Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)

In Ruhe schlägt das menschliche Herz mit fünfzig bis achtzig Schlägen pro Minute, wobei die Herzfrequenz auch bei gesunden Menschen belastungs- und tageszeitabhängigen Schwankungen unterliegt.

Behandlungen

Herzrhythmusstörungen

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit dem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Dr. Markus Matula erstellt.

Die Herzfrequenz kann bei starker körperlicher und emotionaler Belastung bis auf 180 Schläge pro Minute ansteigen und in Schlafphasen auf bis zu 35 Schläge pro Minute absinken. Unter Arrhythmien versteht man Unregelmäßigkeiten, die auch bei gesunden Menschen auftreten können. Diese können zwar ein Hinweis, müssen aber kein Symptom einer Erkrankung sein. Wenn die Schwankungen im Herzrhythmus physiologisch bedingt sind, spricht man von Herzfrequenzvariabilitäten. Bei gefährlichen Herzrhythmusstörungen ist die Auswurfleistung meist stark eingeschränkt, was gravierende Folgen haben kann.

Wie gefährlich ist eine Herzrhythmusstörung

Leichte Rhythmusschwankungen des Herzschlags bis hin zu kurzen Aussetzern können selbst bei gesunden Menschen auftreten. Diese können jedoch auch ein Hinweis auf eine mögliche Erkrankung sein und sollten bei häufigerem oder ausgeprägtem Auftreten von einem Facharzt untersucht werden, da zu spät erkannte Krankheiten zu Langzeitschäden und im schlimmsten Falle zum Tod führen können.

Wie machen sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar?

Herzrhythmusstörungen äußern sich als langsame (bradykarde) und schnelle Herzfrequenzunregelmäßigkeiten, die sich wie beim Vorhofflimmern bis zum Herzrasen steigern können. Je nach Erscheinungsform drücken sich die Störungen durch andere Symptome aus. Bei langsamen Herzrhythmusstörungen können Schwindel und Kollapszustände auf eine Erkrankung hinweisen. In seltenen Fällen kann eine langsame Störung zu einer tödlichen Asystolie ohne Ersatzrhytmus führen.

Die schnelle Herzrhythmusstörung führt oft zu einem pochenden Gefühl im Hals, Herzstechen und bei anhaltender Herzschwäche zu Atemnot und Orientierungslosigkeit. Treten plötzlich starke Symptome auf, die zum Tod führen, spricht man vom plötzlichen Herztod.

Ursachen von Herzrhythmusstörungen

In vielen Fällen sind Arrhythmien Symptome von Erkrankungen (hauptsächlich koronare Erkrankungen), Mangelzuständen oder Medikamenteneinflüsse. Auch Substanzen wie Antidepressiva oder Schilddrüsenhormone sowie Arzneimittel gegen Asthma können zu Herzrhythmusstörungen führen. Auch ein ungesunder Lebensstil kann Arrhythmien zur Folge haben.

Diagnosemöglichkeiten bei Herzrhythmusstörungen

Zur Diagnose einer Arrhythmie dient besonders das Langzeit-EKG. Sollte dieses Mittel noch nicht ausreichen, um eine Diagnose zu stellen, kann eine elektrophysiologische Untersuchung Klarheit bringen. Da es sich bei der Herzrhythmusstörung in vielen Fällen um ein Symptom handelt, ist eine sorgfältige Anamnese notwendig. Im Falle einer sehr seltenen Arrhythmie wird zur eindeutigen Diagnose ein Event-Rekorder unter die Brusthaut implantiert, welcher ein lückenloses EKG garantiert.

Behandlungsmöglichkeiten von Herzrhythmusstörungen

Bei einer Therapie von Herzrhythmusstörungen muss zunächst sichergestellt werden, ob es sich nicht um gutartige Extrasystolen handelt – eine Therapie ist nur bei angeborenen und erworbenen Arrhythmien notwendig, die durch Erkrankungen wie der Herzmuskelerkrankung, Herzmuskelentzündung oder durch das Holiday-Heart-Syndrom ausgelöst wurden.

Die Therapiemöglichkeiten erstrecken sich von einer medikamentösen, elektrischen bis zu invasiven Behandlung. Je nach Ursache der Arrhythmien können frequenzregulierende, stabilisierende Arzneimittel vom behandelnden Arzt verschrieben werden.

Wenn ein verlangsamter Herzschlag vorliegt, ist die Implantation eines Herzschrittmachers erforderlich.

Sollten konstant auftretende gefährliche Rhythmusstörungen diagnostiziert werden, kann ein implantierbarer Defibrillator zur Wiederherstellung eines normalen Herzrhythmus zum Einsatz kommen. Invasive Therapiearten werden nur im Rahmen einer Verschlechterung einer koronaren Herzkrankheit eingesetzt. Sollten jedoch extrakardiale Ursachen für die Rhythmusstörung verantwortlich sein, kann nur durch die Behandlung der Grundkrankheit (Hyper-, Hypothyreose, Elektrolytstörung, Intoxikation) eine Genesung erreicht werden.

Ihre Experten für Herzrhythmusstörungen

 

 

Ihre Experten für Herzrhythmus­störungen


 


Experte für Herzrhythmus­störungen in München

Dr. med. Markus Matula

Dr. med. Markus Matula

 

Burgstraße 7
80331 München

News

zu diesem Fachbereich

23Sep

Avocado - Gesunde Frucht mit wertvollem Kern

Avocados sind besonders gesund - Das gilt nicht nur für das...

16Sep

Ist Kaffee gesund?

Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Doch wie...

17Dez

Herzinfarkt: Warum er bei Frauen häufig unerkannt bleibt

Der Herzinfarkt gilt als “typische Männerkrankheit”. Die Realität ist...