Heuschnupfen

Heuschnupfen (Pollenallergie)

Juckende Augen oder laufende Nase - viele kennen die lästigen Symptome des Heuschnupfens, welche den Alltag deutlich erschweren.

Behandlungen

Ähnliche Krankheiten

 
ÜBERSICHT
Symptome u.a. ständig laufende Nase, verstopfte Nase, Niesreiz, tränende und/oder juckende Augen, geschwollene Augenlider, beeinträchtigter Schlaf, Hautrötungen
Diagnose u.a. Pricktest, Blutanalyse
Behandlung Symptom lindernde Maßnahmen (bspw. Nasenspray, Augentropfen, Tabletten), Hyposensibilisierung

Informationen über Heuschnupfen und Pollenallergie

Mit Heuschnupfen ist in Deutschland kaum ein Patient allein - mehr als ein Fünftel aller Deutschen leidet während der Pollenflugzeit, d.h. besonders zwischen März und Juli, an dem unangenehmen, allergischen Schnupfen. Wenn Betroffene mit bestimmten Blütenpollen in Kontakt kommen, löst das die lästigen Symptome des Heuschnupfens aus. Zu diesen gehören beispielsweise eine laufende Nase und Niesattacken. Auch ein Juckreiz in der Augenpartie geht oft mit den übrigen Symptomen einher. Der lang andauernde Schnupfen macht es den Patienten schwer, die schönen Frühlingsmonate unbeschwert genießen zu können. Und obwohl die Pollenallergie grundsätzlich in der Frühlings- und Sommerzeit auftritt, kann es in milden Wintern dazu kommen, dass der Blütenstaub früh blühender Pflanzen bereits im Dezember die Betroffenen plagt.

Die Behandlungsmethoden sind mittlerweile jedoch besonders vielfältig geworden und ermöglichen den Betroffenen eine fast bis komplett beschwerdefreie Zeit. Je nach Stärke und Eintrittszeitpunkt der Symptome, bieten Experten von einer Immuntherapie bis hin zur Akupunktur verschiedenste Behandlungen.

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über den Heuschnupfen, die Symptome, Behandlungsmöglichkeiten, Tipps um den Alltag bei Heuschnupfen zu erleichtern, Kosten einer Behandlung von Pollenallergien, Videos sowie häufige Fragen.

Was kann eine Pollenallergie auslösen?

Heuschnupfen stellt eine überempfindliche Reaktion des menschlichen Abwehrsystems gegen bestimmte Eiweiße dar, die in Blütenpollen enthalten sind. Das Immunsystem von Heuschnupfen-Patienten stuft Polleneiweiß irrtümlich als Krankheitserreger ein, den es zu bekämpfen versucht. Sobald das Polleneiweiß von Abwehrzellen entdeckt wird, erfolgt die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen.

Da das Polleneiweiß vornehmlich über die Augen-, Nasen- und Rachenschleimhäute in den Körper des Patienten gelangt, sind vor allem diese Körperregionen bei Heuschnupfen betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Heuschnupfen zu entwickeln, steigt bei einer Vorerkrankung der Betroffenen an Neurodermitis, Asthma oder anderen Allergien. Zudem ist das Risiko einer Pollenallergie-Erkrankung bei genetischer Veranlagung erhöht: Kinder von Allergikern weisen deutlich öfter eine Pollenallergie auf. Bei Heranwachsenden können zudem schon atemwegsreizende Stoffe, wie zum Beispiel Tabak, die Gefahr einer Erkrankung an Heuschnupfen und Asthma, steigern. Auch die Unterforderung des menschlichen Immunsystems, durch dauerhaft stark ausgeprägte Hygiene, wird als Auslöser für eine Erkrankung an Heuschnupfen vermutet. Der Körper reagiert dann besonders rasch auf eigentlich harmlose Substanzen.

Abb.: Vereinfachte Darstellung des Mechanismus bei einer Allergie

Allergie - Sensibilisierung

Allergie - Allergiereaktion

 

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Heuschnupfen Symptome

Welche Symptome sind für Heuschnupfen-Patienten mit einer Pollenallergie verbunden?

Symptome bei Heuschnupfen-Patienten sind vielfältig. Häufig zählen dazu eine laufende oder verstopfte Nase und Niesreiz sowie tränende, juckende oder brennende Augen und geschwollene Augenlider. Die allergische Reaktion kann sich auf die Bronchien der Betroffenen ausweiten und zu Bronchialasthma führen. Pollenallergiker klagen oft über einen stark beeinträchtigten Nachtschlaf. Heuschnupfen-Patienten weisen überdurchschnittlich häufig Entzündungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich auf. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass ihre geschwollenen Schleimhäute eine ausreichende Belüftung und einen vollständigen Sekretabfluss bspw. aus Nasennebenhöhlen nicht zulassen. Aber auch über die Haut nehmen Allergiker reizauslösende Stoffe auf. Während der Pollenflugzeit verstärken sich daher oft auch die Beschwerden von Hautkrankheiten (z.B. einer Dermatitis). Doch darüber hinaus können Pollenallergie-Patienten auch Kreuzallergien gegen Eiweiße, die in bestimmten Lebensmitteln enthalten sind, entwickeln -  das liegt an einer Ähnlichkeit der Eiweißstoffe.

Einige Betroffene leiden sogar über die gewöhnliche Pollenflugzeit hinaus an heuschnupfenähnlichen Symptomen - manchmal sogar das ganze Jahr über. In diesen Fällen sind jedoch meist Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Nahrungsbestandteile oder auch Haare von Haustieren zumindest mitursächlich für die bei den Patienten auftretenden allergischen Symptome.

Die möglichen Heuschnupfen-Symptome auf einen Blick:

  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Niesreiz
  • Tränende und/oder juckende Augen
  • Geschwollene Augenlider
  • Beeinträchtigter Schlaf
  • Häufigere Entzündungen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich
  • Hauterkrankungen/-rötungen (bspw. Dermatitis)

Die Symptome einer Allergie wie bspw. Heuschnupfen können sehr vielfältig sein und auf unterschiedliche weitere Erkrankungen hindeuten. So etwa auch nur auf eine einfache Erkältung. Machen Sie daher unseren Online-Test "Allergie oder Erkältung", um einen ersten Hinweis zu erhalten, ob es sich bei Ihren Symptomen eher um eine Allergie oder nur um eine Erkältung handelt.


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Kosten einer Behandlung des Heuschnupfens

Ob die Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung des Heuschnupfens übernimmt, kann nicht allgemein mit "ja" oder "nein" beantwortet werden. So tragen einige Krankenkassen die Kosten für die Diagnose und bestimmte Tests, manchmal jedoch werden die Patienten selbst zur Kasse gebeten oder zumindest eine Eigenbeteiligung verlangt. Darüber hinaus hängt die Kostenübernahme oft von der Art der Versicherung, etwa ob privat oder gesetzlich, ab. Betroffene sollten also vor einer Heuschnupfen-Behandlung bei der jeweiligen Krankenkasse erfragen, welche Kosten in welchem Umfang getragen werden.

Für den Fall, dass die Krankenkasse die Behandlungskosten nicht übernimmt, besteht bei den meisten Ärzten die Möglichkeit der Finanzierung. Die Art der Finanzierung und alle weiteren Details können mit dem jeweils behandelnden Arzt ausführlich besprochen werden und auf den Patienten zugeschnitten werden. Danach steht der lang ersehnten Behandlung nichts mehr im Weg.

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Tipps bei Heuschnupfen - Was hilft gegen die Symptome?

In Deutschland leiden ca. 25 Prozent der Bevölkerung an Heuschnupfen. Die Betroffenen haben mit laufenden Nasen, Niesanfällen und juckenden Augen zu kämpfen. Wie Sie sich vor Pollen und den lästigen Symptomen schützen können erfahren Sie hier:

1. Frühzeitig informieren: Informieren Sie sich bereits bevor Sie aus dem Haus gehen, z.B. anhand von Pollenflugkalendern, über den aktuellen Pollenflug.

2. Keine langen Außenaufenthalte: Vermeiden Sie in der Zeit, in der die meisten Pollen unterwegs sind, zu lange Aufenthalte im Freien.

3. Kleidung wechseln: Wechseln Sie die Kleidung, wenn Sie von draußen zurück in Ihre Wohnung gehen, denn an dieser bleiben die Pollen haften.

4. Haare waschen: Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafen gehen, denn auch hier setzen sich die Pollen gerne fest, fallen in Ihr Kopfkissen und werden von Ihnen eingeatmet.

5. Urlaubsplanung: Planen Sie Ihren Urlaub für die Zeit, in der die meisten allergieauslösenden Pollen umherfliegen. Besonders in warmen Regionen, wie dem Mittelmeer, gibt es zu dieser Zeit weniger Pollen.

6. Wäsche trocknen: Lassen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien trocknen, sondern hängen Sie sie im Haus auf.

7. Lüften: Lüften Sie am besten nachts, denn zu dieser Zeit ist der Pollenflug am geringsten. Bringen Sie zusätzlich Pollenschutzgitter an ihren Fenstern an, um Pollen vom Eindringen ins Schlafzimmer abzuhalten. Ein Pollenschutzgitter kann bis zu 85 Prozent der Pollen aufhalten.

8. Lüftungsfilter: Bringen Sie einen Lüftungsfilter in Ihrem Auto an und verzichten Sie darauf die Fenster zu öffnen. Dieser Filter sollte jedoch einmal im Jahr gewechselt werden.

9. Reinigen Sie Ihre Wohnung regelmäßig: Wischen Sie am besten einmal am Tag den Boden. Wenn Sie einen Staubsauger verwenden, achten Sie darauf, dass er einen Pollenfilter besitzt. Sonst bleiben die Pollen nicht im Staubsauger hängen, sondern fliegen durch den ganzen Raum.

10. Kein Sport: Vermeiden Sie Sport im Freien, da man hierbei sehr viele Allergene einatmet.

11. Regen: Nutzen Sie die Zeit nach einem Regenschauer, um vor die Tür zu gehen. Die Luft ist dann für eine Weile mit weniger Pollen angereichert.

12. Vorsicht vor Zimmerpflanzen: Stellen Sie keine blühenden Pflanzen in Ihr Schlafzimmer.

13. Rasenmähen: Lassen Sie den Rasen möglichst kurz mähen und nehmen Sie dies wenn möglich nicht selbst vor.

14. Richtige Pflanzenwahl im Garten: Pflanzen Sie keine Blumen, die Ihre Allergie verstärken.

15. Vermeidung von stark befahrenen Straßen: Versuchen Sie stark befahrene Straßen zu vermeiden, denn im Zusammenhang mit Abgasen wirken Pollen verstärkt.

16. Vorsicht bei Honig und Tee: Berücksichtigen Sie, dass auch Honig und Tee Pollen enthalten können. Beobachten Sie daher, ob der Verzehr bei Ihnen allergische Reaktionen verstärkt.

17. Äpfel in die Mikrowelle: Menschen, die auf Birkenpollen allergisch reagieren, sprechen häufig auch auf Äpfel sensibel an. Die Abhilfe: Legen Sie den Apfel eine halbe Minute lang in die Mikrowelle, um die Allergene zu beseitigen.

18. Sonnenbrille: Ziehen Sie eine Sonnenbrille auf, denn das bietet den Pollen weniger Angriffsfläche.

19. Nasendusche: Spülen Sie Ihre Nase ab und zu mit Salzwasser durch. Dadurch werden die Schleimhäute gereinigt und Allergene weggespült.

20. Heuschnupfen ernst nehmen: Schenken Sie dem Heuschnupfen genug Beachtung! Wird dieser nicht behandelt, kann aus ihm schnell ein chronisches Asthma entstehen.

21. Hyposensibilisierung: Wenn Sie sehr stark unter Heuschnupfen leiden, empfiehlt sich zusätzlich eine Hyposensibilisierung, welche die Symptome des Heuschnupfens vermindert. Fragen Sie am besten einen Arzt danach und lassen sich ausführlich beraten.

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Videos zum Thema Heuschnupfen

Die Heuschnupfenzeit kommt nach dem langen Winter nun mit voller Wucht. Ob mit Akupunktur oder Hyposensibilisierung - es ist wichtig, sich behandeln zu lassen. Denn aus Heuschnupfen kann lebensbedrohliches Asthma werden.

Video Hyposensibilisierung

Niesreiz, tränende und juckende Augen - In diesem Video geht es über die typischen Heuschnupfen-Symptome.

Video Heuschnupfen

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Häufige Fragen zum Thema Heuschnupfen

Woran erkenne ich einen Heuschnupfen?

Zunächst sind Symptome, wie Niesen, eine laufende Nase und Juckreiz in der Augenpartie ein deutliches Erkennungszeichen für Heuschnupfen. Da dies aber auch Zeichen für etwa eine Hausstauballergie sein können, kommt zum Heuschnupfen eine zeitliche und örtliche Beschränkung hinzu. Besonders stark werden die Symptome nämlich, wenn sich Betroffene zur Pollenflugzeit draußen, vor allem in der Nähe von Wiesen und Gräsern aufhalten. Am häufigsten treten die Symptome außerdem im Frühjahr und im Sommer auf, da der Pollenflug zu dieser Zeit am größten ist.

Tritt Heuschnupfen nur im Frühjahr und im Sommer auf?

Grundsätzlich ja, da sich zu dieser Zeit die meisten Pollen in der Luft befinden. Doch es gibt Ausnahmen: Ein milder Winter beispielsweise kann vorzeitigen Pollenflug bei früh blühenden Gewächsen auslösen und so schon im Dezember oder auch Januar einen Heuschnupfen auslösen. Dazu gibt es Pollenallergiker die über die Pollenflugzeit hinaus über heuschnupfenähnliche Symptome klagen. Hierbei sind jedoch meist Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Nahrungsbestandteile oder auch Haare von Haustieren (mit-)verantwortlich für den vermeintlichen Heuschnupfen.

Warum ist es so wichtig, Heuschnupfen zu behandeln?

Eine Pollenallergie gilt es nicht zu unterschätzen, denn oft ist bei gelegentlichem Niesreiz und einer laufenden Nase noch nicht Schluss. Die Symptome der Pollenallergie können sich auf die Bronchien der Erkrankten ausweiten und sogar in Bronchialasthma übergehen. Außerdem verschlechtert sich bei vielen Patienten die Qualität des Schlafes. Überdurchschnittlich häufig leiden Heuschnupfenpatienten außerdem an Entzündungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich auf, die dann sogar mit Antibiotika behandelt werden müssen. Auch Hautkrankheiten können sich wesentlich verschlimmern, da auch über die Haut Pollenpartikel aufgenommen werden. Sogar Lebensmittelallergien können aus einem ursprünglich “harmlosen” Heuschnupfen entstehen. Ein Heuschnupfen sollte also bei Erkennung dringenst behandelt werden, bevor er weitergehende Krankheiten auslöst oder verschlimmert.

Ist Heuschnupfen vererbbar?

Generell steigt das Risiko an Heuschnupfen zu erkranken, bei einer Vorerkrankung des Betroffenen an Asthma, Neurodermitis und weiteren Allergien. Und tatsächlich steigt das Risiko weiter, an einer Pollenallergie zu erkranken, wenn bereits die Eltern mit Allergien zu kämpfen hatten oder haben. Eine Pollenallergie ist also durchaus “vererbbar”.

Kann Heuschnupfen in jedem Alter auftreten?

Für gewöhnlich treten die ersten Symptome bereits im Kindesalter oder in der Pubertät auf. Doch immer häufiger wird beobachtet, dass Erwachsene spontan an Heuschnupfen erkranken, auch wenn sie im Vorfeld an keiner Allergie litten.

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