Rheuma und Gelenkschmerzen bei kaltem Wetter
29Okt

Rheuma und Gelenkschmerzen bei kaltem Wetter

Schmerzfrei durch den Winter – die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

Rheuma im Winter

Schmerzfrei durch den Winter

Herbst und Winter zählen für viele Menschen zu den eher “ungemütlichen” Jahreszeiten. Einerseits, weil Regen und Kälte nicht nach jedermanns Geschmack sind. Andererseits aber auch, weil in den kühlen Monaten häufiger mit Gelenkbeschwerden, Gicht und Rheuma zu rechnen ist.

Müde Glieder können dank kleinerer Veränderungen im Alltag aber schnell der Vergangenheit angehören. Wir haben für Sie hier die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Wenn das Wetter zur Plage wird

In der kalten Jahreszeit häufen sich die “typischen” Erkältungs-Krankheiten. Viele Menschen halten sich nun bevorzugt in der Wohnung auf, wo die Virenkonzentration – im Vergleich zur frischen Luft unter freiem Himmel – deutlich erhöht ist. Die Kälte kann zudem das Immunsystem schwächen. Husten und Schnupfen, Schwächegefühle und Kopfschmerzen lassen sich jetzt also besonders häufig wahrnehmen. Doch auch die Gelenke melden sich. Das Spazierengehen oder Treppensteigen löst Mühen aus. In einigen Fällen lässt sich dabei eine Verbindung zu einer bereits bestehenden Grippe erkennen, bei anderen Betroffenen kann jedoch auch ein chronisches Leiden wie Gicht oder Rheuma durch den Frost begünstigt werden.

Wärme tut den Gelenken gut

Als erste Maßnahme ist es bei den auftretenden Leiden ratsam, gezielt höhere Temperaturen zu suchen. Daheim kann ein gemütliches Vollbad ebenso wie eine wärmende Auflage für erste Linderung sorgen. Aber auch regelmäßige Besuche in der Sauna, das Beanspruchen einer sogenannten “Fangopackung”, Moorbäder oder sogar Massagen helfen dabei, Blockaden und kleinere Entzündungen im Bereich der Muskeln und Gelenke zu beheben. Natürliche Öle erhöhen dabei die Blutzirkulation und sorgen für zusätzliche Wärme in den betroffenen Körperbereichen. Das Wellnesserlebnis wird durch Ruhe und Entspannung abgerundet.

Die Schmerzen mit der Ernährung bekämpfen

Neben den äußerlichen Maßnahmen ist es aber auch entscheidend, wie der Organismus versorgt wird. Für Rheumatiker und Personen, die häufiger unangenehme Beschwerden im Bereich der Gelenke wahrnehmen, sollten daher hauptsächlich pflanzliche Produkte auf dem Speiseplan stehen.

Aber auch Fisch und die darin enthaltenen Fettsäuren stärken das Immunsystem. Je mehr Gemüse und Obst, je mehr gesundes Getreide sowie Meeresfrüchte verzehrt werden, desto besser werden die Organe mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert.

Der Verzicht auf Fleisch kann zudem die rheumatischen Beschwerden begünstigen: Insbesondere Schweinefleisch gilt einigen Studien zufolge als entzündungsfördernd und erhöht den Verschleiß der Gelenke, wodurch deren Funktionalität langfristig eingeschränkt werden kann. Andere Studien wiederum konnten keinen Zusammenhang zwischen der Fleischaufnahme und Rheumatoiden Arthritis erkennen. 

Sport ist wichtig – selbst bei Minusgraden

Der von den Schmerzen geheilte Körper sollte übrigens auch im Herbst und im Winter das tun, was er am besten kann: Jede Art an Bewegung hilft, weiteren Leiden vorzubeugen. Der gemütliche Spaziergang am Nachmittag ist daher ebenso zu empfehlen wie ein Jogginglauf, Radfahren oder Fußballspielen mit Freunden. Hiervon profitieren nicht alleine Muskeln und Gelenke – auch das Herz-Kreislauf-System wird gekräftigt.

Jeder Aufenthalt an der frischen Luft stärkt darüber hinaus das Immunsystem. Mit einer ausgewogenen Ernährung, ein wenig Sport, Spiel und Spaß sowie der anschließenden Ruhe und Entspannung kann der Winter daher als gemütliche Jahreszeit genossen werden – und das sogar ohne Schmerzen.

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Quellen:

www.praxisvita.de
www.apotheken.de
Benito-Garcia E, Feskanich D, Hu FB, Mandl LA, Karlson EW. Protein, iron, and meat consumption and risk for rheumatoid arthritis: a prospective cohort study. Arthritis Research & Therapy. 2007;9(1):R16. doi:10.1186/ar2123.