Haarausfall

Haarausfall (Alopezie)

Haarausfall - Nicht nur ein Männerproblem, auch viele Frauen sind betroffen. Hier erfahren Sie die wichtigsten Infos über Ursachen, Diagnose und Behandlung.

Die wichtigsten Infos über Haarausfall (Alopezie)

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Thomas Schulz (Hautarzt in Rottweil) verfasst 

Wenn die Haare mit zunehmendem Alter dünner werden, ist der Leidensdruck oftmals groß. Mehr als die Hälfte der Männer über 50 klagt über Haarausfall bis hin zur Kahlheit. Entgegen der landläufigen Annahme handelt es sich dabei jedoch keineswegs um ein reines Männerproblem. Auch unter Frauen ist Haarausfall weit verbreitet und stellt für Betroffene häufig eine enorme psychische Belastung dar.

Ein gewisser Haarverlust ist ganz normal und muss kein Anlass zur Sorge sein. Von Haarausfall im medizinischen Sinne spricht man, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. In diesem Fall kann eine dermatologische Untersuchung Aufschluss darüber geben, ob aus medizinischer Sicht ein Haarausfall vorliegt.

Im Folgenden klären wir Sie über die wichtigsten Informationen zum Thema „Haarausfall” auf.

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Was ist Haarausfall?

In der medizinischen Fachsprache wird unterschieden zwischen Haarverlust (Effluvium) und Haarlosigkeit (Alopezie). Der Begriff Haarverlust bezeichnet zunächst nur einen verstärkten Ausfall von Kopfhaaren, während bei einer Alopezie bereits kahle Stellen auftreten. Beide Erscheinungsformen gelten aus medizinischer Sicht nicht als Krankheit, sondern werden als rein kosmetisches Problem angesehen. Dennoch leiden Betroffene teilweise erheblich unter der optischen Erscheinung, die der Haarausfall mit sich bringt.

Das menschliche Haar hat eine begrenzte Lebensdauer und wird nach einer gewissen Zeit durch nachwachsende Haare ersetzt. Menschen mit gesundem Kopfhaar verlieren auf diese Weise täglich etwa 50 - 100 Haare.

Gehen jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich mehr als 100 Haare pro Tag verloren, so spricht man von Haarausfall. Zugleich wachsen auch deutlich weniger Haare nach, als abgestoßen werden. Mit der Zeit dünnt die Haardichte immer weiter aus, es bilden sich kahle Stellen.

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Exkurs: Das Haar - Aufbau und Lebenszyklus

Jeder Mensch hat unterschiedlich viele Kopfhaare, abhängig von der Haardichte und Haarfarbe. In der Regel trägt der Mensch etwa zwischen 90.000 und 150.000 Haare auf seinem Kopf.

Das Haar lässt sich in drei Schichten unterteilen. Die äußerste Schicht, die Cuticula, stellt die Schutzschicht des Haares dar. Sie besteht aus schuppenartig angeordneten Zellen, die für das Erscheinungsbild der Haare verantwortlich sind. Liegen die einzelnen Schuppen flach an dem Haar an, wirkt dieses glänzend und strahlend, da die Oberfläche das Licht reflektiert. Die mittlere Schicht wird Cortex genannt und macht in etwa 80 Prozent des Haares aus. Diese Faserschicht enthält die Farbpigmente und bestimmt die Elastizität des Haares. Im Inneren des Haares befindet sich die Medulla, das sogenannte Haarmark. 

Haar Aufbau und Lebenszyklus

Der Lebenszyklus eines Haares unterteilt sich in drei Phasen. Die erste Phase ist die Anagenphase, die Wachstumsphase des Haares. Diese dauert in der Regel ca. 2 bis 6 Jahre. Zwischen 80 und 90 Prozent der Haare befinden sich in dieser Phase. Anschließend beginnt die Katagenphase. In dieser Zeit, die meist zwei bis drei Wochen andauert, befindet sich das Haar im Übergang, weshalb diese auch als Übergangphase bezeichnet wird. Das Haar stoppt das Wachstum und löst sich schließlich von der Haarwurzel. Nur etwa ein Prozent aller Haare befindet sich jeweils in dieser Phase. In der letzten Phase, der Telogenphase, wird das alte Haar abgestoßen, da ein neues Haar nachwächst. Diese Phase dauert ca. drei Monate. Insgesamt durchläuft jede Haarwurzel im Laufe eines Lebens diesen Zyklus bis zu 20 Mal. Der Mensch verliert also regelmäßig Haare, zwischen 60 und 100 Haare pro Tag. Dieser Haarverlust ist völlig normal und ist kein Grund zur Sorge.

Dieser Abschnitt ist ein Auszug aus der Interviewserie mit Dr. med. Thomas Schulz. Hier geht es zur gesamten Interviewserie: Interviewserie zum Thema Haarausfall

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Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Haarausfall kann in mehreren Formen mit unterschiedlich starker Ausdünnung auftreten. Abhängig von der Art des Haarausfalls zeigen sich bei vielen Betroffenen charakteristische Muster, etwa in Form von Geheimratsecken oder vereinzelten kahlen Stellen. 

Drei Arten des Haarausfalls treten besonders häufig auf:

  • Androgenetische Alopezie (Alopezia androgenetica)
  • Diffuser Haarausfall (Alopezia diffusa)
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)

Haarausfall Arten im Vergleich

Ein Großteil aller Betroffenen leidet an der sogenannten androgenetischen Alopezie. Dieser genetisch bedingte Haarausfall beginnt bei Männern meist an den Schläfen und kann bis zur teilweisen oder vollständigen Glatzenbildung fortschreiten. Bei Frauen äußert sich die androgenetische Alopezie in der Regel durch ausgedünntes Haar entlang des Scheitels.

Der kreisrunde Haarausfall ist charakterisiert durch kreisrunde, kahle Stellen am Kopf, im Bart oder viel seltener auch in der Körperbehaarung. Diese Form des Haarausfalls tritt bei Erwachsenen, seltener auch bei Kindern auf und heilt in der Regel spontan ab. Bei ausbleibender Spontanheilung nach ca. 3 Monaten sollte der Hautarzt aufgesucht werden.

Als diffusen Haarausfall bezeichnet man eine generelle Ausdünnung der Haare. Bei dieser Form des Haarausfalls treten keine abgegrenzten kahlen Stellen auf, sondern die Haardichte nimmt ohne Betonung gleichmäßig ab. Die Kopfhaut tritt unter der Behaarung sichtbar hervor.

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Haarausfall bei Männern und bei Frauen: Gibt es Unterschiede?

Haarausfall tritt sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf, wobei der Haarverlust bei Männern in der Regel deutlich stärker ausfällt. Mit zunehmendem Alter bilden sich typischerweise kahle Stellen an den Schläfen, die bis zu einer ausgeprägten Glatze fortschreiten können. 

Frauen hingegen leiden meist unter ausgedünntem Haar im Scheitelbereich, ohne dass gänzlich kahle Stellen entstehen. Nur in seltenen Fällen entwickeln Frauen das männertypische Muster mit Geheimratsecken und fortschreitender Glatzenbildung.

Unterschiede gibt es auch hinsichtlich des Alters, in dem der Haarausfall erstmalig auftritt. Bei Männern zeigt sich ein androgenetischer Haarausfall oftmals schon im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter. Frauen hingegen klagen in der Regel erst nach der Menopause über dünner werdendes Haar.

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Ursachen für Haarausfall

Genetische Ursachen

Die häufigste Form des Haarausfalls, die androgenetische Alopezie, ist genetisch bedingt. Die Haarfollikel reagieren aufgrund einer erblichen Veranlagung überempfindlich auf die sogenannten Androgene, genauer gesagt auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Dieses männliche Hormon beeinflusst die Entwicklung der Haare und kann ihre Lebensdauer verkürzen. Das Kopfhaar fällt schneller aus, die nachwachsenden Haare werden immer dünner, bis nur noch ein feines Flaumhaar bleibt. Häufig stirbt die Haarwurzel im Laufe der Zeit ganz ab. Doch auch wenn es sich bei der androgenetischen Alopezie um einen erblich bedingten Haarausfall handelt, kann nicht ohne weiteres von der Haardichte des Vaters auf die zukünftige Haardichte des Sohnes geschlossen werden. Hier spielen verschiedene Gene eine Rolle, es handelt sich bei dieser Form des Haarausfalls somit um eine „genetisch komplexe Erkrankung". 

Haarausfall androgenetische Alopezie

Hormonelle Ursachen

Haarausfall bei Frauen kann auch hormonelle Gründe haben. Dazu zählt etwa die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren, nach einer Geburt oder nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille. Eine weitere mögliche Ursache ist die sogenannte Hyperandrogenämie. Dabei handelt es sich um eine hormonelle Störung, bei der Frauen einen Überschuss an männlichen Hormonen produzieren.

Erkrankungen oder Nährstoffmangel

Gelegentlich entsteht Haarausfall auch infolge einer Erkrankung oder Mangelerscheinung. Als Auslöser kommen beispielsweise eine Störung der Schilddrüsenfunktion, eine Erkrankung der Kopfhaut oder Eisenmangel infrage. Außerdem kann der Haarverlust als Nebenwirkung einer Chemotherapie, Strahlentherapie oder medikamentösen Behandlung auftreten.

Auch verschiedene Hauterkrankungen können Ursache für den diffusen Haarausfall sein. Hier sind bspw. Pilzinfektionen, Bakterien- oder Virusinfekte (bspw. Herpes), Hauttumore, Schuppenflechte oder Ekzeme auf der Kopfhaut zu nennen.

Beim kreisrunden Haarausfall sind die Ursachen nicht eindeutig geklärt, jedoch wird davon ausgegangen, dass eine Fehlreaktion des körpereigenen Immunsystems vorliegt (Autoimmunkrankheit). Hierbei richten sich die Abwehrzellen gegen die eigenen Haare und lösen eine Entzündung aus, die zur Folge hat, dass die Haare nicht mehr richtig nachwachsen und somit ausfallen. 

Stress

Ein weiterer viel diskutierter Risikofaktor ist Stress. Das betrifft zum einen psychische Stressfaktoren in Familie, Beruf und Partnerschaft. Zum anderen können aber auch physische Einwirkungen wie etwa eine Fastenkur den Organismus unter Stress setzen. Der Körper reagiert dann unter Umständen mit verstärktem Haarausfall.

Mechanische Ursachen

Auch äußere, mechanische Einflüsse können schädigende Auswirkungen auf die Haare haben. Durch manche Frisuren oder Kopfbedeckungen werden die Haare auf Dauer strapaziert. Bspw. kann das häufige Pferdeschwanztragen dazu führen, dass durch den ständigen, festen Zug an den Haaren das Haarwachstum gehemmt wird. Betroffene bemerken schütter werdendes Haar an den Schläfen und im Scheitelbereich

Die möglichen Ursachen für Haarausfall auf einen Blick:

  • Genetische Faktoren
  • Hormonelle Einflüsse / Störungen
  • Erkrankungen, bspw. Schilddrüsenerkrankung (Über- oder Unterfunktion)
  • Mangelerscheinungen (bspw. Eisenmangel), bspw. ausgelöst durch einseitige Ernährung oder chronische Darmerkrankungen
  • Medikamentöse Behandlungen, bspw. Chemotherapie, Betablocker
  • Stress (psychisch und physisch)
  • Mechanische Ursachen, bspw. häufiges Tragen eines festen Pferdeschwanzes

 

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Wie wird Haarausfall diagnostiziert?

Bei einem zunehmenden oder länger andauernden Haarausfall kann ein Besuch beim Dermatologen sinnvoll sein. Oftmals erkennt der Hautarzt schon an den Ausfallmustern, ob es sich etwa um einen genetisch bedingten androgenetischen Haarausfall handelt. Ist die Ursache für den Haarverlust nicht auf den ersten Blick ersichtlich, führt er gegebenenfalls weitere Untersuchungen durch. Infrage kommt beispielsweise eine Blut- oder Haaranalyse sowie in seltenen Fällen eine Kopfhautbiopsie.

Im Rahmen der Anamnese erkundigt sich der Arzt zunächst nach den Symptomen und den persönlichen Lebensumständen des Patienten. Auch weitere Faktoren wie etwa eingenommene Medikamente, generelle Krankheitssymptome oder Fälle von Haarausfall in der Familie sind für den Dermatologen von Interesse. Anschließend untersucht er den Patienten auf mögliche Krankheiten oder Auffälligkeiten, die in Zusammenhang mit dem Haarausfall stehen können. Die Gesundheit von Haaren, Kopfhaut und Nägeln wird ebenso inspiziert wie der generelle Zustand der Körperbehaarung.

In einigen Fällen kann neben der Haaranalyse auch eine Kopfhautbiopsie erforderlich sein, um die Ursache für den Haarausfall ausfindig zu machen. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe aus der Kopfhaut entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht. Auf diese Weise kann der Arzt beispielsweise eine sogenannte narbige Alopezie diagnostizieren. Bei dieser Art von Haarausfall vernarbt die Kopfhaut aufgrund einer Erkrankung. An den betroffenen Stellen wächst kein Haar mehr nach.

Eine Blutuntersuchung kommt als Diagnosemittel infrage, wenn der Arzt eine Erkrankung oder Mangelerscheinung als Ursache vermutet. Anhand der Blutwerte kann er etwa einen Eisenmangel, eine Immunkrankheit oder eine Störung der Schilddrüsenfunktion aufdecken.

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Mögliche Therapien bei Haarausfall

Gerade für Männer sind auf dem Markt unzählige Mittel gegen Haarausfall erhältlich, von denen allerdings nur die wenigsten Wirkung zeigen. Wissenschaftlich belegt sind lediglich die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid. Außerdem kommt für die Behandlung von Haarausfall gegebenenfalls eine Haartransplantation infrage. Ob und in welchem Maße sich ein Behandlungserfolg einstellt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Medikamentöse Therapie des Haarausfalls

Der Wirkstoff Minoxidil wurde ursprünglich als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Als Nebenwirkung kam es gelegentlich zu einem verstärkten Haarwuchs. Diese Eigenschaft macht sich die Medizin heute bei der Behandlung von Haarausfall zunutze. Die betroffene Stelle wird äußerlich mit einer Minoxidil-Lösung behandelt, um den Haarwuchs anzuregen. Ein Behandlungserfolg ist allerdings nicht garantiert und hält auch nur an, solange der Wirkstoff regelmäßig angewandt wird.

Finasterid ist ein Medikament, das in erster Linie gegen Prostatavergrößerung zum Einsatz kommt. Es hemmt unter anderem den Einfluss männlicher Hormone auf die Haarwurzeln. Bei regelmäßiger Anwendung in Tablettenform kann ein genetisch bedingter Haarausfall häufig verringert werden. Da der Wirkstoff auf den Hormonhaushalt Einfluss nimmt, darf er jedoch bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewandt werden.

Haartransplantation

Bei der Haartransplantation wird Eigenhaar an die kahlen Stellen verpflanzt, um das verlorene Haar zu ersetzen. Dazu kommen zwei verschiedene Techniken infrage. Das Haar kann entweder mit einem Hautstreifen (FUT) oder in Form von Haarwurzelgrüppchen (FUE) entnommen werden. Welche Technik im individuellen Fall infrage kommt, hängt unter anderem davon ab, ob der Patient die Haare später sehr kurz tragen möchte. Die Streifentechnik ist mit einem geringeren Zeit- und Kostenaufwand verbunden, hinterlässt allerdings auch eine Narbe, die später bei kurzem Haar sichtbar ist.

Mesotherapie

Neben den genannten Therapieformen kommen unter Umständen noch weitere Methoden infrage, zum Beispiel die sogenannte Mesotherapie. Dabei handelt es sich um eine mehrmonatige Behandlung, bei der spezielle Wirkstoffe in die Kopfhaut injiziert werden. Diese sollen die Durchblutung der Kopfhaut und die Versorgung der Haarwurzeln verbessern.

Weitere unterstützende Maßnahmen

Wer vorbeugend etwas gegen Haarausfall tun möchte, sollte auf eine ausgewogene Ernährung achten, regelmäßig Sport treiben und Stress vermeiden. Auf diese Weise lassen sich einige Risikofaktoren von vorneherein ausschließen. Auch Massagen der Kopfhaut haben sich als Hausmittel gegen Haarausfall bewährt, da sie die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Ob und in welchem Ausmaß sich Erfolge einstellen, hängt allerdings immer von der jeweiligen Form und Ursache des Haarausfalls ab.

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Häufige Fragen zum Thema Haarausfall

Ist Haarausfall immer erblich bedingt?

Ein Haarausfall muss nicht erblich bedingt sein, auch wenn genetische Veranlagung die häufigste Ursache für Haarausfall ist. Als Auslöser kommen ebenfalls Stress, Mangelerscheinungen, Erkrankungen und hormonelle Veränderungen infrage.

Können kaputte Haarwurzeln wieder erneuert werden?

Ist eine Haarwurzel einmal zerstört, kann sie nicht wieder „repariert" werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, gesunde Haarwurzeln in die betroffenen Bereiche zu verpflanzen (siehe Haartransplantation).

Können Mittel aus der Natur gegen Haarausfall helfen?

Die Wirkung von Natur- und Hausmitteln gegen Haarausfall ist wissenschaftlich nicht belegt. Bei einigen Formen des Haarausfalls können jedoch Nahrungsergänzungsmittel wie Biotin, Zink oder Selen eine Besserung herbeiführen.

Spielen Ernährung und Alltagsstress eine Rolle bei Haarausfall?

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass Stress Haarausfall verursachen kann. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Haarausfall. Durch eine ausgewogene Ernährung lassen sich Mangelerscheinungen vermeiden, die unter Umständen einen Haarverlust begünstigen können.

Helfen spezielle Shampoos oder Tinkturen gegen Haarausfall?

In Apotheken und Drogeriemärkten werden verschiedene Mittel gegen Haarausfall angeboten, die jedoch in der Regel nur einen mäßigen Erfolg erzielen. Die Wirkstoffe sind in solchen Produkten meist zu niedrig dosiert, um eine spürbare Wirkung zu zeigen. Hinzu kommt, dass die Wirkstoffe gerade bei Shampoos nur kurz mit der Kopfhaut in Kontakt kommen. Dadurch sind sie nicht in der Lage, tief in die Haarwurzel und den Haarschaft einzudringen.

Sind Shampoos mit Silikonen schädlich für die Haare und können Haarausfall begünstigen? 

Expertenantwort von Dr. Thomas Schulz: 

„Silikone sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich für die Haare, aber sie können das Haar beschweren. Deshalb halte ich silikonhaltige Shampoos für feines und kraftloses Haar nicht besonders gut geeignet. Um herauszufinden, ob im Shampoo Silikone enthalten sind, muss bei den Zusätzen auf die Endung „-cone” geachtet werden. Häufig eingesetzte Silikone sind etwa Dimethicone oder Trimethicone.”

Wie erkenne ich, ob der Haarverlust noch im gesunden Normalbereich liegt?

Expertenantwort von Dr. Thomas Schulz: 

„Der normale Haarverlust liegt bei etwa 50 bis 100 Haaren pro Tag. Bei Verdacht auf Haarausfall sollten Betroffene die ausgefallenen Haare eine Woche lang zählen und anschließend den Durchschnittswert pro Tag ermitteln. Die Ausfallrate kann von Tag zu Tag leicht variieren, sodass sich erst nach mehrtägigem Zählen eine Aussage zum Haarverlust treffen lässt. So ist die Haarausfallrate nach dem Haare waschen meist höher, da mechanisch lockere Haare beim Kämmen ausgezogen werden. An Tagen, an denen die Haare nicht gewaschen werden, ist die Rate entsprechend niedriger.”

Was übernimmt die Krankenkasse?

Die Behandlungskosten bei Haarausfall müssen vom Betroffenen in der Regel selber getragen werden. Die Krankenkasse übernimmt lediglich die Kosten für eine Perücke bei Frauen, wenn diese etwa aufgrund einer Chemotherapie an Haarausfall leiden.

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An welchen Arzt sollten sich Betroffene wenden?

Bei Haarausfall ist der Hautarzt / Dermatologe zentraler Ansprechpartner. Abhängig von den persönlichen Umständen und der vermuteten Ursache hält der Dermatologe gegebenenfalls Rücksprache mit dem Haus-, Kinder- oder Frauenarzt. Außerdem wird mittlerweile in vielen Hautkliniken eine spezielle Haarsprechstunde angeboten, in der sich betroffene Frauen und Männer beraten lassen können.

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