Migräne

Migräne / Migränekopfschmerzen

Migräne ist für viele weit mehr als nur ein lästiges Übel: Die starken, regelmäßig wiederkehrenden Kopfschmerzen können Betroffene stark belasten - körperlich als auch psychisch.

ÜBERSICHT
Symptome einseitig auftretender und pulsierender Kopfschmerz oft in Verbindung mit Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehstörungen oder Übelkeit
Behandlungs-methode Chiropraktik (Sacro-Occipital-Technik), Botox
Kosten werden individuell berechnet

Migräne

Migräne ist für viele weit mehr als nur ein lästiges Übel: Bis zu 8 Prozent aller Männer und 14 Prozent aller Frauen leiden unter wiederholten Migräneanfällen. Ungefähr jede vierte Frau klagt zumindest ein Mal während ihres Lebens über die starken Kopfschmerzen. Sogar bei 5 Prozent aller Kinder tritt vor der Pubertät Migräne auf.

Migräne - Ursprung und Symptome

Der deutsche Begriff „Migräne“ leitet sich vom französischen Wort „la migraine“ (Kopfschmerz) ab. Migräne ist häufig mit einem meist einseitig auftretenden und pulsierenden Kopfschmerz verbunden, der anfallsartig auftritt und periodisch wiederkehrt. Oft treten bei Migränepatienten weitere Symptome wie Licht- und Lärmempfindlichkeit (Photo- bzw. Phonophobie), Sehstörungen, Übelkeit sowie bestimmte neurologische Ausfälle auf.

Migräne mit und ohne „Aura“

Migräne lässt sich nach Beschwerdeformen mit und ohne „Aura“ unterscheiden. Unter „Aura“ werden neurologische Symptome in Form von Wahrnehmungsstörungen verstanden, unter den zwischen 15 und 25 Prozent aller Migränepatienten leiden. Als Wahrnehmungsstörungen kommen beispielsweise ein Schwarzwerden vor den Augen, Schwindelgefühle (Vertigo), unzutreffende Geruchs- oder Geschmacksempfindungen, Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen sowie Geräuschwahrnehmungen ohne Vorliegen eines entsprechenden äußeren Reizes (Tinnitus) vor.

Bei einer Migräne-Aura treten als besondere Phänomene „Flimmerskotome“ auf, bei denen die Migränepatienten hell-schimmernde, sich zu einem gezackten Kranz ausbildende Strukturen erkennen, die sich oft bis zum Rand des Blickfeldes ausdehnen. Flimmerskotome können mehrere Minuten, aber auch bis zu einer Stunde andauern, bevor die Migränepatienten wieder störungsfrei sehen können.

Kopfschmerzen als ein Migräne-Symptom

Die Kopfschmerzen bei Migräne, die bohrend, stechend, pochend, pulsierend oder krampfartig auftreten können, nehmen zumeist über Stunden langsam zu und können zwischen vier und 72 Stunden andauern. Migräne-Kopfschmerzen klingen bei Kindern zuweilen schneller ab. Die meistens einseitigen Kopfschmerzen können allerdings während eines akuten Migräneanfalls die Seite wechseln. Eine Kopfschmerzphase tritt nicht selten gemeinsam mit Übelkeit oder Erbrechen sowie mit Lärm- und Lichtüberempfindlichkeit auf. Daher empfinden es Migräne-Patienten oft als angenehm, sich in abgedunkelten Räumlichkeiten aufzuhalten, um dort zur Ruhe zu kommen. Die Beschwerden verstärken sich hingegen tendenziell bei Bewegungen und körperlichen Anstrengungen.

Ursachen der Migräne

Die Migränekopfschmerzen auslösenden Faktoren sind individuell unterschiedlich. Als eine mögliche Ursache von Migräne wird eine vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn vermutet, die eine Störung des Serotonin-Gleichgewichts bewirkt. Da Migräne in einigen Familien gehäuft vorkommt, werden auch genetische Ursachen vermutet.

Mit Migräne beim Arzt

Sehr oft führen jedoch muskuläre Verspannungen, beispielsweise durch eine einseitige und ungesunde Körperhaltung am Arbeitsplatz, sowie Fehlstellungen am Bewegungsapparat zu Migräne. Von zentraler neurologischer und biomechanischer Bedeutung sind die ersten beiden Halswirbel, da sie die Verbindungsstelle zwischen Gehirn und Rückenmark darstellen. Aus der oberen Wirbelregion erhält das Gehirn den überwiegenden Teil der Informationen, die ein aufrechtes Stehen erst ermöglichen. Zudem sind Gleichgewichtszentrum und Rückenmark durch Bindegewebe unmittelbar miteinander verknüpft. Der Thalamus, das Koordinationszentrum des Gehirns, erhält insbesondere aus der oberen Halswirbelsäule zahlreiche Informationen für die Wahrnehmung von Körperbewegung und Körperlage im Raum.

Dem Übergang zur Brustwirbelsäule kommt eine große Bedeutung zu. So hat diese einen Einfluss auf die Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Die Arterien Vertebralis, welche durch einen knöchernen Kanal in der HWS läuft, ist für die Blutversorgung des Hirns, und somit des Auges und des Ohrs verantwortlich. Liegen Fehlstellungen des ersten sowie zweiten Halswirbels vor, kann dies zu Insuffizienzen der oben erwähnten Organe führen. Werden letztere hiervon betroffen, nehmen Patienten häufig ein Klingen (Tinnitus) wahr. Da solche Ohrgeräusche aber auch andere Ursachen haben können, wird ein Chiropraktiker eine Diagnose stets unter Einbeziehung von Fachärzten vornehmen.

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Tipps gegen Migräne

Menschen, die von Migräne betroffen sind, leiden häufig unter kaum auszuhaltenden Schmerzen. Die einen ziehen sich in ein dunkles Zimmer zurück und kommen erst dann wieder heraus, wenn der Schmerz nachgelassen hat, die anderen greifen sofort zu Schmerzmitteln. Doch es gibt hilfreiche Tipps, die nützlich sein können, um Migräneanfälle vorzubeugen, und die Ihnen helfen, wenn Sie von einem Migräneanfall geplagt werden.

1. Checkliste:

Beobachten Sie bei Ihren Migräneanfällen die auslösenden Faktoren und notieren Sie sich diese in ein Migräne-Tagebuch. So können Sie mögliche Ursachen identifizieren und versuchen in Zukunft zu vermeiden.

Hier können Sie die Vorlage eines Migräne-Tagebuchs herunterladen: Migräne-Tagebuch

2. Viel trinken:

Eine ausreichende Wasseraufnahme ist Pflicht, da durch Flüssigkeitsmangel das Blut dick wird. Dadurch fällt der Sauerstofftransport schwerer und der Kopf fängt an zu schmerzen. Auch der Katerkopfschmerz ist auf diese Ursache zurückzuführen, da Alkohol dem Blut Wasser sowie Mineralstoffe entzieht. Um das zu verhindern, sollte man am Tag ca. zwei Liter Wasser oder ähnliches trinken.

3. Ausreichende Nahrungsaufnahme:

Besonders Nahrungsmittel, die Magnesium enthalten, sind für Migränepatienten zu empfehlen. Der Grund: Magnesium entspannt die Muskeln. Unter anderem kommt dieses Element in Vollkorn, Nüssen und Gemüse vor, ist aber auch als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform oder Pulver erhältlich. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass man regelmäßig isst, da auch Hunger und der hierdurch sinkende Blutzuckerspiegel Migräne verursachen kann.

4. Verzicht auf Rotwein, Schokolade und Käse:

Neben diesen Lebensmitteln wirken bspw. auch Schweinefleisch und Weizen bei einigen Menschen als Auslöser (auch Trigger genannt) für den stechenden Schmerz im Kopf. Die Ursache hierfür ist, dass in diesen Nahrungsmitteln so genannte “biogene Amine” enthalten sind. Hingegen kann ein Espresso mit einem Schuss Zitrone wahre Wunder vollbringen, denn das enthaltene Koffein fördert die Durchblutung. Besonders wirkungsvoll ist dies vor allem bei Betroffenen, die selten Kaffee trinken.

5. Frische Luft:

Wenn Sie unter einem akuten Migräneanfall leiden, ist ein Spaziergang an der frischen Luft zu empfehlen, da Sie dort reichlich Sauerstoff tanken können. Sollte dies aufgrund von schlechtem Wetter oder anderen Hindernissen nicht möglich sein, sollten Sie wenigsten Ihre Wohnung ausgiebig lüften.

6. Entspannen:

Dass ein Zusammenhang zwischen Stress und Migräneanfällen besteht, ist unumstritten. Versuchen Sie sich deshalb zu entspannen, falls eine erneute Kopfschmerzattacke anstehen sollte. Außerdem können Sie bestimmte Techniken, wie autogenes Training oder die Jacobsen-Methode lernen, welche Ihnen in den entsprechenden Situationen helfen können, den Stress abzubauen und die Kopfschmerzen zu bewältigen. Auch in der Badewanne können Sie entspannen: Liegen Sie für etwa 15 Minuten bei ca. 38 Grad bis zum Hals im Wasser und fügen Sie je nach Belieben etwas durchblutungsfördernden Rosmarinextrakt hinzu.

7. Schläfen massieren:

Führen Sie für etwa fünf Minuten mit Ihren Zeige- und Mittelfingern mit leichtem Druck kleine, kreisförmige Bewegungen aus. Diese Massage kann je nach Kopfschmerz auch auf der Stirn, den Augenbrauen und oberhalb der Nase hilfreich sein.

8. Minzöl:

Tragen Sie etwas Minzöl auf die Schläfen und den Nacken auf. Das Öl hat eine kühlende Wirkung, stimuliert die Kältesensoren und entspannt die Muskeln.  

9. Kühlung:

Falls Sie unter einem Migräneanfall leiden, der nicht durch verspannte Muskeln verursacht wird, ist eine Kühlung der Stirn, der Schläfen und des Nackens sinnvoll. Kühlen Sie hierbei eine Minute die betroffenen Stellen und pausieren Sie anschließend drei Minuten. Danach können Sie wieder von vorne beginnen.

10. Wärme:

Sind jedoch verspannte Muskeln der Grund für Ihre Kopfschmerzen, sollten Sie diese zum Beispiel mithilfe eines Kirschkernkissen wärmen.

11. Ruhe und Schlaf nach der Attacke:

Gönnen Sie sich nach dem Migräneanfall eine Pause und starten Sie nicht wieder sofort voll durch, denn sonst besteht ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Anfall.

12. Schichtarbeit vermeiden:

Versuchen Sie auf Schichtarbeit, sofern es möglich ist, weitgehend zu verzichten. Ansonsten wird dadurch Stress verursacht, der wiederum für Migräne verantwortlich sein kann.

13. Sport:

Treiben Sie drei bis vier mal pro Woche je eine halbe Stunde Sport. Hierbei sollten Sie es jedoch nicht übertreiben, sondern eher auf ruhigere Sportarten, wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen zurückgreifen. Dies ist jedoch eine vorbeugende Maßnahme. Sollte der Kopfschmerz bereits eingesetzt haben, sollten Sie auf Sport verzichten.

14. Sonne vermeiden:

Viele Migränepatienten reagieren auf helles Licht überempfindlich, deshalb ist es ratsam eine Sonnebrille und einen Hut aufzusetzen.

15. Schmerzmittel:

Natürlich können auch Schmerzmittel eine Hilfe sein. Laut einer Studie hat die größte Wirksamkeit bei gelegentlicher Migräne eine Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein. Sie sollten hierbei jedoch beachten, dass Sie diese keinesfalls zu häufig einnehmen, denn andernfalls können die Stoffe erheblichen Schaden, wie bspw. chronische Kopfschmerzen, anrichten.

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Nicht alle Kopfschmerzen sind gleich

Wer unter regelmäßigen Kopfschmerzen leidet, sollte den Ursachen nachgehen, um mit einer zielgerichteten Therapie entgegenwirken zu können. Hierzu ist stets die Einholung von fachkundigem, medizinischem Rat zu empfehlen. Denn nur mit fundierten Diagnosemethoden lassen sich die Ursprünge der Kopfschmerzen feststellen und bekämpfen. Hierbei spielt auch die Feststellung des Kopfschmerz-Typs eine wichtige Rolle. Denn nicht alle Kopfschmerzen sind gleich.

Welche Ursachen haben Kopfschmerzen und welche Typen gibt es?

Kopfschmerzen können als Migräne-Anfälle oder als massive Cluster Kopfschmerzen vorkommen. Möglich ist aber auch, dass den Beschwerden seelische Anspannungen, Genussmittel-Konsum oder bestimmte Erkrankungen zugrunde liegen.

Migräne

Als Migräne werden anfallartig auftretende, mäßige bis starke Kopfschmerzen bezeichnet.

Symptome und Verlauf

Zu den Symptomen der überwiegend einseitig auftretenden Migräne gehört ein pochender oder einseitiger Schmerz im Bereich von Augen, Nacken oder Schläfen. Außerdem können unangenehme Begleiterscheinungen wie Lärm- und Lichtempfindlichkeit hinzutreten. Während einer Migräne-Attacke kommt es öfters zu Übelkeit und Erbrechen. Häufig verstärkt sich Migräne bereits bei leichten körperlichen Aktivitäten.

Ursachen

Auslöser von Migräne sind z. B. psychische Anspannung, unregelmäßiger Schlaf, Veränderungen des Hormonspiegels, Klimaveränderungen und äußere Reize wie Geräusche, Gerüche oder flackerndes Licht.

Behandlung

Migräne ist zwar nicht heilbar, doch kann durch eine Migräne-Behandlung die Zahl der Schmerzattacken und eine Linderung der Beschwerden erreicht werden. Bei akuten Migräne-Kopfschmerzen helfen oft Massagen von Schläfen, Stirn oder Nacken z. B. mit Franzbranntwein und Pfefferminzöl oder die Kühlung der genannten Kopfregionen. Zuweilen hilft auch etwas Kaffee gegen einen aufkommenden Migräne-Anfall. Bei einem Beckenschiefstand kann die Chiropraktik mit der sanften Sacro-Occipital-Technik (S.O.T.) unterstützen.

Vorbeugung

Ein ausgeglichener Lebensstil und regelmäßiger Ausdauersport wird als vorbeugendes Mittel gegen Migräne empfohlen. Die Zufuhr von täglich etwa zwei Litern Flüssigkeit und der Verzicht auf Genussmittel wie Nikotin und Alkohol hilft ebenfalls als Präventionsmaßnahme. Entspannungstechniken und Bewegungsübungen helfen gegen Verspannungen.

Weitere Erscheinungsformen von Kopfschmerzen

Gegen das Vorliegen einer Migräne sprechen beispielsweise beidseitige Kopfschmerzen sowie drückende oder ziehende Schmerzen. Falls körperliche Aktivitäten nicht schmerzsteigernd wirken, ist ebenfalls eine andere Erkrankung zu vermuten. Bei solchen Kopfschmerzen sollte daher ein Arzt konsultiert werden.

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerz ist die am häufigsten auftretende Form der Kopfschmerzen. Die bohrenden und ziehenden Spannungskopfschmerzen machen sich beidseitig und in unterschiedlicher Stärke bemerkbar. Oft steigern sich Spannungskopfschmerzen während des Tagesverlaufs, verstärken sich aber im Gegensatz zur Migräne nicht bei körperlicher Aktivität. Spannungskopfschmerzen können auf vielfältige Ursachen wie Stress, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel, Schlafmangel, Haltungsmängeln, aber auch auf einseitige Ernährung, Alkohol- oder Nikotingenuss oder sogar auf einen Wetterumschwung zurückzuführen sein.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen sind sehr starke, einseitige Stirn-, Augen- oder Schläfen-Kopfschmerzen, die bis zu achtmal täglich und teilweise über mehrere Wochen oder sogar Monate auftreten. Eine einzelne Schmerzattacke kann zwischen 30 Minuten und drei Stunden anhalten. Cluster-Kopfschmerzen werden von den Patienten oft als unerträglich beschrieben. Häufige Nebensymptome sind gerötete und tränende Augen, eine verstopfte oder stark laufende Nase oder geschwollene Augenlider.

Der bekannteste Auslöser von Cluster-Kopfschmerzen ist Alkoholkonsum. Akuten Schmerzattacken kann durch Einatmen reinen Sauerstoffs entgegengewirkt werden. Als Alternative kommen lokal wirkende Betäubungsmittel in Betracht, die in das Nasenloch der vom Schmerz betroffenen Gesichtshälfte geträufelt werden.

Medikamenten-Kopfschmerz

Wer unkontrolliert und dauerhaft Schmerztabletten einnimmt, der kann an Medikamentenkopfschmerz erkranken, da sich der Körper an die Medikamenteneinnahme gewöhnt. Die Abhängigkeit von Schmerzmittel führt beim Absetzen der Arzneien zu heftigem Kopfschmerz. Außerdem kann die Schmerzmittel-Einnahme Nebenwirkungen wie Magen-, Nieren- oder Leberschäden auslösen. Gegen Medikamentenkopfschmerz hilft nur ein Entzug, also ein vollständiges Absetzen des Arzneimittels. Anschließend werden Sport- und Entspannungstherapien durchgeführt.

Möglichkeiten zur Selbsttherapie bei Kopfschmerzen

Gezielte Entspannung erweist sich oft als wirksam gegen Kopfschmerzen. Bereits ein warmes Bad, ein Spaziergang oder spezielle Entspannungsübungen sorgen für Linderung. Bewährt hat sich auch die „Progressive Muskelentspannung“ nach Jacobsen. Diese Entspannungstechnik beruht auf einem bewusst erlebten Wechsel zwischen Anspannen, Halten der Körperspannung und Loslassen.

Behandlung von Kopfschmerzen: Die Möglichkeiten der Chiropraktik und Osteopathie

Häufig wird Migräne durch einen Beckenschiefstand ausgelöst, der sich auf die gesamte Skelettstruktur auswirken kann: Verschiebungen von Halswirbeln oder von Wirbeln im Übergang zwischen Hals- und Brustwirbelsäule können zu Kopfschmerzen führen. Mit den sanften Methoden der Chiropraktik und Osteopathie können Beckenfehlstellungen korrigiert werden. Die Ursache für Kopfschmerzen, die durch einen Beckenschiefstand ausgelöst wurden, wird somit beseitigt. Bei Verschiebungen von Schädelknochen entlang von Schädelnähten kann die Craniopathie zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt werden.

Wie Sie Ihren Arztbesuch bei Kopfschmerzen optimal vorbereiten

Damit bei Kopfschmerzen durch den Arzt rasch eine zutreffende Diagnose gestellt und eine Erfolg versprechende Therapie eingeleitet werden kann, sollte der Erkrankte bereits vor dem Arztbesuch ein Schmerztagebuch führen. Ihre Aufzeichnungen im Schmerztagebuch z.B. zu Häufigkeit, Stärke und Ein- oder Beidseitigkeit der Schmerzattacken sowie die Benennung weiterer Symptome erleichtern dem behandelnden Arzt die Diagnose und somit auch den Therapieverlauf.

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Kosten einer Migräne-Behandlung

Da sich die Behandlungsart und -dauer bei Migräne individudell von Person zu Person unterscheiden kann, können an dieser Stelle keine pauschalen Kosten genannt werden. Aus diesem Grund sollte der anfallende Betrag für eine Migräne-Behandlung mittels chiropraktischer oder osteopathischer Methoden stets mit dem behandelnden Arzt persönlich besprochen werden.

Wird die Behandlung mit Botox gegen Migräne von der Krankenkasse bezahlt?

Auch wenn Botulinumtoxin A als Medikament für die Migräne-Behandlung zugelassen ist, fand noch keine abschließende Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses statt. Dieser entscheidet, ob eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen stattfindet.

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Botox gegen Migräne

Neben der Behandlung mit chiropraktischen oder osteopathischen Maßnahmen, kann Migräne unter gewissen Umständen auch mit Botulinumtoxin A (Botox) behandelt werden. Die Behandlung der Migräne mit Botox ist seit September 2011 in Deutschland zugelassen.

Das Nervengift blockiert die Freisetzung von Acetylcholin (Nervenbotenstoff) und hemmt dadurch die Muskelkontraktion. Diese Eigenschaft wurde sich bislang vor allem in der ästhetischen Medizin zunutze gemacht, indem hierdurch aktive Falten gemindert werden (Botoxbehandlung gegen Falten). Doch Botox hat neben der Muskel "lähmenden" Wirkung auch einen hemmenden Einfluss auf entzündlich wirkende Botenstoffe, die bei Migräne-Patienten zu einer übermäßigen Schmerzempfindlichkeit führen.

Botox kann demnach Migräne-Patienten helfen, indem es diese übermäßige Empfindlichkeit verhindert und das Nervensystem davor schützt, Migräne-Attacken auszulösen. Bei der Botoxbehandlung gegen Migräne handelt es sich allerdings um eine symptomatische Bekämpfung und sollte eher als ein Baustein von vielen innerhalb der Migräne-Therapie angesehen werden.

Wer ist für eine Botoxbehandlung gegen Migräne geeignet?

Volljährige Patienten, die den Kriterien einer chronischen Migräne entsprechen, können eine Behandlung mit Botox durchführen lassen. Das bedeutet, dass sie mindestens über 3 Monate lang 15 Tage im Monat Kopfschmerzen haben, von denen acht oder mehr Tage mit Migräne sind. Eine weitere Voraussetzung für eine Botoxbehandlung ist, dass bisherige andere Behandlungsmaßnahmen keine Wirkung gezeigt haben. Zudem müssen die Patienten vor der Behandlung eine längere Medikamentenpause eingelegt haben.

Wie und wo wird Botox gegen Migräne injiziert?

Für die Migräne-Behandlung mit Botox wurden 31 Punkte an Stirn, Schläfe, Nacken und Schultern festgelegt. So wird sichergestellt, dass dass sämtliche Schmerzbereiche in die Therapie miteinbezogen werden. Je nachdem, wo der Schmerz am stärksten ist, Dazu können 8 zusätzliche Bereiche für die Injektion gewählt werden. Die Botox-Injektionen sollten alle 12 Wochen aufgefrischt werden.

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Migräne-Therapie mit Chiropraktik

Der Begriff „Chiropraktik“ setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern „cheiros“ (Hand) und „praktos“ (tun) zusammen. Wörtlich bedeutet Chiropraktik also „etwas mit der Hand tun“. Sie ist eine medizinische Behandlungsmethode, mit der die Beweglichkeit der Gelenke (insbesondere an der Wirbelsäule) wiedergestellt wird.

Die Chiropraktik kombiniert Erkenntnisse aus Medizinwissenschaft, Heilkunde und Philosophie und stellt die Gesundheit durch Normalisierung der Funktionen des Nervensystems wieder her, ohne auf Medikamente oder chirurgische Eingriffe zurückzugreifen. Der Chiropraktiker kann bei der Normalisierung gestörter Nervenbahnen helfen, indem er ein beeinträchtigtes Gelenkspiel oder teilweise Ausrenkungen (Subluxationen) beseitigt, deren Ursachen auf Ödemen (Gewebeschwellungen), aber auch auf beeinträchtigen Knochen-, Muskel- oder Bindegewebsstrukturen beruhen können.

Sacro-Occipital-Technik - Eine besondere Therapieform der Chiropraktik

Eine besonders sanfte Therapieform der Chiropraktik ist die sogenannte Sacro-Occipital-Technik. Diese umfasst alle Verfahren, die der Chiropraktiker zwischen Hinterhaupt (Occiput) und Kreuzbein (Sacrum) anwendet, um Fehlstellungen zu beseitigen. Bei dieser Technik nutzt der Chiropraktiker die Atembewegungen des Patienten und dessen Eigengewicht und setzt genau abgestimmte eigene Behandlungsimpulse.

Besonders häufig wird die Sacro-Occipial-Technik (S. O. T.) bei Beckenfehlstellungen genutzt. Ein schiefes Becken wirkt sich negativ auf die Statik der gesamten Wirbelsäule aus, da sich der Körper um einen Ausgleich des Beckenschiefstandes durch Veränderung der oberen Wirbelsäulenpartien bemüht. Wenn das Becken seine Stabilität verliert, geraten die Wirbel des Rückgrats daher leicht in eine Fehlstellung. Bei Störung des Flusses der Rückenmarksflüssigkeit kann es außerdem zu einem Nährstoffmangel im Nervensystem und somit zu Funktionsstörungen kommen.

Je nach Kategorie eines Beckenschiefstandes wird der Patient in bestimmter Weise auf speziellen „Blöcken“ bzw. Keilen gelagert. Daraufhin ist es dem Chiropraktiker möglich, das Becken mit gezielten Maßnahmen wieder gerade zu stellen. Ein eventueller Beckenschiefstand (Iliosakralgelenk-Blockade) lässt sich durch den Einsatz der Blöcke am Patienten über Sacro-Occipital-Technik korrigieren. Komprimierte Bandscheiben erfahren eine Entlastung. Auf schonende und natürliche Weise wird so das gesamte Nervensystem ausgleichend beeinflusst und der Körper zur Selbstheilung angeregt.

Gute Erfolgschancen bei der Behandlung von Migräne durch Chiropraktik

Rainer Thiele, Sportheil- und Chiropraktiker in München, ist ein ausgewiesener Experte für Migräne-Behandlungen. Das Spezialgebiet des Chiropraktikers liegt auf der amerikanischen Chiropraktik. Über besonders umfassende Erfahrungen verfügt Rainer Thiele in der Sacro-Occipital-Technik. Um die im Einzelfall vorliegenden Migräne-Ursachen ermitteln und die geeignete Vorgehensweise bestimmen zu können, führt der Münchener Chiropraktiker vor einer Behandlung ein intensives Beratungsgespräch mit jedem Migräne-Patienten. Seine langjährigen Erfahrungen in der Ursachendiagnose und seine darauf individuell genau abgestimmten Behandlungsverfahren sorgen für überdurchschnittliche Heilungsaussichten für Migräne-Patienten.

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Dr. med. Stefan Sünkel

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