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27Mär

Pflaster oder Luft – Wie heilen Wunden am besten?

Pflaster oder Luft

Heilen Wunden mit Pflaster besser?

Ob Kratzer, Schürfwunden oder Schnitte – Bei der richtigen Wundheilung gehen die Meinungen des öfteren auseinander. Die einen plädieren für Pflaster und Verbände, die anderen schwören darauf, die Wunde an der Luft heilen zu lassen. Doch welche Methode ist nun wirklich die beste und wie bleiben nach der Wundheilung die wenigsten Narben zurück? 

Nach Ansicht vieler Experten galt lange die Annahme, dass unbedeckte Wunden austrocknen und somit die zur Heilung notwendige Feuchtigkeit verlieren. Heutzutage wird dies jedoch differenzierter betrachtet, auch wenn sich Experten noch immer nicht ganz einig sind, welche Wundbehandlung tatsächlich die beste ist. Dennoch zeigen neuere Studien, dass immerhin kleinere Wunden besser an der Luft heilen. Hiermit sind jedoch lediglich kleinere Abschürfungen oder Kratzer der oberen Hautschicht gemeint.

Große Wunden müssen verbunden werden

Pflaster auf dem Knie

Ein Pflaster oder gar Verband ist jedoch bei größeren Wunden angesagt und auch dann, wenn die verletzte Person Arbeiten verrichtet, bei der sie mit besonders viel Schmutz und Keimen in Berührung kommt. Dank eines Pflasters können Bakterien und Viren schwerer in die Wunde eindringen. Experten raten außerdem auf gewisse Sofort-Maßnahmen zu achten, um eine frische Wunde zu versorgen. Gerade bei Schürfungen kann – zumindest in Deutschland – etwas Leitungswasser zur Spülung verwendet werden. Doch auch die eigene Spucke hilft zur Reinigung. Optimal hingegen ist eine Desinfektion der Wunde mit speziellen Wundsprays, die es mittlerweile nicht nur in Apotheken, sondern auch in Drogeriemärkten gibt.

Wann bilden sich Narben?

Ob sich nach der Wundheilung Narben bilden oder nicht, hängt vor allem von der Stärke der Hautschädigung ab. Oberflächliche Schürfwunden, die nur die oberste Hautschicht betreffen, heilen in der Regel ohne sichtbare Spuren ab. Tiefer gehende Verletzungen sind jedoch in der Regel mit Narbenbildung verbunden. Doch auch genetische Faktoren können hierbei eine Rolle spielen.

Dennoch müssen auch bei tieferen Verletzungen unschöne Narben nicht unbedingt sein. Wer auf ein paar Regeln achtet, kann zumindest etwas gegen die Narbenbildung unternehmen. So ist es gerade bei genähten Wunden wichtig, dass der Patient geduldig bleibt und starken Zug auf die Wunde für längere Zeit vermeidet, was vor allem den Verzicht auf extreme körperliche Bewegung bedeutet. Experten empfehlen hier sogar etwa 3 Wochen auf Sport zu verzichten. Des Weiteren ist es wichtig frische Narben vor der Sonne zu schützen, da UV-Strahlen Pigmentverschiebungen bewirken können. Auch die Behandlung mit speziellen Narbencremes kann helfen, um sichtbare Spuren zu reduzieren.

Juckende Wunden: Nicht kratzen!

Wie sich hier also zeigt, hängt die beste Methode zur Wundheilung stark von der Verletzung selbst ab. Übrigens: Die allgemein bekannte Aussage: “Wenn die Wunde juckt, dann heilt sie” ist richtig. Denn sobald sich körpereigenes “Reparaturmaterial” um die Wunde sammelt, löst dies einen Juckreiz aus. Aber Vorsicht: Das Aufkratzen von frischem Schorf sollte vermieden werden, da sonst wieder Bakterien oder andere Keime in die Wunde gelangen können.

Für weitere detaillierte Informationen besuchen Sie unsere Quellen:
lifeline.de (1) und lifeline.de (2)