im Bereich der Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule auf. Von dort strahen sie häufig in Beine und Arme aus. Empfindungsstörungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder seltener Lähmungserscheinungen können Anzeichen für ein Bandscheibenvorfall sein.

Warum kommt es zu einem Bandscheibenvorfall?

Die Gründe können sowohl altersbedingter Verschleiß der Bandscheiben als auch Fehl- oder Überbelastungen, Verletzungen, Übergewicht oder auch eine ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung sein.

Muss ein Bandscheibenvorfall immer operiert werden?

Nein – nur bei 10 Prozent der Betroffenen ist ein operativer Eingriff notwendig.

Sind Bandscheibenvorfall, Hexenschuss und Ischias das Gleiche?

Nein – ein Hexenschuss kann zwar ähnliche Schmerzen verursachen, ist aber auf funktionelle Störungen – also strapazierte Muskeln oder Bänder im Rücken zurückzuführen. Ischias dagegen kann im Zuge eines Bandscheibenvorfalls auftreten, wenn dadurch der Ischiasnerv gereizt oder eingeklemmt ist.

Darf man nach einem Bandscheibenvorfall wieder Sport treiben?

Ja – allerdings sollte man die Bandscheibe nicht sofort nach der Genesung wieder voll belasten. Es ist ratsam, den Körper wieder Schritt für Schritt daran zu gewöhnen.

Was genau drückt bei einem Bandscheibenvorfall auf die Nerven?

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus dem Inneren der Bandscheibe aus und drückt auf Nervenbahnen oder Rückenmark.

Verursacht ein Bandscheibenvorfall immer Schmerzen?

Nein – er kann auch symptomfrei verlaufen.

Wie kann ich mich vor einem Bandscheibenvorfall schützen?

Wer durch Sport und Bewegung seine Rückenmuskulatur stärkt und sein Gewicht im Normalbereich hält, hat gute Chancen, nicht daran zu erkranken. Schwere Lasten sollten nicht mit gebeugtem Rücken gehoben werden.

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Video über die Diagnose "Bandscheibenvorfall"

 

Informatives und anschauliches Video zum Aufbau der menschlichen Wirbelsäule und der Bandscheiben:

Video zum Bandscheibenvorfall

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Behandlung eines Bandscheibenvorfalls

Gezielte Übungen oder Operation?

In fast 90 Prozent aller Fälle lässt sich ein Bandscheibenvorfall ohne einen operativen Eingriff therapieren. Dabei ist das Ziel zum einen die Schmerzen in den Griff zu bekommen und zum anderen die Rückenmuskulatur zu stärken. Das heißt: schmerzlindernde Medikamente, physiotherapeutische Behandlung, Bewegung und Wärmeanwendungen. Dabei muss der Patient den unbedingten Willen zur Genesung sowie Geduld mitbringen, denn die vollständige Heilung nimmt meist mehrere Wochen in Anspruch. Generell sind sich heute die meisten Ärzte einig, dass bei einem Bandscheibenvorfall zunächst versucht wird, eine Operation zu vermeiden. Natürlich nur wenn keine neurologischen Defizite vorliegen, die eine operative Druckentlastung erforderlich machen.

Machen wir es genauso und werfen zunächst einen Blick auf die nicht-operativen (auch: „konservativen“) Behandlungsmöglichkeiten eines Bandscheibenvorfalls.

Nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

Die beiden Säulen der nicht-operativen Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bilden Bewegung und Schmerztherapie, denn ein Bandscheibenvorfall kann sich mit Zeit und richtigem Training von selbst wieder verkleinern. Dieser Therapieansatz wird durchweg ärztlich begleitet. 

Bewegung statt Bettruhe

Wurde vor geraumer Zeit noch Ruhe und Schonung verordnet, ist heute das Gegenteil der Fall. Natürlich gilt es, nicht zu übertreiben, aber zu Aktivität und gezielten körperlichen Übungen im Rahmen einer Physiotherapie wird durchaus geraten. Meist wird umgehend nach der Diagnose mit der Physiotherapie begonnen. Ziel ist es, die Beweglichkeit und die Muskulatur im Rücken zu verbessern. Auch Sportartren, wie joggen oder schwimmen, sind – in Absprache mit dem behandelnden Arzt und bei Schmerzfreiheit – kein Tabu.

Schmerztherapie: Medikamente statt Operation

Das Bewegung unter Schmerzen mehr schadet als hilft, gilt auch bei einem Bandscheibenvorfall. Das Einnehmen von Schonhaltungen kann die Beschwerden verschlimmern. Deswegen wird der bewegungstherapeutische Ansatz meist durch eine medikamentöse Behandlung unterschützt.

Folgende rezeptfreie Medikamente werden häufig bei Rückenschmerzen/einem Bandscheibenvorfall eingesetzt:

  • Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR): Bei NSAR handelt es sich um schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Schmerzmittel. Hierzu gehören bspw. die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen.
  • Paracetamol: Paracetamol ist ebenfalls ein Schmerzmittel und eignet sich für Menschen, die Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR nicht vertragen.


Wichtig: Bitte nehmen Sie die oben genannten Medikamente über einen längeren Zeitraum nie ohne ärztliche Aufsicht bzw. nicht ohne eine vorherige Absprache mit Ihrem Arzt ein!

Folgende verschreibungspflichtige Medikamente können bei Rückenschmerzen/einem Bandscheibenvorfall eingesetzt werden:

  • Opioide: Diese sehr starke Schmerzmittel dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden. Opioide unterscheiden sich in ihrer Stärke. So ist Morphin bspw. ein sehr starkes Mittel, Tramadol dagegen ein schwächeres. Von einer längeren Einnahme ist aufgrund teilweise schwerer Nebenwirkungen sowie vor allem aufgrund einer drohenden Abhängigkeit abzuraten.

  • Kortikoide: Diese entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mittel können in Tablettenform, als Infusionen oder mit Spritzen in den Muskel injiziert bzw. verabreicht werden. Durch die langfristige Einnahme/Injektion von Kortikoiden kann das Risiko folgender Erkrankungen steigen: Magengeschwüre, Osteoporose, Infektionen, Hautprobleme, Grüner Star (Glaukom) sowie Störungen des Zuckerstoffwechsels.
  • Muskelrelaxantien: Hierbei handelt es sich um Beruhigungsmittel, die auch eine entspannende Wirkung auf die Muskeln haben. Hierzu gehören Mittel aus der Gruppe der Benzodiazepine, wie etwa Tetrazepam. Langfristig können diese Wirkstoffe abhängig machen. Daneben können sie zu Müdigkeit und Benommenheit führen, die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen sowie die Leberfunktion stören und zu Magen-Darm-Komplikationen führen.
  • Antikonvulsiva: Diese normalerweise bei Epilepsie angewendeten Mittel können auch für die Behandlung von Nervenschmerzen (Neuralgien) angewendet werden. Nebenwirkungen: u.a. Benommenheit, Müdigkeit, Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.

Bei sehr starken Schmerzen hilft vielen Betroffenen die “Stufenlagerung”. Das bedeutet: Rückenlage mit höher gelagerten Unterschenkeln (etwa so hoch ist, dass Ihre Unter- und Oberschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden). Doch auch hier gilt: Nicht zu lange inaktiv bleiben!

Weitere Optionen der Therapie

Die manuelle und physikalische Therapien sowie Injektionsbehandlungen zählen ebenfalls zu den nicht-operativen Optionen, die zur Schmerzlinderung eines Bandscheibenvorfalls eingesetzt werden.

Manuelle und physikalische Therapien tragen möglicherweise nicht zu einer beschleunigten Genesung eines Bandscheibenvorfalls bei, jedoch empfinden viele Patienten Massagen und Wärme- bzw. Kältetherapien als sehr angenehm, was den Heilungsprozess zumindest erträglicher gestaltet.

Verschiedene Massagetechniken, lockern betroffene Muskeln.  Wärme- und Kälteanwendungen gehören zur physikalischen Therapie. Beispielsweise können Wärmepflaster/-packungen, ein Saunabesuch, ein heißes Bad oder eine Infrarot-Bestrahlung Schmerzen im Rücken lindern. In der Regel gilt: Wärme hilft gegen verspannten Muskeln. Bei Nervenreizungen kann Kälte wirksamer sein (bspw. kalte Umschläge oder Kühlpads).

Betäubungsmittel und/oder entzündungshemmende Medikamente werden bei dem Wirbelsäulennahen Spritzen (auch Periradikuläre Therapie oder Injektionsbehandlung) in die unmittelbare Nähe der gereizten Nervenwurzel gespritzt. Hierzu gibt es – je nach Injektionsort – verschiedene Möglichkeiten: So wird bei der lumbalen Spinalnervenanalgesie (LSPA / Wurzelblockade) direkt die Nervenwurzel betäubt, indem das Medikament an die Austrittsstelle der Nervenwurzel aus dem Wirbelkanal gespritzt wird. Bei der lumbalen Periduralanalgesie wird das Medikament in den sogenannten Periduralraum gespritzt („peridurale Injektion“), der das Rückenmark und die Rückenmarksflüssigkeit im Wirbelkanal umgibt.

Zwar können Wirbelsäulennahe Spritzen die Rückenschmerzen lindern, jedoch sollte eine Behandlung sorgfältig mit dem Arzt abgewogen werden. Nebenwirkungen wie Nachblutungen, Infektionen und Nervenverletzungen können auftreten. Daneben kann eine langfristige Behandlung zu einer Muskelschwächung führen.

Bandscheiben-Operation

Nicht in vielen Fällen muss ein Bandscheibenvorfall operiert werden. Bei einer Bandscheiben-Operation wird störendes Gewebe, das auf die Nervenenden drückt, entfernt, die Nerven auf diese Weise entlastet. Moderne Operationstechniken erlauben es, einen Bandscheibenvorfall minimal-invasiv zu behandeln. Ein klarer Vorteil ergibt sich dadurch vor allem in der Phase nach der Operation: Der Wundheilungsprozess ist wesentlich kürzer und es bleiben weniger bis kaum Narben sichtbar. In der Regel ist eine operative Behandlung des Bandscheibenvorfalls jedoch nur bei einem von zehn Patienten erforderlich.

In welchen Fällen ist eine Operation der Bandscheiben angebracht?

  • konservative Methoden schlagen nicht an
  • Lähmungserscheinungen
  • Blasen- und Darmfunktion sind gestört
  • Taubheitsgefühl im Genital- und Analbereich

Die verschiedenen Bandscheiben-OP-Techniken

Mikrochirurgische Diskektomie

Die Mikrochirurgische Diskektomie hat die offene Diskektomie beinahe vollständig abgelöst und ist das am häufigsten angewendete Bandscheibenvorfall-Operationsverfahren, sie gilt somit als Standard-Bandscheiben-OP. Über einen kleinen Hautschnitt wird das aus dem Gallertkern ausgetretene Material entfernt. Dies geschied mit Zuhilfenahme eines speziellen Operationsmikroskops. Der Druck auf die Nerven oder das Rückenmarkw wird so vermindert. Um eine Verletzung des Nerv zu vermeinden, muss der Chirurg äußerst vorsichtig vorgehen.

Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Ein kurzer stationärer Aufenthalt sowie eine anschließende stationäre Rehabilitation sind in der Regel erforderlich bzw. angeraten. Berufliche Tätigkeiten können frühestens nach zwei Wochen wieder aufgenommen werden.
 
Offene Diskektomie

Bei der offenen Diskektomie ist der Hautschnitt deutlich größer und die Komplikatisonsrate ebenfalls. Aus diesem Grund wird die OP heute nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt.

Endoskopische Bandscheiben-OP (“Schlüssellochchirurgie”)

Die endoskopische Bandscheiben-OP wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Über einen lediglich einen Zentimeter großen Hautschnitt werden das Endoskop und die chirurgischen Instrumente eingebracht (Kamera, Licht, Spülung und Arbeitskanal). Über einen Monitor kann der Operateur alle Vorgänge überwachen und sich im Operationsbereich navigieren. Das Bandscheibengewebe wird vorsichtig entfernt. Dieses Verfahren kann nicht bei allen Bandscheibenvorfällen angewendet werden (Abhängig von Lokalisation und Art des Bandscheibenvorfalls), so ist es ungeeignet, wenn das Bandscheibengewebe sich abgeöst hat und / oder sich im Wirbelkanal befindet.

Nach einer endoskopischen Bandscheiben-Operation können Patienten nach nur rund zwei Stunden wieder aufstehen. Eine umfangreiche Nachbehandlung oder Reha-Maßnahmen sind in der Regel nicht notwendig.

Bei endoskopisch operierten Patienten ist die Häufigkeit eines erneuten Bandscheibenvorfalls an der selben Stelle  übrigens etwa so hoch wie bei anderen Operationsverfahren und liegt bei fünf bis zehn Prozent.

Nukleoplastie

Die Nukleoplastie kann eine Alternative zu anderen Verfahren sein, solange der Faserring der Bandscheibe sowie das hintere Längsband intakt sind.

Bei einer Nukleoplastie (Dauer ca. 30 Minuten) wird unter örtlicher Betäubung eine feine Hohlnadel / Kanüle in den Gallertkern der betroffenen Bandscheibe eingeführt. Die Spitze der Kanüle wird anschließend durch einen kurzen Stromstoß auf 40 bis 70 Grad erhitzt, sodass das Bandscheibengewebe verdampft. Dieser als “Coblation” bezeichnete Vorgang ist auf einen sehr kleinen Radius begrenzt, um nur so viel Bandscheibengewebe wie nötig zu entfernen. Es wird somit verhindert, dass das umliegende Gewebe großflächiges verschmort. Je nach Bedarf wird die Verdampfung mehrmals durchgeführt. Anschließend wird die kleine Einstichstelle im Gallertkern ebenfalls mit einem kurzen Stromimpuls verschlossen. Auf diese Weise bleiben der umgebende Faserring und die Stabilität der Bandscheibe intakt.

Bei Bandscheibenverschleiß in der HWS und LWS: DiscMaxx Hydrogel™

Chronische Rückenschmerzen haben ihren Ursprung häufig in einem Verschleiß der Bandscheibe. Grund ist eine geminderte Speicherung von Flüssigkeit. Ist die Austrockung des Gallertkerns weit fortgeschritten, limitiert dies seine Funktion als Puffer – Überlastung und letztendlich ein Bandscheibenvorfall können auftreten. Ein biologisches Hydrogelkissen kann entgegenwirken.

Ein kurzer, etwa 15-minütiger stationärer Eingriff ist zur Einbringung des Gydrogelkissens erforderlich. Die betroffene Bandscheibe wird unter lokaler Betäubung oder in Dämmerschlaf mit einer feinen Nadel (1 mm) punktiert. Dieser Prozess findet unter der Kontrolle bildgebender Verfahren statt, um die exakte Positionierung des Gels zu gewährleisten. Nach etwa einer Stunde dehnt sich das spezielle Hydrogel aus. Die Schmerzen verlieren anschließend meist sehr schnell an Intensität.

Spezielle minimal-invasive Technik der Bandscheiben-OP

Im Rahmen von operativen Behandlungen von Bandscheibenvorfällen haben wir uns auf eine minimalinvasive Technik spezialisiert. Die Technik unterscheidet sich von den konventionellen Methoden durch einen besseren Zugang zur Wirbelsäule, der eine exakte Behandlung des ganzen Bandscheibenvorfalls möglich macht. Genutzt wird eine Öffnung in der Wirbelsäule, die mit dem so genannten “gelben Band” (Ligamentum flavum) verschlossen ist. Dieses wird bei „normalen“ offenen, mikrochirurgischen Eingriffen inklusive eines Stückchens vom umgebenden Knochengewebe entfernt. Das kann zu Blutungen im Zugangsgebiet führen. Die Nerven können so verkleben und Blut sich an die beiden Wirbel setzen. Die Folge: bei Bewegung der beiden Wirbel kann ein Narbenschmerz oder ein Postdiskotomiesyndrom auftreten.

Wir entfernen das gelbe Band nicht, sondern spalten es und gehen mit einem speziellen, gebogenen Endoskop in die Öffnung. Der Vorteil ist die freie Sicht in den ganzen Spinalkanal. So kann die Dekompression vorgenommen werden. Das gelbe Band wird am Schluss mit einer Mikro-Naht vernäht. Nachblutungen in den Spinalkanal und somit Komplikationen mit ausstrahlenden Schmerzen, Lähmungen oder Gefühlsstörungen werden so verhindert. Der Patient kann fast unmittelbar nach der OP wieder aufstehen und gehen. Neben einer kleinen Narbe wird der Zugangsschaden minimal gehalten, auch an der Wirbelsäule selbst kommt es zu keinen Verletzungen.

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Experte für Bandscheibenvorfall in Stuttgart

Dr/univ. Franz Copf

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Dr. med. Dirk Maier

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Experte für Bandscheibenvorfall in Stuttgart

 Michael Boutsakis

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Dr. med. Peter Krause

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