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15Jun

Was hilft gegen eine Sonnenallergie?

Was hilft gegen eine Sonnenallergie

Sommer bedeutet für viele lange Aufenthalte im Freien und ausgiebige Sonnenbäder entweder zuhause oder im Urlaub am Meer. Doch wenn Juckreiz, Hautrötungen, kleine Bläschen und Pusteln den Spaß am Sommer verderben, kann eine Sonnenallergie oder eine "Mallorca-Akne" dahinter stecken. Trotz des Namens handelt es sich dabei jedoch meist nicht um eine echte Allergie, sondern eher um eine Unverträglichkeit. Dabei gibt es verschiedene Arten der Sonnenallergie, die aber alle durch UV-Strahlen ausgelöst werden. Eine der am weitesten verbreiteten Arten ist die polymorphe Lichtdermatose (PLD), auch Sonnenekzem genannt. In Mitteleuropa leidet jeder zehnte daran, wobei mehr Frauen als Männer betroffen sind. Im Prinzip kommt diese Form der Sonnenallergie in jedem Alter vor, vermehrt jedoch bei Kindern und Jugendlichen.

Wie äußert sich eine Sonnenallergie?

Die typischen Symptome einer Sonnenallergie treten gerade dann auf, wenn man nach einer längeren Sonnenpause wieder vermehrt der Sonne ausgesetzt ist, was meist zu Sommeranfang der Fall ist. Nach wenigen Stunden oder auch Tagen bilden sich dann an gewissen Stellen stark juckende, fleckige Rötungen. Oft entstehen auch kleine Knötchen oder Bläschen, wobei die Art der Symptome bei jedem etwas anders ausfallen kann. Auch die Stellen, an denen sich die Allergie bemerkbar macht, können variieren. Häufig sind der Brust- und Schulterbereich sowie Arm- und Kniebeugen betroffen. Nicht selten nimmt die Schwere der Symptome mit zunehmendem Alter wieder etwas ab oder die Allergie verschwindet sogar ganz.

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen für eine PLD sind bisher noch nicht vollends geklärt. Klar ist aber, dass das Sonnenlicht, genauer gesagt die UV-Strahlung, ein entscheidender Auslöser ist. Was dann genau passiert, lässt sich bisher nur vermuten. Denkbar wäre eine Reaktion körpereigener Substanzen mit den UV-Strahlen, die dann das Immunsystem, ähnlich wie bei einer Allergie, in Gang setzen, sodass allergieähnliche Symptome auftreten. Andere vermutete Auslöser könnten freie Radikale sein, die die unerwünschten Symptome auslösen. Bei manch anderen Sonnenallergiearten ist hingegen bekannt, dass gewisse äußere Stoffe in Kombination mit dem Sonnenlicht die Allergie auslösen können. So ist das bspw. bei einigen Medikamenten oder sogar bei Sonnencremes der Fall.

Was hilft gegen Sonnenallergie?

Wer nachweislich an einer Sonnenallergie leidet, kann ein paar Tipps befolgen, die die Symptome lindern und somit die Zeit bis zum Abklingen erträglicher machen.

1. Am wichtigsten ist zunächst ein vernünftiger, ausreichender und regelmäßig aufgetragener Sonnenschutz – was ohnehin auch für “Nicht-Allergiker” gelten sollte. Testen Sie hier Ihren Hauttyp und den für Sie passenden Sonnenschutz: Sonnenschutz-Test

2. Sinnvoll ist es außerdem die Haut nach und nach an die Sonne zu gewöhnen. Wer sich gleich am ersten Urlaubstag mehrere Stunden in die Sonne legt, schadet seiner Haut und löst auf diese Weise vermutlich schneller Allergiesymptome aus. Besser ist hier eine langsame Gewöhnung, bei der man die Sonnenzeit Tag für Tag um einige Minuten steigert. Wie für jeden empfehlenswert, sollten Sonnen-Allergiker besonders darauf achten, die Mittagssonne zu meiden (Experten raten sogar zwischen 11 und 15 Uhr komplett aufs Sonnebaden zu verzichten). Bei der Sonnencreme ist die Wahl zur Duft- und Konservierungsstoff-freien Variante sinnvoll.

3. Zur Vorbeugung kann die Einnahme bestimmter Vitamin- und Nährstoffpräparate helfen. So wird vermutet, dass Beta-Carotin, Folsäure, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren die Haut sonnen-unempfindlicher werden lassen. Wer also einen Urlaub plant, sollte bereits einige Wochen vor der Reise mit der Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel beginnen, wobei eine vorherige Absprache mit dem Hautarzt ratsam ist.

4. Wen es bereits getroffen hat und mit juckenden Pusteln kämpfen muss, kann mit einer entzündungshemmenden Kortisoncreme und Kühl-Pads aus der Apotheke die Schmerzen etwas lindern. Zusätzlich gilt: Die nächsten Tage direkte Sonneneinstrahlung meiden und nicht kratzen!

5. Bei einer sehr starken Form der Sonnenallergie sollte jedoch immer ein Hautarzt aufgesucht werden. Dieser kann möglicherweise weitere Therapiemaßnahmen, wie das sogenannte “light-hardening” oder auch eine medikamentöse Behandlung veranlassen.

Wer die hier genannten Tipps befolgt und sich im Umgang mit der Sonne vernünftig verhält, kann den Sommer auch mit einer Sonnenallergie genießen.

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