Hautpflege im Winter
08Jan

Richtige Hautpflege im Winter - Tipps für schöne Haut

Was tun, wenn die Haut im Winter juckt und trocken ist? info Medizin hat hilfreiche Tipps für Sie!

Hautpflege im Winter

Unsere Haut befindet sich derzeit im Winter-Modus

Wenn es draußen wieder kalt wird, drehen wir drinnen die Heizungen auf. Zwar wird es einem wohlig warm, doch unserer Haut tut dieser ständige Wechsel zwischen Kalt und Warm nicht besonders gut. 

Denn wenn die Temperaturen sinken, verengen sich die Blutgefäße unter unserer Haut. Die Folge: Sie wird schlechter durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Der menschliche Körper ist darauf ausgerichtet bei Kälte so wenig wie möglich an Wärme und Feuchtigkeit zu verlieren. Die Schweißproduktion verringert sich und bei Temperaturen unter 8 Grad kann sich die Talgproduktion sogar ganz einstellen. 

Neben den Strapazen durch die Kälte, setzt die trockene Heizungsluft der Haut ebenfalls zu. So nimmt der Wassergehalt der äußeren Hautschicht nach und nach ab, wenn wir uns in Räumen mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit befinden. Als Folge dieses Feuchtigkeitsverlustes verringert sich die Schutzfunktion der Haut. Dies äußert sich mit Spannungsgefühl, Juckreiz, Rötungen oder sogar Schuppenbildung. In extremen Fällen kann sich die Haut infolgedessen auch entzünden und in einer chronischen Hautkrankheit münden.

Um diese unangenehmen Begleiterscheinungen zu vermeiden, ist es wichtig, seine tägliche Hautpflege in den kalten Wintermonaten umzustellen. Im Folgenden haben wir daher ein paar hilfreiche Tipps zum Thema “Hautpflege im Winter” für Sie zusammengestellt:

Hilfe gegen trockene Heizungsluft

Auch wenn es im Winter verlockend ist: Besser nicht zu viel und zu warm heizen. Je wärmer, desto trockener die Luft und desto schlechter für die Haut. Wer die Luftfeuchtigkeit im Raum etwas erhöhen möchte, der kann eine Wasserschale auf den Heizkörper stellen oder einen extra Luftbefeuchter besorgen. Auch Zimmerpflanzen können etwas zu einem hautfreundlicheren Raumklima beitragen. Wichtig aber: Die Wasserschale regelmäßig reinigen und das Wasser austauschen.

Schonende Reinigung

Schon bei der Reinigung der Haut sollten keine erfrischenden Dusch-Gele, sondern besser rückfettende Produkte verwendet werden. Diese enthalten bspw. Urea oder Jojoba-Öl - beides gut für die Haut. Zudem sollte man darauf achten, dass das Dusch-Gel einen ph-Wert von 5,5 besitzt und alkalifrei ist. Und auch beim Duschen gilt: Zu hohe Temperaturen tun der Haut nicht gut, daher sollte man besser lauwarm duschen.

Richtig eincremen

Nach dem Duschen ist Eincremen angesagt. Hier eignen sich ebenfalls reichhaltige Pflegeprodukte, die die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgen und ihre Schutzfunktion unterstützen. Wirkstoffe, die besonders gut Feuchtigkeit in der Haut speichern, sind etwa Milchsäure, Urea, Betulin, Olivenöl, Nachtkerzenöl, Vitamin E und Panthenol. Besonders wirkungsvolle Feuchtigkeitsspender sind Wasser-Öl-Emulsionen, also Mischungen aus Fett und Wasser. Das Besondere: Solche Produkte haben einen sehr hohen Fettgehalt, aber hinterlassen dank des Wassers keinen störenden, klebenden Film auf der Haut.

Juckreiz stoppen

Wenn die Haut aufgrund des Feuchtigkeitsverlustes anfängt zu jucken, sollte man schnell handeln und vor allem nicht kratzen. Besonders hilfreiche Wirkstoffe sind Cremes mit Urea, Bisabolol oder Kamille.

Gesicht eincremen

Was tun, wenn das Gesicht spannt?

Eine häufige Ursache für spannende Gesichtshaut im Winter sind die falschen Reinigungsprodukte. Hier sollte man sanfte und rückfettende Reinigungslotionen verwenden. Bei stark gereizter Haut sollte zudem auf zu festes Reiben oder Peelen verzichtet werden.

Rissige Haut bekämpfen

Gerade die Lippen sind im Winter besonders von der Kälte betroffen und können schnell rissig werden. Doch auch an den Händen können sich Schäden der Haut durch Risse bemerkbar machen. Auch hier gilt: täglich eincremen, am besten mit Wasser-Öl-Gemischen und Produkten, die Mandel- oder Jojoba-Öl enthalten. Auch Provitamin-A ist gut für die Haut und Nägel. Dieses ist vor allem in Karotten enthalten. Wer seine Haut also auch von Innen stärken möchte, sollte regelmäßig Provitamin-A-haltige Lebensmittel zu sich nehmen. Damit das Vitamin aber aufgenommen werden kann, ist eine Kombination mit fetthaltiger Nahrung wichtig (bspw. eine Hand voll Nüsse oder ein Stück Käse).

Die Füße nicht vergessen

Dick eingepackt in Socken werden die Füße im Winter häufig vernachlässigt. Auch hier bedarf es ausreichender Pflege. Sanfte Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen und anschließendes Eincremen macht die Haut an den Füßen zart und weich. Hin und wieder kann man für besonders zarte Füße folgendes machen: Füße dick eincremen und sofort warme Wollsocken anziehen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen ist die Haut an den Füßen besonders weich.

Wer häufig kalte Füße hat, kann regelmäßige Fuß-Bäder mit durchblutungsfördernden Kräutern wie Lavendel, Thymian, Rosmarin und Arnika durchführen. Spezielle Zehen-Gymnastik sorgt ebenfalls für eine bessere Durchblutung und somit für warme Füße: Hierzu kann man bspw. einen Stift oder ein Taschentuch auf den Boden legen und versuchen diese mehrmals mit den Zehen “aufzusammeln”.

Sonnenschutz auch bei Minusgraden

Sonnenschutz im Winter

Wer glaubt, dass im Winter kein Sonnenschutz nötig ist, liegt falsch. Gerade wer in die Berge zum Skifahren oder Wandern fährt, sollte sich mit ausreichend Sonnencreme schützen. In den Bergen ist die Sonnenstrahlung höher und wird zusätzlich vom Schnee reflektiert. Doch auch an sonnigen Wintertagen in der Stadt gilt: Haut vor der Sonne schützen. Das vermeidet nicht nur einen unschönen Sonnenbrand, sondern beugt dem Hautkrebsrisiko und der Hautalterung vor.

Raus an die frische Luft

Auch wenn es etwas Überwindung kostet: Regelmäßige Spaziergänge im Winter fördern die Durchblutung der Haut und wenn die Sonne scheint, können dabei auch die Vitamin-D-Speicher aufgeladen werden - das hebt die Stimmung und das Wohlbefinden.

Das hilft gegen besonders kalte Tage

Wenn es mal besonders kalt wird und die Temperaturen weit unter die 0-Grad-Marke wandern, sollte man die Haut ganz besonders schützen. Hier kann man auch zu Pflegeprodukten greifen, die gar keinen Wasseranteil enthalten. Vaseline etwa enthält so gut wie keine Flüssigkeit - auf der Haut wirkt sie wie ein Schutzfilm, der nicht gefrieren kann. Doch da derartige Cremes die Poren verstopfen können und sich nicht besonders angenehm auf der Haut anfühlen, sollte man diese nur bei Bedarf verwenden und sobald man sich wieder im Haus befindet, entfernen.

Im Winter viel trinken

Viel trinken

Auch im Winter gilt es ausreichend Wasser oder ungesüßte Getränke, wie etwa Tee, zu sich zu nehmen. So erhält der ganze Körper genügend Feuchtigkeit.

Wer seine Hautpflege im Winter umstellt und einige der hier genannten Tipps befolgt, kann sich also auch in den kalten Monaten über schöne und weiche Haut freuen.

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Quellen:
glamour.de
apotheken-umschau.de
br.de


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