Chia Samen
05Jan

Chia-Samen - Gesundes Lebensmittel oder nur Trend-Food?

Chia-Samen liegen voll im Trend. Doch was kann die Powerpflanze aus Südamerika wirklich?

Chia Samen

Was kann die Powerpflanze der Azteken wirklich?

Immer mehr Menschen haben die so genannten “Superfoods“ für sich entdeckt. Als Superfood werden äußerst nährstoffreiche Lebensmittel bezeichnet, die die Gesundheit um ein Vielfaches bereichern können. Neben Goji-Beeren, Gerstengras, Maca, Spirulina, Acai-Beeren und Acerola erfreuen Chia-Samen sich immer größer werdender Beliebtheit.

Tatsächlich weisen Chia-Samen ein Nährstoffprofil auf, das viele andere Lebensmittel nicht bieten können. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Eisen, Magnesium und Kalzium, weshalb sie vor allem von Veganern und Sportlern konsumiert werden. Doch sind die Powersamen wirklich so gesund und ihren relativ hohen Preis im Supermarkt wert?

Das Kraftkorn aus Mexiko – ein beachtenswertes Nährstoffprofil

Chia-Samen zählen zu den weltweit ältesten und nährstoffreichsten Lebensmitteln. Das Kraftkorn, das ursprünglich aus Mexiko stammt, haben schon die Azteken konsumiert, wenn sie lange Strecken zurücklegen mussten oder in die Schlacht zogen. Lange Zeit gerieten Chia-Samen in Vergessenheit, jedoch scheinen sie jetzt nicht nur den amerikanischen, sondern auch den europäischen Markt zu erobern. 

Als Chia-Samen werden die Früchte der Mexikanischen Chia-Pflanze bezeichnet, die der Familie der Lippenblütler angehört. Optisch erinnern die winzigen Powerfrüchte an Mohnsamen - geschmacklich sind sie mit Nüssen vergleichbar. Da Chia-Samen kein Gluten enthalten, werden sie auch als “Pseudogetreide” bezeichnet. Die Samen sind zwar winzig, jedoch kann das Nährstoffprofil sich wirklich sehen lassen. Nicht ganz unbegründet gelten Chia-Samen als „Superfood“, weil sie nicht nur den Hunger stillen, sondern den Körper mit essentiellen Nährstoffen versorgen. 

Die Samen sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die sonst nur in fettreichen Fischsorten enthalten sind. Außerdem haben Chia-Samen einen erstaunlich hohen Eiweißgehalt (17 Gramm pro 100 Gramm), der vor allem Veganern zugutekommt. Neben verdauungsfördernden Ballaststoffen (34 Gramm pro 100 Gramm) und wichtigen Antioxidantien besitzen Chia-Samen viermal mehr Eisen als Spinat. Auch können sie über 15 Prozent des täglichen Kalzium- und Magnesiumbedarfs decken. 

Aufgrund der Inhaltsstoffe sind Chia-Samen eine Bereicherung für jeden Speiseplan. Die Ergebnisse langzeitlicher Studien stehen zwar immer noch aus, jedoch können die Samen das Verdauungs- und Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen. Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren, die den Blutdruck und den Cholesterinspiegel nachweislich senken und die Gefahr möglicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimieren (mehr zum Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Kardiologie). 

Zuviel des Guten - Mögliche Nebenwirkungen der Chia-Samen

Zwar gelten Chia-Samen als außerordentlich gesund, jedoch können sie unangenehme Nebenwirkungen haben. Wer beispielsweise empfindlich auf Senf, Thymian, Rosmarin, Salbei und Minze reagiert, sollte die Samen lieber meiden, da sie allergische Reaktionen hervorrufen können (mehr zum Thema Nahrungsmittelallergie). Auch sollten Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, ihren Arzt zurate ziehen, da die „blutdrucksenkenden“ Samen als natürliche Blutverdünner bekannt sind.

Chia-Samen sind nicht nur äußerst ballaststoffreich - sie binden auch reichlich Flüssigkeit, weshalb sie mitunter Verstopfungen verursachen. Deshalb sollten die Samen vor dem Verzehr in warmem Wasser aufquellen. Eine tägliche Verzehrmenge von 15 Gramm sollte man aus diesem Grund nicht überschreiten. 

Fazit - Gesund, aber es gibt auch günstigere Alternativen

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und gesundheitsfördernden Wirkung sind Chia-Samen definitiv eine Bereicherung für jede Küche. Allerdings legen die Samen weite Transportwege aus Australien oder Südamerika zurück, um in unseren Supermarktregalen zu landen. Dies macht das Superfood relativ teuer und trägt auch nicht gerade zur Umweltfreundlichkeit bei. Eine weitaus preiswertere Alternative sind daher heimische Leinsamen. Diese weisen ein sehr ähnliches Nährstoffprofil und Quelleigenschaften auf, sind allerdings wesentlich günstiger (3 - 4 € pro Kilo) zu haben.

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Quellen:
www.spiegel.de
www.apotheken-umschau.de
www.fitforfun.de

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